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Artikelaktionen

Statement des Präsidenten zur Corona-Krise

  • Hauptgebäude der JLU

Liebe Mitglieder und Angehörige der JLU,

Prof. Dr. Joybrato Mukherjee
Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. Foto: Jonas Ratermann

in diesen Tagen leben wir alle im Takt der sich zuspitzenden Corona-Krise. Wir alle sind von den massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens und den flächendeckenden Schließungen von Schulen und zahlreichen anderen Einrichtungen unmittelbar betroffen. Viele von uns haben ein mulmiges Gefühl beim Blick in die Nachrichten mit den neuesten Infektionszahlen und mit den täglich neu hinzukommenden Beschränkungen.

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) befindet sich ab sofort in einem Basisbetrieb. Im Lichte der jüngsten Entwicklungen, nach den Erlassen der Hessischen Landesregierung und in Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) ist dieser noch nie dagewesene Schritt alternativlos. Als eine der größten Einrichtungen in der Stadt und der Region spielt die JLU bei der Unterbrechung der Infektionskette eine zentrale Rolle. Oberstes Ziel ist es weiterhin, die Ansteckungswelle zu verlangsamen.

 

 

Basisbetrieb bedeutet:


Studium und Lehre:

  • Alle noch laufenden Lehrveranstaltungen aus dem Wintersemester 20219/20 einschließlich Praktika werden mit sofortiger Wirkung beendet.
  • Das Sommersemester 2020 beginnt nach jetzigem Stand am 20. April 2020.
  • Alle Präsenzprüfungen, für die die JLU zuständig ist, werden auf den Zeitraum ab 20. April verlegt.
  • Studierende, für die aus diesen Beschlüssen Härten entstehen könnten, können sich an die Hotline corona-lehre@uni-giessen.de wenden.

Forschung:

  • Für den Bereich der Forschung gilt der Grundsatz der Aufrechterhaltung eines Basisbetriebs.
  • Es finden bis zum 30. September 2020 keine Präsenzkonferenzen und -tagungen statt.

Verwaltung:

  • Alle zwingend erforderlichen Verwaltungsprozesse werden bis auf Weiteres aufrechterhalten.
  • Es wird durch Teambildungen dafür gesorgt, dass auch im Falle von Erkrankungen von Beschäftigten andere Personen den Basisbetrieb übernehmen können.

Wir informieren alle Mitglieder und Angehörigen der JLU regelmäßig mittels Rundmails. Die detaillierten Regelungen und Maßnahmen entnehmen Sie bitte den Informationen/FAQ zur Corona-Krise auf der JLU-Homepage: www.uni-giessen.de/coronavirus.

Wir setzen an der JLU alles daran, dass unseren Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten möglichst keine Nachteile durch diese Sondersituation entstehen.

Es geht jetzt darum, wertvolle Zeit zu gewinnen. Zeit, damit die Krankenhäuser nicht überlastet werden. Zeit, damit auch das Ärzte- und Pflegepersonal insbesondere auch am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) in geordnetem Rahmen bestmögliche medizinische Hilfe leisten kann.

Dieser Notstand zeigt vor allem aber eines: Jede / Jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, damit wir gemeinsam bestmöglich durch diese Krise kommen. Wir alle können durch aufmerksames, besonnenes, solidarisches Verhalten zeigen, dass wir als Gesellschaft zusammenhalten, die Schwächeren schützen und die vielen Fachkräfte in unserem Gesundheitssystem optimal arbeiten lassen – vom strikten Einhalten der Hygienerichtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) über das geduldige Ertragen etwaiger Quarantänemaßnahmen bis hin zur Einkaufshilfe für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Es geht für uns alle darum, solidarisch zu handeln, damit diejenigen, die die Hilfe am dringendsten benötigen, auch weiterhin medizinisch bestens versorgt werden können. Es geht darum, insbesondere alte und chronisch kranke Mitmenschen zu schützen.

In der Krise gilt es, mehr denn je zusammenzustehen.

Bleiben Sie nach Möglichkeit besonnen im Umgang mit der Corona-Krise und – vor allem – bleiben Sie gesund!

Prof. Dr. Joybrato Mukherjee,
JLU-Präsident