Verwendung der QSL-Mittel im Fachbereich Rechtswissenschaft
Die Verwendung der QSL-Mittel lässt sich in folgende Kategorien aufteilen (vgl. Kriterienkalog der JLU):
- Verbesserung der Betreuungsintensität
- Qualitätsmanagement in der Lehre
- Verbesserung der Infrastruktur für die Lehre
- Verbesserung der Serveceleistungen und übergreifende Projekte
Der Fachbereich Rechtswissenschaft finanziert aus seinem dezentralen QSL-Mittelbudget regelmäßig folgende Projekte:
Examensvorbereitungsprogramm UniRep
In einem einjährigen für die Teilnehmer/-innen kostenlosen Jahreskurs werden die Examenskandidatinnen und -kandidaten auf die staatliche Pflichtfachprüfung umfassend und effektiv vorbereitet. Hierdurch werden insbesondere finanziert:
- Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (Strafrecht)
- UniRep-Koordination (wissenschaftliche/r Mitabeiter/in)
- Examensklausurenkurs (Lehraufträge, wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte, Korrekturen)
- Probeexamen
- vorlesungsbegleitende Tutorien (Teilfinanzierung)
Zusätzliche Studienliteratur
Die vom Fachbereich zur Verfügung gestellten QSL-Mittel tragen wesentlich zur Ausweitung der studentischen Literaturversorgung bei und stlelen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Studienbedingungen dar. Gerade das Studium der Rechtswissenschaft benötigt nicht nur ein besonders breites Literaturangebot, sondern ist in besonderem Maße auch von Aktualisierungsanschaffungen betroffen. Dabei wird auch berücksichtigt, dass sich die Zugriffsmöglichkeiten nicht nur auf gedruckte, sondern auch elektronische Medien beziehen müssen. Durch QSL-Mittel können die Leistungen in diesem Bereich in besonderem Ausmaß ausgeweitet zur Verfügung gestellt werden. Gefördert werden:
Printmedien (inklusive Mehrfachexemplare besonders häufig genutzter Fachliteratur wie Kommentare, Lehrbücher u.s.w.)
Online-Zugänge (z.B. Beck-online Heimzugang für Studierende)
Internationale Datenbank Westlaw
Erasmus-Hilfskraft
Unterstützung in der umfassenden individuellen Beratung von Outgoings und Incomings zu Auslandssemestern.
Refugee Law Clinic (Personal, Teilfinanzierung)
Interdisziplinäres Lehr- und Studienangebot zum Migrations- und Flüchtlingsrecht. Das aus dem anglo-amerikanischen Raum stammende Konzept einer Law Clinic umfasst drei Kernelemente:
- Studierende vertiefen in einem Spezialgebiet während des Studiums ihr Wissen,
- hierbei werden sie von Praktikern und Dozenten betreut und ausgebildet,
- fortgeschrittene Mitglieder der Law Clinic wenden ihr Wissen praktisch an, z.B. im Rahmen von Sprechstunden, in Zusammenarbeit mit NGOs.
Gastdozentur Madison (Lehrkooperation mit der Law School der University of Madison/Wisconsin)
Im Rahmen dieser Kooperation besuchen in jedem Sommersemester zwei amerikanische Hochschullehrer/-innen den Fachbereich Rechtswissenschaft in Gießen und fördern mit äußert attraktiven Veranstaltungen in unterschiedlichen Rechtsgebieten die internationale Lehre. Studierende profitieren aus dem Erwerb von Kenntnissen über eine fremde Rechtsordnung und können zudem einen Leistungsnachweis in einer fremdsprachigen Lehrveranstaltung erwerben. Seit 2012 erfolgt die Leistung vom amtierenden Partnerschaftsbeauftragten, Herrn Prof. Dr. Thilo Marauhn.
Arbeitsgemeinschaften und Tutorien
Die großen Lehrveranstaltungen der ersten Semester werden durch Arbeitsgemeinschaften und Tutorien begleitet. Dabei zeichnet sich der Fachbereich in Gießen durch sein "Gießener Modell" aus, wonach die Kleingruppen anhand praktischer Beispielsfälle unter Anleitung erfahrener Studierender geleitet werden. Das Konzept fußt auf dem Gedanken "Lernen durch Lehren", die Kleingruppen fördern die individuelle Arbeitsatmosphäre. Die QSL-Mittel tragen dazu bei, die Gruppengrößen stabil auf Kleingruppenniveau halten zu können. Folgende Veranstaltungen werden gefördert:
- vorlesungsbegleitende Tutorien zur Einführung in das Privatrecht
- vorlesungsbegleitende Arbeitsgemeinschaften in den Veranstaltungen:
Grundrechte, Staatsorganisationsrecht, Allgemeines Verwaltungsrecht, Strafrecht AT, Strafrecht BT I (Vollfinanzierung aus QSL), Strafrecht BT II, Schuldrecht AT/BT, Sachenrecht
Moot Courts
Da Lehr- und Lernkonzept von Moot Courts ist das Erproben eigener Fähigkeiten durch Teilnahme an einem zu einem fiktiven Fall aufgehängten Gerichtsprozess. Hierdurch werden durch den Wettstreit der widerstreitenden Interessen und Rechtsauffassungen anwaltliche Fähigkeiten ausgebildet, Redehemmungen abgebaut, Rhetorik gestärkt und strategisches Vorgehen eingeübt und aneinander gemessen werden. Aus QSL-Mitteln werden regelmäßig folgende Moot Courts finanziert:
Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Court (Prof. Benicke)
WorldMUN / NMUN (Prof. Marauhn)
Justus-Liebig Moot Court (Prof. Gutzeit)
Exkursionen (In- und Ausland), Bezuschussung
Ergänzend zu den traditionellen Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Übungen) werden von Lehrenden des Fachbereichs regelmäßig studentische Exkursionen ins In- und Ausland durchgeführt. Auf diese Weise wird den Studierenden zum einen das berufliche Spektrum nähergebracht, hzum anderen können z.B. höchstrichterliche Gerichtsverhandlungen erlebt werden. Gefördert wird mit Zuschüssen für Fahrt- und Übernachtungskosten. Auch Blockseminare werden unterstützt.
Gastvorträge, zusätzliche Vortragsveranstaltungen mit Lehrbezug
Am Fachbereich Rechtwissenschaft wird ein breites Vortragsangebot aus allen juristischen Sparten zusätzlich oder auch das Curriculum ergänzend angeboten. Insbesondere haben sich in allen drei juristischen Sparten regelmäßige Vortragsreihen etabliert, die den Lehrveranstaltungskanon ergänzen und vertiefen. Gefördert werden (u.a.) folgende Vortragsreihen, in denen auch die Voraussetzungen zum Erwerb einer Schlüsselqualifikation nach § 9 Abs. 1 S. 2 lit. d JAG (SQ-Vortrag) zu erlangen sind:
- arbeitsrechtliches Praktikerseminar
- kriminalwissenschaftliches Praktikerseminar
- umweltrechtliches Praktikerseminar
- gesundheitsrechtliches Praktikerseminar
- Vorträge des Rudolf-von-Jhering-Institutes
- Vorträge des Instituts für anwaltsorientierte Juristenausbildung
- Vorträge des Franz-von-Liszt-Institutes
Fremdsprachenausbildung
- Legal English: Das dreisemestrige Ausbildungsangebot in Kooperation mit dem ZfbK vermittelt fachlich spezialisierte Sprachkenntnisse. Zertifikat: UNIcert III (Level C1)
- Lehrveranstaltungen in türkischer Sprache
In unregelmäßigen Abständen können Lehrveranstaltungen türkischprachiger Dozenten angeboten werden. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen steht die türkische Rechtssprache oder das materielle Recht.