Hintergrund
Die Rahmenbedingungen universitärer Lehre erlauben es in der Regel nicht, hinreichend auf (tages-)aktuelle politische und gesellschaftliche Geschehnisse einzugehen. Seminare und Vorlesungen sind lange im Voraus geplante Lehrveranstaltungen mit einem geschlossenen Teilnehmer:innenkreis und unterliegen klaren curricularen Vorgaben; die Thematisierung (tages-)aktueller Ereignisse und Themen kann in diesem Rahmen oft nur am Rande und/oder auf Kosten der eigentlichen Lehrinhalte erfolgen.
Das Veranstaltungsformat Kontroversen hingegen bietet Studierenden der JLU über ihr Pflichtstudium hinaus und unabhängig von ihrer Studienrichtung ein zusätzliches und aktuelles Lehr-, Informations- und Teilhabeangebot. Durch den Einbezug anderer Institute und Fachbereiche, Zentren der JLU (bspw. des GiZo und des ZMI) sowie externer Podiumsteilnehmer:innen aus Wissenschaft und Praxis unterstützt das Format die Vernetzung und den fachlichen Austausch aller Beteiligten. Darüber hinaus unterstreichen das für die interessierte Öffentlichkeit geöffnete Format, die mit den Veranstaltungen einhergehende Berichterstattung in lokalen Medien sowie die Aufzeichnungen ausgewählter Veranstaltungen seitens des HRZ für YouTube den Anspruch der Universität, ein Forum für gesellschaftliche Debatten zu bieten.
Dadurch fördert das Format die instituts-, fachbereichs- und zentrumsübergreifende Vernetzung innerhalb der Universitätsgesellschaft, die Vernetzung mit Wissenschaftler:innen anderer Hochschulen sowie die Vernetzung mit Menschen aus der Praxis.
Seit dem Wintersemester 2018 werden die Kontroversen mit Mitteln des Landes Hessen im Rahmen des QSL-Programms (Qualitätssicherung in der Lehre) gefördert. Aus diesen Mitteln werden eine studentische Hilfskraft, Werbungskosten sowie Honorare, Reise- und Unterbringungskosten für externe Gäste finanziert.