objectives
Generelles Ziel
Allgemein: Verringerung der geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Vertrauen in die Politik und der politischen Selbstwirksamkeit
G-EPIC, ein multinationales Konsortium von Universitäten und zivilgesellschaftlichen Organisationen aus sechs Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Spanien, Tschechische Republik und Vereinigtes Königreich), hat sich mit dem Ziel zusammengeschlossen, soziale Innovationen zu fördern und Maßnahmen zu erproben, um soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der Politik zu verringern. Dazu werden Impulse und Programme entwickelt, um die politische und demokratische Bildung integrativer zu gestalten. Zu diesem Zweck verfolgt G-EPIC einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Politikwissenschaft, der Soziologie, der Jugendforschung und der Erziehungswissenschaft miteinander verbindet.
Die internationalen Partner werden zunächst den derzeitigen Stand dieser Ungleichheiten und Benachteiligungen durch Unterrichtsbeobachtungen und die Analyse vorhandener quantitativer Daten ermitteln, um zu verstehen, wie Ungleichheiten in den Einstellungen zum politischen Engagement erlernt werden. G-EPIC wird dann handlungsorientierte Studien in Schulen durchführen und gestaltungsbasierte Interventionen erproben, die in einem gemeinsamen Prozess mit der Zivilgesellschaft, Lehrer:innen und Schüler:innen entwickelt werden.
G-EPIC wird in diesem Zusammenhang ebenfalls eine ganzheitliche Bewertung des nationalen Kontexts und des lokalen und europäischen politischen Rahmens durchführen, um Strategien, Vorschriften und Maßnahmen zu entwickeln, die langfristig eine gerechtere politische Beteiligung von Frauen und Männern fördern. Der auf diese Weise entwickelte Baukasten mitsamt praxisbezogenen Handreichungen soll als internationale Referenz zur Förderung einer gleichberechtigten politischen Teilhabe vom Klassenzimmer an beitragen.
Spezifische Ziele
Um dieses Gesamtziel zu erreichen, formuliert das Projekt eine Reihe von spezifischen Zielen:
- 1: Bereitstellung einer Evidenzbasis, die das Spektrum und die Überschneidungen verschiedener sozioökonomischer Merkmale aufzeigt, die politische Ungleichheiten strukturieren, wenn sie früh im Leben der Menschen entstehen. Auf dieser Grundlage sollen die Folgen dieser Merkmale für das politische Engagement ergründet werden.
- 2: Untersuchung der Art und Weise, wie politische Ungleichheiten durch Dynamiken im Klassenzimmer entstehen.
- 3: Bewertung der Bedingungen, unter denen schulische Interventionen erfolgreich zur Verringerung sozialer und geschlechtsspezifischer Unterschiede in politischen Einstellung von Schüler:innen beitragen.
- 4: Mitwirkung an der Entwicklung, Erprobung und Bewertung eines schulischen Interventionsprogramms zur erfolgreichen Stärkung der politischen Selbstwirksamkeit aller Schüler:innen durch engen Kontakt mit Schulen, Bildungsfachleuten und Jugendlichen.
- 5: Entwicklung forschungsgestützter Strategien, Regelungen und Politiken für die Zusammenarbeit mit Schulen und Lehrkräften sowie Interessengruppen auf nationaler und europäischer Ebene, die eine gerechte und integrative demokratische Praxis gewährleisten.
- 6: Verstärkung der Wirkung des Projekts durch Kommunikation, Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse, die auf die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen im nationalen und europäischen Kontext zugeschnitten sind.