13 - Granatapfel
Der tönerne Granatapfel aus der Antikensammlung der Justus-Liebig-Universität ist mit geometrischen Ornamenten verziert. Dies ist typisch für die Zeit seiner Entstehung, das 8. Jahrhundert v. Chr. Von außen nicht sichtbar ist das interessante Innenleben der nachgebildeten Frucht: wie naturwissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, die in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum durchgeführt wurden, befinden sich in dem Hohlkörper mehrere lose Kiesel. Das Objekt hatte also die Funktion einer Rassel. Für ein Kinderspielzeug ist es allerdings zu groß und zu schwer. Es wird sich daher wahrscheinlich um ein Objekt mit ritueller Funktion handeln.