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Zusatzqualifikation

 

Zusatzqualifikation

 

Im Rahmen von Exkursionsseminaren (mit Vor- und Nachbereitung) werden die Studierenden zu Gedenkstätten-Teamern ausgebildet, was zusätzlich zertifiziert wird. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden später eigenständig und didaktisch reflektiert Gedenkstättenfahrten konzipieren und begleiten können, vor allem auch in (außer-)schulischen Kontexten, aber auch darüber hinaus. Dabei steht die literarische Auseinandersetzung mit dem Holocaust im Mittelpunkt der Vermittlung historischer Ereignisgeschichte. 

 

Exkursion in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und nach Krakau

Das Programm umfasst fünf Tage in Oświęcim u.a. mit vierstündigen Führungen durch das Stammlager und Auschwitz-Birkenau sowie Workshops der Internationalen Jugendbegegnungsstätte. Anschließend folgt ein zweitägiger Aufenthalt in Krakau mit Stadtführungen mit Schwerpunkten auf der Geschichte des Krakauer Gettos und des Konzentrationslagers Plaszów. Sofern möglich, wird die Fahrt mit einem Zeitzeugengespräch beschlossen.

Die Exkursion soll den Studierenden nicht nur die Gelegenheit bieten, verschiedene Programmpunkte einer Gedenkstättenfahrt kennenzulernen und in dafür vorgesehenen Gesprächsphasen kritisch zu reflektieren, sondern auch zu überlegen, welche Rolle literarische Texte in diesem Kontext spielen und wie sie didaktisch eingesetzt werden können.

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Exkursion nach Łódź

In Kooperation mit der Universität Łódź organisiert die AHL regelmäßig eine fünftägige Bildungsfahrt in die polnische Stadt Łódź. Seit 2025 findet sie zudem in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Mittelhessen statt. Ziel der Exkursion ist zum einen die vertiefte Auseinandersetzung mit dem Getto Lodz/Litzmannstadt als einem zentralen Ort nationalsozialistischen Terrors außerhalb der bekannten Lagerkomplexe, zum anderen die Förderung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Das Programm umfasst neben Stadtführungen auch den Besuch des Jüdischen Friedhofs und des Gedenkorts Radegast. Ergänzend arbeiten die Studierenden in deutsch-polnischen Seminarenblöcken mit authentischen Zeugnissen, die in der Anthologie „‚Ein Wunder, die Hand schreibt noch…‘: Zeugnisse aus dem Lodzer Getto“ versammelt sind. 

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Exkursion in die Gedenkstätte Hadamar

Im Rahmen ausgewählter Lehrveranstaltungen werden ganztägige Exkursionen zu Gedenk- und Lernorten der nationalsozialistischen Gewaltgeschichte angeboten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der ehemaligen NS-„Euthanasie“-Tötungsanstalt Hadamar in Mittelhessen. Ziel der Exkursion ist die vertiefte Auseinandersetzung mit den historischen, ideologischen und institutionellen Grundlagen der „Euthanasie“-Verbrechen sowie mit den individuellen Schicksalen der Opfer. Gleichzeitig werden Gedenkstätten als außerschulische Orte historisch-politischer Bildung und demokratischer Wertevermittlung reflektiert. Die Exkursion thematisiert auch die Bedeutung historischer Erinnerung für Gegenwartsfragen wie Menschenrechte, Diskriminierung und gesellschaftliche Verantwortung. 

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