Veranstaltungen im WS 2016/2017
Professor Dr. Thomas Möbius:
Vorlesungen:
"Einführung in das Studiengebiet Literatur", Di., 8 - 10, Phil. II, Audimax
Die Vorlesung führt in Abstimmung mit dem Einführungsseminar und dem Tutorium in den Gegenstandsbereich der Literaturwissenschaft ein. Wie lässt sich bestimmen, was ein literarischer Text ist? Was ist Literatur? Wie lassen sich literarische Gattungen definieren? Welche poetologischen Konzepte gibt es? Welche Methoden kennt die Literaturwissenschaft? Welche literarischen Epochen lassen sich unterscheiden? Wie lassen sich epische. Lyrische und dramatische Texte literaturwissenschaftlich analysieren? Zur Erhellung dieser und anderer Fragen, die die Literaturwissenschaft nicht immer lösen, aber beschreiben kann, will die Vorlesung beitragen. Weitere Themen werden der Nutzen der Rhetorik und die Bedeutung literarischer Kanonbildung und literarischer Wertung sein.
Als Leistungsnachweis gelten die die erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur. Die Video-Aufzeichnung der Vorlesung und ihre Bereitstellung auf ILIAS sind geplant.
Professor Dr. Anja Voeste/Professor Dr. Thomas Möbius:
"Sprache und Literatur (L1)", Mi 10-12 (zeitgleich mit Hauptwerke), Phil. I, A 04
Im sprachwissenschaftlichen Teil der Vorlesung werden die phonologischen und graphematischen Grundlagen vermittelt, die notwendig sind, um Fehleranalysen in der Schule kompetent durchführen zu können. Thematisiert werden insbesondere die Unterschiede zwischen Gesprochenem und Geschriebenem, zwischen Graphematik und Orthographie sowie die Rolle von Schreibprinzipien im Erwerbsprozess. Darüber hinaus werden grammatische Grundlagen vermittelt.
Im literaturwissenschaftlichen/literaturdidaktischen Teil der Vorlesung wird der Schwerpunkt auf die Leseförderung im L1-Bereich gelegt. Nach der Klärung der Begriffe „Literalität“, „Leseverstehen“ und Lesekompetenz“ wird ein „Didaktisches Mehrebenenmodell der Lesekompetenz“ vorgestellt. Im Kontext dieses „Mehrebenenmodells“ werden dann Forschungsergebnisse zu Teilprozessen des Lesens und zu Determinanten der Leseentwicklung beschrieben. Nach der Darstellung von edumetrischen und standardisierten Diagnoseverfahren zur Bestimmung von Lesedefiziten werden Methoden der systematischen Leseförderung vermittelt.
Seminare:
"Einführung in das Studiengebiet Literatur", Mo 12 - 14 (ab 24.10.2016), Phil. I, B 210
Das Einführungsseminar orientiert sich an den Themen der Vorlesung und vertieft diese an ausgewählten Beispielen aus den literarischen „Großgattungen“ Lyrik, Drama und Epik. Des Weiteren werden methodische Grundfragen des Fachs, Aspekte der literaturwissenschaftlichen Theoriebildung sowie Grundlagen der Rhetorik diskutiert. Als Leistungsnachweis gelten die regelmäßige Anwesenheit und die erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur. Dem Einführungsseminar liegt eine verpflichtende Basisliteratur zugrunde, die zu Semesterbeginn bekanntgegeben wird.
"Märchenforschung und Märchendidaktik", Mo 16 - 18, Phil. I, B 210
Märchentexte gehören nach wie vor zu den wichtigsten literarischen Gattungen in der frühen Lesesozialisation. Das Seminar erhellt am Beispiel der Märchensammlung der Brüder Grimm die Forschungsgeschichte, darüber hinaus werden weitere Märchentexte aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie der Gegenwart behandelt. Die Berechtigung einer expliziten „Märchendidaktik“ als Ergänzung zu den Didaktiken der Großformen ist umstritten, gleichwohl sollen einige einschlägige didaktische Ansätze vermittelt werden. Voraussetzungen für den Erwerb von Teilnahme- und Leistungsnachweisen sind die regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit, die Präsentation eines ausgewählten Märchens nach vorgegebenen Kriterien sowie die Anfertigung einer Hausarbeit. Eine Liste mit ausgewählter Forschungsliteratur wird zu Semesterbeginn in Stud.IP verfügbar sein.
Prof. Dr. Thomas Möbius/Dr. Michael Steinmetz
Seminar:
"Methoden des Literaturunterrichts", Mo 10 - 12, Phil. I, B 210
Unterrichtliche Methoden besitzen keinen Selbstzweck, sondern erscheinen erst im Lichte eines didaktischen Konzeptes als angemessen und sinnvoll. Gegenstände des Seminars werden daher nicht nur traditionelle und moderne Methoden der Literaturvermittlung sein, sondern auch die didaktischen Überlegungen, die sie begründen. Das Seminarkonzept sieht vor, dass jeweils eine Methode im Mittelpunkt einer Seminarsitzung steht, die sowohl theoretisch beleuchtet als auch praktisch umgesetzt wird; eine kritische Reflexion unter Einschluss verschiedener unterrichtsbedingender Faktoren wird jeweils den Abschluss bilden. Ein Schwerpunkt des Seminars soll auf Aufgabenformate gelegt werden.
Voraussetzungen für den Erwerb von Teilnahme- und Leistungsnachweisen sind die regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit, die Präsentation einer ausgewählten Methode nach vorgegebenen Kriterien sowie die Anfertigung einer Hausarbeit. Eine Liste mit ausgewählter Forschungsliteratur wird zu Semesterbeginn in Stud.IP verfügbar sein.