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Abschlussarbeiten

 

Im Bereich der pädagogischen Psychologie können ab dem Sommersemester 2024 Abschlussarbeiten in den unten genannten Forschungsbereichen geschrieben werden. Hierzu zählen sowohl wissenschaftliche Hausarbeiten (Lehramt) wie auch Bachelor- und Masterarbeiten (Psychologie).

 

WICHTIGER Hinweis zur Bewerbung für eine Masterthesis:
Bitte beachten Sie: Wenn Sie im Schwerpunkt „Mensch in Arbeitswelten“ studieren, bewerben Sie sich bitte bis zum 22.05.2024 (strikte Deadline!). Wenn Sie nicht im Schwerpunkt studieren, bewerben Sie sich bitte ebenfalls bis zum 22.05.2024, damit wir Bedarfe und Kapazitäten besser planen können (spätere Bewerbungen bis zum 28.05.2024 sind aber prinzipiell möglich).
Bitte bewerben Sie sich nur, wenn Sie auch vorhaben Ihre Masterarbeit im Studienjahr 24/25 zu schreiben!

 

Wie bewerbe ich mich auf eine Abschlussarbeit?

 

Wenn Sie Interesse haben, in einem der Forschungsbereiche eine Abschlussarbeit zu verfassen, bewerben Sie sich bei uns per E-Mail an die angegebenen Ansprechpartner:innen.

 

Bitte fügen Sie Ihrer E-Mail ggf. folgende Anlagen als eine einzelne zusammengefasste pdf bei:

  1. Kurzes Motivationsschreiben
  2. Auflistung folgender Angaben:
  • Studienfach mit Schwerpunkt

Zusätzlich wichtig bei Bewerbungen für eine Masterthesis:

  • Information, ob Sie im Master-Schwerpunkt „Mensch in Arbeitswelten“ (MiA) oder „Personnel Psychology and Organizational Behavior“ (PPOB) oder ohne Schwerpunkt studieren.
  • Information, ob Sie sich ebenfalls in der Abteilung A/O (Klehe), Sozialpsychologie (Häusser) und/oder Diagnostik (Kersting) beworben haben. Geben Sie bitte in diesem Fall unbedingt auch Ihre Präferenzen an (Erstwunsch, Zweitwunsch, Drittwunsch). Diese Angabe benötigen wir auch in dem Fall, dass Sie sich „nur“ bei uns beworben haben – für den Fall, dass es zu viele Bewerbungen gibt.
  • für welche Forschungsthemenbereiche Sie sich besonders interessieren. Bitte geben Sie zwei mögliche Bereiche an.
  • in welchem Zeitrahmen Sie planen, Ihre Abschlussarbeit zu verfassen/ abzugeben und ob Sie in dieser Zeit in Gießen sein werden. Bitte beachten Sie, dass alle Arbeiten empirisch sind und längere Erhebungszeiten (meist vor Ort) beinhalten. Parallele (Vollzeit)praktika oder Auslandaufenthalte sind nicht möglich!

    3. Bachelorzeugnis

    4. Aktueller Transcript of Records

    5. Weitere Erfahrungen / Hinweise / Referenzen, die für Sie als Bewerber:in sprechen

Bitte beachten Sie:  Alle Dokumente für die Bewerbung sind unbedingt in EINER PDF-Datei zusammen zu fassen. Bewerbungen mit mehr als einer Datei als Anlage können wir leider nicht akzeptieren.

 

Für weitere Informationen oder bei Fragen kontaktieren Sie bitte Dr. Marie-Christin Krebs.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 

Themen Abschlussarbeiten 2024

In den folgenden Projekten  (und bei Interesse ggf. auch in anderen Forschungsprojekten der Arbeitsgruppe) können Abschlussarbeiten geschrieben werden.  In den meisten Projekten, die in den genannten Forschungsbereichen durchgeführt werden, können sowohl Labor- wie auch Online- oder Feldstudien durchgeführt werden.

Spielend leicht lernen? - Anwendung von Lehrkenntnissen in Simulationen und Serious Games

 Das Einüben theoretischen Wissens bildet in der Regel den Fokus des Lehramtsstudiums. Konkrete praktische Erfahrungen machen Studierende meist erst, wenn sie mit Schülerinnen und Schülern arbeiten. Eine Möglichkeit, um Studierenden einen früheren Einstieg in die Anwendung ihres Wissens in authentischen Situationen zu ermöglichen, ist die Nutzung digitaler Simulationsumgebungen. Auf diese Art können Lernende ihre bereits bestehenden Kenntnisse in einem sicheren Umfeld auf die Probe stellen, ohne dass für sie selbst oder die Schülerinnen und Schüler Belastungen entstehen. Noch ist unklar, ob Simulationen diesen konkreten Zweck erfüllen können. Außerdem stellt sich die Frage, ob sich die Interaktionsbereitschaft mit Simulationen durch die Einbettung von Spielelementen steigern lassen kann und wie sich diese Spielelemente auf den Lernerfolg auswirkt.

In diesem Forschungsthemenbereich untersuchen wir beispielsweise die Effektivität verschiedener Gestaltungs- und Nutzungsansätze im Bereich Serious Games und Simulationen für die Anwendung theoretischen Wissens im Lehramtsstudium.

Bei Interesse: Bewerbung an Dr. Marie-Christin Krebs (und Anna Kienitz (Anna.Kienitz@psychol.uni-giessen.de)

Das möchte ich jetzt doch genauer wissen! - Lernen mit Erklär-Videos

Wer heute ein „how-to“-Video sucht, der findet häufig ein sogenanntes Sketched Explanation Video. Sketched Explanation Videos sind Videos, die mit Zeichnungen arbeiten und in denen immer wieder Hände zu sehen sind, die die Zeichnungen verschieben. In einem ersten Schritt haben wir dieses Format als emotionale Design-Möglichkeit genutzt, um bei den Lernenden Interesse an einem Thema zu wecken und hierdurch das Lernen zu fördern. Erste Ergebnisse zeigten, dass durch den Einsatz von Sketched Explanation Videos die Persistenz der Lernenden verbessert werden konnte.

In diesem Forschungsthemenbereich untersuchen wir in die Grenzbedingungen für den lernwirksamen Einsatz von (Sketched) Explanation Videos in (weiteren) Anwendungskontexten.

Bei Interesse: Bewerbung an Dr. Marie-Christin Krebs (

Fehlkonzepte über Autismus und wie misst man diese? 

Über Autismus kursieren diverse Fehlkonzepte (z.B. Autismus wird durch Impfungen ausgelöst oder autistische Menschen möchten keine Freundschaften). Unser Ziel ist es, diese gängigsten Fehlkonzepte in einem einzelnen Fragebogen zu erfassen, um perspektivisch Fehlkonzepte über Autismus in der Gesellschaft zu adressieren. Dafür ist das Ziel, einen ersten bestehenden Entwurf des Fragebogens zu revidieren und diesen in einer repräsentativen Stichprobe zu untersuchen und auf Basis dessen eine Faktorenstruktur zu erfassen. R-Kenntnisse sind von Vorteil.

Bei Interesse: Bewerbung an Anna Dersch (Anna-Sophia.Dersch@psychol.uni-giessen.de)

Testing-Effekt – Profitieren nur Testmotivierte?                                                                 

Empirische Studien zeigen, dass Testen vor Vergessen schützt. Doch wann schützt Testen besonders gut vor dem Vergessen? Einerseits ist das der Fall, wenn sich Lernende im Test anstrengen – der Test muss also hinreichend anspruchsvoll gestaltet sein. Andererseits sollten die Lernenden jedoch relativ gut im Test abschneiden, damit sie von einem Testing-Effekt profitieren. Denn wer nichts weiß, der kann auch nichts vergessen - und das Testen kann dann auch nicht vor dem Vergessen schützen. Daher nehmen wir an, dass eine hohe Testmotivation vorhanden sein muss, damit Lernende in einem hinreichend schwierigen Test gut (genug) abschneiden, um von einem Testing-Effekt optimal zu profitieren.
In diesem Forschungsthemenbereich untersuchen wir beispielsweise, welche (weiteren) Einflussfaktoren hierbei eine Rolle spielen.

Bei Interesse: Bewerbung an Dr. Marie-Christin Krebs (

„LehrKRÄFTE stärken“ – Trainingsentwicklung und Evaluation

„LehrKRÄFTE stärken“ ist ein an der JLU entwickeltes modulares Trainingskonzept für Lehramtsstudierende. Das Training hat das Ziel, angehende Lehrkräfte darin zu unterstützen, erfolgreich, gesund und unbelastet mit herausfordernden Situationen und dem schulischen Alltag umgehen zu können. Bisher existieren drei Trainingsmodule, die sich mit den Themen „Selbstwertkontingenz“, „Mentale Stärke“ und „Präsentationskompetenz“ beschäftigen. Diese Module wurden bereits an Gruppen von Lehramtsstudierenden in randomisiert kontrollierten Studien mit Prä-Post-Follow-Up Design evaluiert; die Ergebnisse bestätigen die Wirksamkeit der einzelnen Trainingsmodule.

Studierende können sich im Rahmen ihrer Masterthesis an der Weiterentwicklung der bisherigen Module beteiligen sowie an der Entwicklung neuer Module maßgeblich mitwirken. Für einige Tätigkeiten sind Trainingserfahrung sowie klinische Erfahrungen mit Gruppen und Gesprächsführung wichtig.

Bei Interesse: Bewerbung an Dr. Claudia Schöne (claudia.schoene@psychol.uni-giessen.de) und Annika Greinert (annika.greinert@psychol.uni-giessen.de

LGBTQ+ AGs an Schulen: eine neue Meta-Analyse zu deren Wirksamkeit

LGBTQ+ AGs (englisch: Gay-Straight Alliances) sind schulbasierte Organisationen für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und queere (LGBTQ+) Jugendliche und ihre Verbündeten, die versuchen, das Schulklima für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten zu verbessern. Es gibt bereits eine Meta-Analyse, die den Zusammenhang zwischen der Präsenz von LGBTQ+ AGs und Viktimisierung von Jugendlichen aufgezeigt hat. Deren Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Präsenz von LGBTQ+ AGs mit weniger homophober Viktimisierung, weniger Angst um die eigene Sicherheit und weniger homophoben Beschimpfungen einhergeht. Diese Ergebnisse waren konstant über eine Vielzahl von studienbezogenen Faktoren.

Diese Meta-Analyse ist bereits acht Jahre alt und bedarf eines Updates. Mit Hilfe einer systematischen Literatursuche und meta-analytischen Methoden, wollen wir diese letzten acht Jahre an wissenschaftlichen Arbeiten nun zusammenfassen. Die Ergebnisse können Belege liefern, ob LGBTQ+ AGs eine Möglichkeit sind, LGBTQ+ Jugendliche vor schulbasierter Viktimisierung zu schützen.

In diesem Forschungsbereich untersuchen wir, wie LGBTQ+ am besten gefördert werden können. Alternative Themen, wie z.B. zur Repräsentation von LGBTQ+-Themen in der wissenschaftlichen Literatur oder dem Einfluss der Lehrkraft-Schüler:innenbeziehung auf das Wohlbefinden von LGBTQ+ Schüler:innen sind denkbar. R-Kenntnisse oder die Bereitschaft sich diese anzueignen sind von Vorteil. Die Masterarbeit kann gern in englischer Sprache verfasst werden.

Bei Interesse: Bewerbung an Dr. Valentin Emslander (valentin.emslander).

Classroom Management und dessen Korrelate: Ein systematisches Review von Meta-Analysen

Classroom Management ist eine der drei Basisdimensionen guten Unterrichts, neben kognitiver Aktivierung und Unterstützung durch die Lehrkraft. Es beschreibt u.a. die Fähigkeit einer Lehrkraft Störungen des Unterrichts zu vermeiden und so möglichst viel Zeit für tatsächlies Lernen zu verwenden. Es gibt unzählige Studien zu dem Zusammenhang von Classroom Management und der Leistung und dem Wohlbefinden von Schüler:innen. Gleichzeitig zeigt Classroom management immer wieder einen Zusammenhang mit der Selbstwirksamkeit von Lehrkärften sowie einem verringerten Burnout-Risiko. All diese Studien sind bereits in einer Vielzahl an Meta-Analysen zusammengefasst. In diesem Projekt möchten wir wiederum all diese Meta-Analysen in einem systematischen Review von Meta-Analysen zusammenfassen, um eine breite Datenbasis für bildungspolitische Entscheidungen und weitere Forschung zu kreieren.

In diesem Forschungsbereich untersuchen wir, mit welchen Variablen Classroom Management in der meta-analytischen Literatur korreliert. Alternative Themen zu Überblicksarbeiten der Meta-Analytischen Literatur oder mehr methodischen Aspekten von Meta-Analysen, sind denkbar. Die Masterarbeit kann gern in englischer Sprache verfasst werden.

Bei Interesse: Bewerbung an Dr. Valentin Emslander (valentin.emslander).