Abschlussarbeiten Bachelor und Master Prof. Hermann
In der Abteilung Klinische Psychologie werden Abschlussarbeiten (sowohl Bachelor- als auch Masterarbeiten) zu sehr unterschiedlichen Themen und mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen angeboten (z.B. Reaktionszeitexperimente, psychophysiologische Messungen, Fragebögen, Evaluation von Interventionen, Forschungssynthesen, Netzwerkanalysen). Im Folgenden finden Sie verschiedene Themenbereiche mit einer Liste möglicher Fragestellungen, die dann später gemeinsam konkretisiert werden wird. Zu den verschiedenen Fragestellungen können jeweils mehrere, jeweils voneinander unabhängige Arbeiten vergeben werden. Prinzipiell sind auch Gruppenarbeiten (zu zweit) möglich, allerdings nur nach vorheriger Absprache. Häufig bilden wir auch Teams aus Master- und Bachelorstudierenden, um Synergien zu schaffen. Einige der Masterarbeiten sind mit externen Kooperationspartner:innen geplant.
Hinweis: Grundsätzlich besteht für Masterstudierende auch die Möglichkeit der Betreuung von (hier nicht aufgeführten) externen Arbeiten oder die Erarbeitung eines eigenen Themas. Sollten Sie dies beabsichtigen, so wenden Sie sich direkt an Prof. Hermann zwecks Absprache einer möglichen (Mit-)Betreuung.
Über das genaue Vorgehen der Platzvergabe sind Sie bereits von den Studienkoordinatorinnen informiert worden.
(1) Schmerz und Trauma verstehen und behandeln
- Im Labor und in der Literatur: Erlebe und zeige ich mehr Schmerz, wenn ich (nicht) alleine bin? Die Auswirkungen von sozialem Kontext auf Schmerzerleben und Schmerzausdruck
- Wie gut messen wir eigentlich soziale Unterstützung? Messen wir damit auch das, was Menschen mit chronischen Schmerzen als wichtig erachten? Und wenn nicht, wie könnten wir das verbessern?
- (Psycho)Therapie bei Schmerzpatienten im ambulanten und stationären Setting – wirklich hilfreich und, falls ja, für wen? Analysen auf Gruppen- und Einzelfallebene
- Psychische Belastung und Behandlungserwartungen bei Patientinnen und Patienten mit neuropathischen Schmerzen (Klinik f. Neurologie)
- Wie beeinflussen chronische Schmerzen die Qualität, Struktur und Dynamik zwischenmenschlicher Beziehungen (konkret z.B. das Ausmaß an sozialer Unterstützung, die Größe des sozialen Netzes, die Gestaltung von Konflikten)?
- Wie könnte man Beeinträchtigungen in der sozialen Funktionsfähigkeit bzw. der Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen valide erfassen?
- Stigmatisierungserfahrungen bei Endometriose und Migräne
- Erfassung von Stigmatisierungserfahrungen: Systematische Review von Fragebogenverfahren
- Validierung eines Fragebogens zur Erfassung von Stigmatisierungserfahrungen
- Wie beeinflussen sich Traumasymptome und Schmerz?
(2) Psychopathologie, Emotionen und Emotionsregulation: Von adaptiv bis pathologisch
- Wie kann man das Verlernen von Angst effektiver machen und was bedeutet das für die Konfrontationstherapie?
(3) Belastungen im Studium
- "Stress mindset" im universitären Setting: Nützlich oder überflüssig?
- Lässt sich durch die Verbesserung des Schlafes neben Schlaf auch die Stressbelastung reduzieren? Evaluation eines Gruppentrainings zur Verbesserung des Schlafs.
- Profitieren Lehramtsstudierende in ihrer Examensvorbereitung von einer gruppenbasierten Intervention zu Prüfungsängstlichkeit?
(4) Evaluation von psychologischen Interventionen und Mechanismen von Psychotherapie
- Peer-to-peer Beratung: Wie lässt sich die Behandlung sozialer Ängste optimieren?
- Wie effektiv sind verschiedene universitäre Beratungsangebote?
- "Stress mindset" im universitären Setting: Nützlich oder überflüssig? (Interventionsstudie)
- Lässt sich durch die Verbesserung des Schlafes neben Schlaf auch die Stressbelastung und psychpathologische Symtome reduzieren? Evaluation eines Gruppentrainings zur Verbesserung des Schlafs.
- Wie werden Behandlungserwartungen eigentlich erfasst und welche Rolle spielen sie beim Erfolg von Psychotherapie?
- Weshalb scheiden Teilnehmer:innen trotz Bedarf vorzeitig aus psychologischen Interventionen aus? (Qualitative Studie)
(5) Evaluation von Lehrtherapien (im MSc KlinPsych)
- Einstellung zur Lehrtherapien aus Sicht der Patient:innen, Therapeut:innen und Praktikant:innen (quantitive und qualitative Erhebung)
(6) Placeboeffekte und deren potenzielle Wirkmechanismen
- Lässt sich das interpersonelle Erleben und Verhalten vor (und während) angstbesetzten sozialen Situationen mithilfe von Placebos positive beeinflussen?
- Wie wirkt sich eine mehrwöchige Open-Label-Placebo-Intervention auf die psychische Belastung besonders gestresster Studierender aus?
- Welche Wirkmechanismen liegen Placeboeffekten, insbesondere Open-Label-Placeboeffekten, zugrunde?
(7) Alltagserleben, Psychopathologie und neuronale Mechanismen:
Studien im Rahmen des DYNAMIC-Z-Projekts
Im Rahmen des standortübergreifenden DYNAMIC-Z-Projekts soll untersucht werden, wie sich psychische Beschwerden in einem Netzwerk aus verschiedenen Symptomen und Prozessen genauer beschreiben und verstehen lassen. Außerdem wird untersucht, welche Teile dieser Netzwerke besonders wichtig sind, um Verbesserungen im psychischen Befinden zu erzielen. Die Messungen umfassen Fragebögen, ökologische Momentaufnahme (EMA), Verhaltensaufgaben, MRT und EEG. Mögliche Themen können z.B. die Wichtigkeit bestimmter Symptome oder Symptommuster auf Einzel- oder Gruppenebene sowie ätiologische und prädiktive Fragestellungen umfassen.
(8) Interpersonelle Aspekte bei Depressionen
- Unterschiede in der Kontaktaufnahme bei Menschen mit Depressionen
- Inwieweit zeigen Personen mit Depressionen unterschiedliche Profile im interpersonellen Verhalten? Sind diese Profile mit unterschiedlichen interpersonellen Problemen assoziiert?
- Wie hängen depressive Symptome, soziale Kompetenzen und interpersonelle Probleme im zeitlichen Verlauf miteinander zusammen? In welcher temporalen Beziehung stehen diese Aspekte?