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Was kann ich tun?

Informationen für Eltern 

Falls Sie bei Ihrem Kind Anzeichen eines selektiven Mutismus erkennen, sollte eine ausführlich psychologische Diagnostik durchgeführt werden. Hierbei ist wichtig zu beachten, dass sich typische Verhaltensweisen des selektiven Mutismus (z.B. Schweigen, Ängstlichkeit, Zurückhaltung) in der Regel vor allem außerhalb des familiären Umfelds (z.B. in der Schule) äußern. Insofern kann ein selektiver Mutismus auch dann vorliegen, wenn das Kind zuhause problemlos spricht.

Falls bei Ihrem Kind eine positive Diagnose vorliegt: Selektiver Mutismus ist behandelbar. Hierbei gilt: Je früher eine Behandlung beginnt, desto besser. Unsere Abteilung bietet in Kooperation mit der verhaltenstherapeutischen Ambulanz eine Angstsprechstunde für Eltern und ihre Kinder an, um Sie bei dem Umgang mit selektivem Mutismus zu unterstützen. Weitere Informationen diesbezüglich finden Sie auf unserem Flyer.

Informationen für Erzieher:innen/Lehrer:innen

Häufig zeigt sich die Symptomatik der Erkrankung am ausgeprägtesten im Kindergarten und in der Schule, daher werden diese Orte häufig auch als  „Ort des Schweigens“ bezeichnet. ErzieherInnen und LehrerInnen kommt somit bei der Erkennung der Erkrankung eine bedeutende Rolle zu. Sollten Sie den Verdacht haben, dass bei einem der von Ihnen betreuten oder unterrichteten Kindern ein selektiver Mutismus vorliegen könnte, empfehlen wir Ihnen, dies in einem Elterngespräch offen anzusprechen. Je früher diese Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser. Die Betreuung und das Unterrichten eines selektiv mutistischen Kindes ist nicht einfach und kann bei betreuenden Personen zu Ratlosigkeit führen. Daher ist im Rahmen einer Behandlung die Kooperation zwischen behandelnden Therapeuten, Eltern und den ErzieherInnen/ LehrerInnen  von zentraler Bedeutung.

 Selektiver Mutismus in der Schule

Diese von Studierenden im Rahmen von Seminaren erstellten Erklärvideos geben Tipps für den Umgang mit Selektivem Mutismus in der Schule.