Workshops „Imkern in der Schule“ am Institut für Biologiedidaktik

10.08.2026
Im Sommersemester 2026 fanden gefördert durch dQSL-Mittel des ZfL am Institut für Biologiedidaktik der Justus-Liebig-Universität Gießen mehrere Workshops zum Thema „Imkern in der Schule“ statt. Das Angebot richtete sich an Lehramtsstudierende, die sich für die Bienenhaltung interessieren und sich vorstellen können, später eine Schulimkerei aufzubauen oder mit den Unterrichtskontext Honigbiene im Sinne einer BNE zu arbeiten. In Kleingruppen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Grundlagen der Imkerei, arbeiteten direkt an den Bienenvölkern des Instituts und lernten ausgewählte Unterrichtsmaterialien kennen.
Die Workshops wurden von Martin Linke durchgeführt. Im Mittelpunkt standen sowohl fachwissenschaftliche als auch fachdidaktische Aspekte der Schulimkerei. Neben dem Kennenlernen der biologischen Grundlagen der Honigbiene wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Imkerei gewinnbringend der Schule integrieren lässt. Für den Biologieunterricht eignet sich die Honigbiene zudem als Modellorganismus, an dem sich zahlreiche Inhalte des Kerncurriculums – von der Funktionsteilung im Organismus über Ökologie und Kommunikation bis hin zu Evolution und Biodiversität – exemplarisch erschließen lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen einer Schulimkerei. Thematisiert wurden unter anderem Anforderungen an Lehrkräfte und Schulen, notwendige Sicherheitsmaßnahmen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie der pädagogische Mehrwert einer Schulimkerei. Dabei wurde deutlich, dass eine Schulimkerei nicht nur authentische Lerngelegenheiten schafft, sondern zugleich die Förderung von Verantwortungsbewusstsein, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Wertschätzung biologischer Vielfalt unterstützt.



Die Fotos zeigen Workshopteilnehmende an den Bienenständen im Gelände des Philosophikums II.
Autor: Martin Linke