In ihrer Dissertation mit dem Arbeitstitel „Not Our Place?“ beschäftigt sich Annika mit der Entstehung der Jugend als eigene Kategorie auf der irischen Insel zwischen 1958 und 1983. Sie konzentriert sich auf Aspekte der (sozialen) Mobilität, der Emanzipation, der Sexualität und der Freizeit der „unspektakulären Jugend“, die sich im Umbruch befand, und untersucht, wie diese gewöhnlichen Jugendlichen Beziehungen (sowohl platonische als auch romantische) zwischen den Geschlechtern und Generationen innerhalb der sozialen Räume verhandelten. Indem sie sowohl lebensgeschichtliche Interviews als auch Walking Interviews durchführt und zeitgenössische Jugendmedien analysiert, beleuchtet ihre Arbeit sowohl die Produktion als auch die Reflexion des sozialen Wandels in dieser Zeit.
Ihre Doktorarbeit wird von Prof. Dr. Ulrike Weckel (JLU Gießen) und Dr. Róisín Healy (University of Galway) betreut und von der Hans-Böckler-Stiftung, dem Institut des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zur Förderung von Mitbestimmung, Forschung und Studium, finanziert. Außerdem erhielt Annika ein Stipendium des Deutschen Historischen Instituts in London, um in Irland für ihr Promotionsprojekt zu forschen und erhielt eine Einladung nach Mainz um ein einjähriges Abschlussstipendium des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte anzutreten.
Als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte Annika Anglistik, Geschichte und Germanistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der University of Galway, Irland. Ihr Auslandsjahr an der University of Galway, einschließlich eines von den Colleges of Arts, Social Sciences and Celtic Studies finanzierten Sommerstipendiums für ein Forschungsprojekt zur irischen Jugendkultur im 20. Jahrhundert. Das besagte Forschungspraktikum führte zu ihrer Bachelorarbeit „Sleepwalking through the Sixties?“ über die Studentenbewegung am University College Galway in den 1960er Jahren. Für ihre Masterarbeit „Rock'n'Roll Rebels“, ein historischer Vergleich der medialen Darstellung der „Teddy Boys“ in Irland und ihrem Pendant, der „Halbstarken“ in Deutschland, erhielt Annika dann einen Master of Education.