Über mich
Dr. Deborah de Muijnck ist promovierte Anglistin, wissenschaftliche Mitarbeiterin (PostDoc) und Koordinatorin der Internationalisierungstätigkeiten am GCSC.
Hintergrund: Von 2019 bis 2023 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Englische Literaturwissenschaft der RWTH Aachen, wo sie 2022 ihre Dissertation abschloss. Im Jahr 2023 war sie als Institutional Affiliate am Institute for World Literature an der Harvard University, und im Jahr 2024 als Visiting Research Fellow am Zentrum für Kulturwissenschaften der Karl-Franzens-Universität, Graz.
Als Redakteurin arbeitete sie in Köln, Berlin, Dortmund, München und Aachen und reiste von 2016 bis zu ihrer Ansiedlung in der Wissenschaft im Jahr 2019 als analoge Fotografie-Künstlerin rund um den Globus.
Lehre: Ihr Lehrportfolio umfasst den Bereich von der Literatur der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwartsliteratur, einschließlich englischsprachiger Weltliteratur wie Aboriginal- und Maori-Erzählungen. Seit Frühjahr 2019 hat sie Seminare, Workshops, Masterclasses und Vorlesungen an renommierten Institutionen in Europa unterrichtet, darunter die RWTH Aachen (Deutschland), die Karl-Franzens-Universität Graz (Österreich), Justus-Liebig-Universität Gießen (Deutschland), die Universität Bergamo (Italien), Universität Witten/Herdecke (Deutschland), Goethe-Universität Frankfurt (Deutschland), Universität Groningen (Niederlande) und an der Cátolica Universität Lissabon (Portugal).
Forschung: Ihre Forschungsinteressen wurzeln in der Skandalliteratur ab dem 18. Jahrhundert, in der Narratologie, und in der empirischen Ökokritik.
- Narration, Kultur, und Identität: In ihrer Dissertation mit dem Titel Cultural Models of Narrative Identity: The Case of Military Autobiographical Writing untersucht sie, wie britische Soldaten und Veteranen ihre Identität nach Kriegserlebnissen durch autobiografisches Erzählen rekonstruieren. Weitere Publikationen wie Pandemic Storytelling (Brill, 2025) und Poetics of Disturbances (Brill, 2024) befassen sich mit dem wechselseitigen Einfluss von Pandemien und Narrativität, dem Einfluss nicht-normativer Lebenserfahrungen auf das Erzählen und der wechselseitigen Beziehung zwischen Erzählung, Kultur und Identität (Routledge Companion, 2025).
- Literaturskandale: Ihre zweite Monographie (Habilitation) widmet sich dem literarischen Skandal als einer Form kultureller Überschreitung in Großbritannien vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. In diesem Rahmen untersucht sie, wie ästhetische Formen Anstoß erregen, öffentliche Debatten auslösen und gesellschaftliche Normen herausfordern. Forthcoming articles zu diesem Forschungsschwerpunkt erscheinen in renommierten internationalen Fachzeitschriften wie Style, Storyworlds und Frontiers of Narrative Studies. Darüber hinaus editiert sie gemeinsam mit Tero Vanhanen (Universität Helsinki) das Special Issue Narratives of Scandal and Shock für das internationale, peer-reviewed Journal Frontiers of Narrative Studies (De Gruyter).
- Postkoloniale Ökokritik: Dr. de Muijnck war Investigatorin des von NextGenerationEU (2024-2025) finanzierten Projekts Narratives for Ecological and Sustainable Transition (NEST). NEST vereint Postdocs von verschiedenen europäischen Universitäten, um die globalen Herausforderungen des Klimawandels durch die Untersuchung von Narrativen zu bewältigen, die das Bewusstsein schärfen, ethische Bedenken ansprechen und alternative Lösungen anbieten. Ihr Forschungsfokus liegt auf dem Transformationspotential zeitgenössischer, indigen-australischer Narrative.
Akademische Koordination: In ihrer Rolle als akademische Koordinatorin konzipiert, organisiert und leitet sie (inter)nationale Forschungsveranstaltungen wie Konferenzen, Sommerschulen und Symposien und koordiniert die binationalen Promotionsverfahren am Zentrum. Sie arbeitet besonders eng mit unseren Partneruniversitäten Stockholm, Helsinki, Warwick, Graz, Bergamo und der Cátolica in Lissabon sowie mit den beteiligten Universitäten des ESSCS zusammen. Sie leitet die Veröffentlichung von netzwerkbezogenen Forschungsergebnissen, unterstützt das Internationalisierungsmanagement strategisch und unterrichtet Seminare in Forschung und Selbstmanagement, akademischem Schreiben und Mental Health in High-Stress Situations.
Grants, Nominations, und Awards: Europäische Union/NextGenerationEU, italienisches Ministerium für Universität und Forschung (MUR) - Fondo Promozionee Sviluppo durch die DM 737/2021*, Martin Buber Society of Fellows, Bundesministerium für Forschung, Technologie, und Raumfahrt
ORCID-ID: 0000-0002-7863-2011