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FAQ und Feature-Wünsche

FAQ und Wünsche für Features

Was ist der JLU kiChat?

Der JLU kiChat ist ein Service des Hochschulrechenzentrums der Justus-Liebig-Universität Gießen. In Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) stellen wir die HAWKI-Plattform unter ki-chat.uni-giessen.de als Benutzerschnittstelle zur kostenlosen und datenschutzkonformen Nutzung großer Sprachmodelle an der JLU bereit.

Unser Ziel ist es, allen Mitgliedern der JLU die Möglichkeit zu geben, generative künstliche Intelligenz in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren und einen Begegnungsraum zu haben, damit sich eventuell neue Arbeitsweisen ergeben und eine hochschulinterne Diskussion über den Einsatz von KI entstehen kann. Dieses Angebot möchte auch die didaktische Auseinandersetzung mit KI ermöglichen, ein Verständnis für die Wirkungsweise eines solchen Sprachmodells zu entwickeln und gibt daher in den verschiedenen Bereichen auch Hinweise auf gut funktionierende Prompts (Texteingaben).

Wen kann ich für Fragen erreichen?

Kontakt: ki | Projektgruppe KI am Hochschulrechenzentrum | Justus-Liebig-Universität Gießen

Wir freuen uns über konstruktives Feedback, um dieses Angebot entsprechend Ihren Bedürfnissen und Erkenntnissen weiterzuentwickeln.

Über den Dienst

 

Warum muss ich mich anmelden?

Die Anmeldung mit Ihrer HRZ-Benutzerkennung wird nur als Zugangsberechtigung genutzt. So können wir Ihnen generative KI-Modelle zur Verfügung stellen, ohne dass Sie einen kostenpflichtigen Account bei externen KI-Diensten einrichten müssen. Ihre Anmeldedaten sind gegenüber den Diensten geschützt und werden vom HRZ nicht an OpenAI/ChatGPT, oder andere angebundene Dienstleister weitergegeben.

Wie funktioniert der JLU kiChat?

Dazu eine kurze Begriffserklärung:
Sprachmodelle (Large Language Models) sind zunächst einmal Datensätze bzw. Modelle, die Software und Hardware benötigen, um ausgeführt bzw. genutzt zu werden. Sprachmodelle können unter verschiedenen Lizenzen veröffentlicht werden. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen proprietären Sprachmodellen, wie etwa den GPT-Modellen (z. B. GPT-4) von OpenAI, und Open-Source-Sprachmodellen, wie beispielsweise den Mistral-Modellen von Mistral AI oder den Llama-Modellen von Meta. Proprietär bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Modelle nicht frei verfügbar sind, ihre Nutzung durch eine Lizenz geregelt wird und ggf. Lizenzgebühren anfallen können. Open-Source-Sprachmodelle können in der Regel kostenfrei heruntergeladen und verwendet werden. Allerdings entstehen dabei indirekte Kosten für die Beschaffung, Wartung und den Betrieb der notwendigen, in der Regel sehr leistungsfähigen Hardware.
Ein Sprachmodell kann über eine API, typischerweise eine REST-Schnittstelle, bereitgestellt werden. Nutzende erhalten dabei mittels eines Zugriffsschlüssels (API-Key) Zugang zu den Servern oder Rechnern, auf denen diese Sprachmodelle ausgeführt werden. Die Nutzung solcher APIs kann dabei – unabhängig davon, ob es sich um proprietäre oder Open-Source-Sprachmodelle handelt – mit Kosten verbunden sein, die meist nach Nutzungsumfang (z. B. Anzahl der Anfragen oder verwendeten Tokens) abgerechnet werden.

Ein Beispiel: ChatGPT bezeichnet ein Webinterface (chat.openai.com / chatgpt.com) sowie verschiedene mobile Apps des Anbieters OpenAI. Über diese Dienste kann über ein eingeschränktes kostenfreies Abonnement („Free-Tier“) oder ein umfangreicheres kostenpflichtiges Abonnement („ChatGPT Plus“) auf verschiedene Sprachmodelle (z. B. GPT-4o, o1, o3) von OpenAI zugegriffen werden. Neben dem Zugang über ChatGPT bietet OpenAI auch einen unabhängigen API-Zugang zu den Sprachmodellen an. Technisch erfolgt der Zugriff hier über eine REST-Schnittstelle (OpenAI API).
Die meisten großen Anbieter haben eigene Dienste, über die sie ihre Sprachmodelle anbieten. Weitere Beispiele neben ChatGPT sind "deepl.com" von DeepL SE, "Le Chat" von Mistral AI, "anthropic.ai" von Anthropic oder "chat.deepseek.com" von DeepSeek, um nur ein paar zu nennen. Die JLU bietet aktuell keine zentral beschafften Abonnement-Lizenzen für diese oder andere KI-Dienste an. 
Der JLU kiChat basiert auf HAWKI. HAWKI ist – ähnlich wie das Webinterface ChatGPT (chatgpt.com) – eine webbasierte Benutzeroberfläche. HAWKI wird von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Holzminden, Hildesheim und Göttingen (HAWK) in Zusammenarbeit mit dem KI-Team der JLU entwickelt und steht als Open-Source-Software zur Verfügung. Das bedeutet, dass der Quellcode von HAWKI frei heruntergeladen, auf eigenen Servern betrieben sowie individuell angepasst werden kann. Über das HAWKI-Interface lassen sich Sprachmodelle verschiedener Anbieter über entsprechende APIs (REST-Schnittstellen) einbinden. Die Vorteile liegen neben dem größtmöglichen Schutz personenbezogener Daten und der größeren Flexibilität durch die Nutzung verschiedener Anbieter vor allem in der größeren Souveränität, die durch die Nutzung kostenloser Open-Source-Sprachmodelle ermöglicht wird. Mehr Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der HAWK: https://www.hawki.info/
Die Justus-Liebig-Universität Gießen betreibt das HAWKI-Interface auf eigenen Servern unter dem Namen "JLU kiChat", um allen Angehörigen der JLU einen kostenfreien und DSGVO-konformen Zugang zu verschiedenen Sprachmodellen zu ermöglichen. Über den JLU kiChat werden ausgewählte Sprachmodelle per API (REST-Schnittstellen) eingebunden. Derzeit umfasst das Angebot:
  • Lokal an der JLU („on-premise“) betriebene Open-Source-Sprachmodelle des französischen Anbieters Mistral AI.
  • Von der GWDG auf deutschen Servern betriebene Open-Source-Sprachmodelle der Anbieter Meta AI, Mistral AI, Alibaba Cloud und DeepSeek.
  • Kostenpflichtige (proprietäre) Sprachmodelle: Diese werden z.T. außerhalb Europas auf den Servern der jeweiligen Anbieter betrieben.

Was sind lokal betriebene Sprachmodelle (ki@JLU)?

Lokal betriebene Sprachmodelle (ki@JLU) bedeutet, dass die Sprachmodelle nicht über externe Anbieter oder Server abgerufen werden, sondern direkt auf Servern des Hochschulrechenzentrums der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) installiert und betrieben werden (on-premise). Dadurch bleiben sämtliche Eingaben und Daten innerhalb der IT-Infrastruktur der Universität. Dies bietet besondere Vorteile hinsichtlich des Datenschutzes, da sensible Daten die Universität nicht verlassen und es so z.B. auch möglich ist Projektanträge zusammenzufassen oder andere Daten zu verarbeiten, die die JLU nicht verlassen sollten.

Wichtig zu beachten ist, dass dies nicht bedeutet, dass die JLU eigene Sprachmodelle entwickelt hat. Stattdessen nutzt die Universität vorhandene Open-Source-Modelle, welche lokal installiert und betrieben werden. Siehe auch "Wie funktioniert der JLU kiChat?".

Werden persönliche Daten an OpenAI oder andere weitergeleitet?

Nein, an die verwendeten APIs von OpenAI, der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen. (GWDG) oder weiteren Anbietern werden nur Ihre Eingaben (Prompts) weitergeleitet. Die Anbieter erhalten weder Ihre HRZ-Benutzerkennung noch Ihre IP-Adresse, der HRZ-Webserver übernimmt die DSG-VO-konforme Vermittlung. Die Nutzung aller Sprachmodelle ist anonym. In Ihren Eingaben (Prompts) sollten dennoch keine personenbezogenen Daten Dritter enthalten sein (siehe auch unsere Nutzungsbedingungen).

Was kann ich tun, wenn ich Probleme mit der Performance des HRZ KI-Chats habe?

Die lokalen KI-Systeme des HRZ befinden sich derzeit noch in einer Testphase, in der wir die Performance und Auslastung der Systeme kontinuierlich überwachen.

Sollten Sie bei Ihrer Arbeit Probleme mit der Performance des HRZ-KI-Chats feststellen, melden Sie diese bitte mit einer kurzen Beschreibung des Verhaltens an das KI-Team des HRZ. Sie helfen uns damit, die Qualität des Dienstes zu verbessern.

Mir fehlt eine Funktion im kiChat. Kann ich Vorschläge für neue Funktionen oder Verbesserungen machen?

Ja, wir sind immer offen für Feedback und sind bestrebt, allen Mitgliedern der JLU ein optimales digitales Erlebnis zu bieten. Wenn Sie eine Funktion vermissen, die Ihrer Meinung nach von Nutzen sein könnte, würden wir Ihre Rückmeldung sehr schätzen! Bitte beachten Sie, dass nicht alle Funktionen von ChatGPT mit den DSGVO-Richtlinien vereinbar sind. Weitere Informationen zu geplanten Entwicklungen finden Sie in der HAWKI-Roadmap. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und werden diese sorgfältig prüfen, um unser System kontinuierlich zu verbessern.

Bekannte Wünsche

  • Bild-Erzeugung:

    Derzeit bietet die kiChat-Plattform keine Bild-Erzeugung an. Wir schalten diese gerne frei, sollte sie konsteneffizient verfügbar werden.

  • Text-Transkription (Speech-to-Text):

    Derzeit bietet die kiChat-Plattform keine Text-Transkription an. Wir arbeiten gemeinsam mit der HAWK an einer datenschutzkonformen Lösung.

  • Dokumenten-Upload:

    Ist aktuell in Arbeit und für Q4/25 avisiert.

  • Nutzung eigener Inhaltsdaten (Retrieval-Augmented Generation / RAG):

    Eine Implementierung ist für Q2/26 geplant.

  • Direkter API-Zugang:

    Nutzen Sie unseren API-Service.

Werden personenbezogene Daten gespeichert, kontrolliert oder ausgewertet?

Nein, es werden keine personenbezogene Daten gespeichert, kontrolliert oder ausgewertet. Daten, die an die Sprachmodelle gesendet werden, werden nicht verwendet, um diese zu trainieren oder zu verbessern. Für die Nutzungsanalyse werden in anonymisierter Form die folgenden Daten vom HRZ erfasst: Anzahl der Anmeldungen und die Anzahl der an die Sprachmodelle gestellten Anfragen pro Tag.

Entstehen bei der Nutzung Kosten?

Für Sie als Nutzende werden die Sprachmodelle kostenfrei bereitgestellt. Die entstehenden Kosten für die Nutzung der angebundenen kostenpflichtigen Provider wie bspw. OpenAI, Google und Anthropic werden zurzeit zentral vom HRZ getragen. Die Kosten werden dabei anhand der Anzahl der Worte in den Eingaben (Prompts) und der von den Sprachmodellen generierten Antworten berechnet.

Sie können aktiv dazu beitragen Kosten zu sparen, indem Sie:

  • Die lokalen KI-Modelle des HRZ oder die Modelle der GWDG nutzen: Diese Modelle verursachen keine zusätzlichen Kosten und sind für viele Anfragen ausreichend leistungsfähig.
  • Ein kostengünstigeres Sprachmodell verwenden: z.B. OpenAI: "mini", "nano", Anthropic: "Sonnet", Google: "Flash". Diese Modelle sind im Vergleich zu leistungsstärkeren Varianten deutlich günstiger (etwa um den Faktor 10) und bieten eine gute Balance zwischen Kosten und Leistung. Sie eignen sich gut für allgemeine Fragen und Antworten.
  • Lange Chatverläufe vermeiden: Die Antwortqualität bleibt hoch, wenn der Chatverlauf nur relevante Informationen zum Thema enthält. Entfernen Sie oder kürzen Sie Beiträge, die nichts zur aktuellen Frage beitragen. Wenn Sie einen neuen Chat starten, findet diese Konversation unabhängig von den bisherigen Chatverläufen statt.
  • Das WebSearch Feature verursacht zusätzliche Kosten. Die unterstützen Modelle entscheiden zwar selbst, ob eine WebSearch für eine Antwort notwendig ist, Sie können aber selbst zur Kostenreduktion beitragen, indem Sie verantwortungsbewusst mit diesem Feature umgehen. 

Gibt es irgendwelche Limitierungen?

Aktuell gibt es keine Limitierung der angebotenen Modelle.

Da sich sowohl das Angebot im Bereich Künstlicher Intelligenz als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich weiterentwickeln, kann es jedoch erforderlich sein, das Angebot zukünftig anzupassen. Sollten Datenschutzbehörden in laufenden Musterverfahren zu dem Ergebnis kommen, dass bestimmte kommerzielle KI-Dienste nicht rechtskonform sind, wird das HRZ umgehend reagieren und die Nutzung dieser Dienste gegebenenfalls einschränken oder aussetzen.

Zudem behält sich das HRZ vor, bei einer ungünstigen Kostenentwicklung den Zugang zu bestimmten Modellen zu begrenzen oder deren Nutzung zu limitieren, um die Wirtschaftlichkeit des Angebots sicherzustellen.

Welche Daten werden erhoben?

Administratoren können Ihre Daten zu keiner Zeit einsehen. Ihre Daten werden bereits auf Ihrem Gerät verschlüsselt, bevor sie an den Server gesendet und dort gespeichert werden. Dadurch bleiben sie geschützt – selbst für die Betreiber des Systems.

Das HRZ erfasst und analysiert die Nutzung generativer KI an der JLU, um den zuständigen Gremien regelmäßig Berichte bereitzustellen. Dabei werden unter anderem die Anzahl der Nutzenden, das Nutzungsvolumen (z. B. Zahl der Anfragen) sowie die dadurch entstehenden Kosten bei kommerziellen Anbietern (abhängig von der Token-Nutzung) ausgewertet. 

Welche Sprachmodelle finde ich im JLU kiChat und welche eignen sich am besten für meinen Anwendungsfall?

Für die Bereitstellung des Dienstes nutzen wir verschiedene Sprachmodelle, die über einen LLM-Proxyserver eingebunden werden. Daten, die an die angebundenen Sprachmodelle gesendet werden, werden nicht verwendet, um diese Modelle zu trainieren oder zu verbessern.

Die eingesetzten Sprachmodelle erkennen Sie am jeweiligen Namen im Model-Selektor, der rechts oberhalb des Chat-Fensters erscheint, wenn Sie in das Fenster klicken.

Sprachmodelle haben unterschiedliche Stärken. Probieren Sie gerne pro Anwendungsfall aus, was am besten funktioniert. Mehr Informationen zu im JLU kiChat verfügbaren Modellen finden Sie unter den folgenden Links:

Wie funktioniert der Dokumentenupload?

Mit dem Dokumentenupload können Sie eigene Dateien – zum Beispiel PDFs, Word-Dokumente oder andere Textdateien – hochladen und den Sprachmodellen als Kontextinformationen bereitstellen.

Die reine Verarbeitung findet ausschließlich in der geschützten Umgebung des HRZ statt. Ihre Daten bleiben also sicher und werden bei Upload noch nicht an externe Anbieter weitergegeben.

Die hochgeladenen Dateien werden nicht direkt an die LLMs oder Provider übermittelt. Nach dem Upload werden die Dateien von einem Analyse-Algorithmus verarbeitet, um deren Inhalte für die Verarbeitung durch LLMs vorzubereiten.  

Wechseln SIe von einem lokalen bzw. nicht-kommerziellen Provider (z. B. ki@JLU oder GWDG) zu einem kommerziellen Provider (z. B. OpenAI), werden weder die ursprüngliche Datei noch die daraus erzeugte Analyse-Version (Markdown) an OpenAI weitergegeben.

Stattdessen wird nur das Ergebnis der vorherigen Verarbeitung verwendet, beispielsweise eine Zusammenfassung, die das ki@JLU-Modell erzeugt hat.

Dadurch kann das neue Modell trotzdem sinnvoll auf Inhalte Bezug nehmen, obwohl der direkte Datei-Upload an OpenAI in dieser Instanz deaktiviert ist.

Hochgeladene Dateien werden für 6 Monate auf dem HRZ Server gespeichert und danach vollständig entfernt.

Bitte laden Sie trotzdem keine sensiblen oder personenbezogenen Informationen hoch.

Was bedeutet Websuche?

Über die Websuche können Sie in Echtzeit Informationen aus dem Internet in ihre Anfragen einbeziehen. So können Sie Informationen oder Zusammenfassungen von aktuellen Inhalten, wie etwa Nachrichten, aber auch wissenschaftliche Veröffentlichungen, Zitate und Dokumente in die Antwort des Sprachmodells  einfließen lassen. Die Websuche findet ausschließlich über geprüfte Schnittstellen statt, sodass keine personenbezogenen Daten an Dritte weitergegeben werden. Bitte beachten Sie, dass die Qualität der Ergebnisse von den im Internet verfügbaren Quellen abhängt und das HRZ keine Gewähr für deren Richtigkeit garantieren kann. Es kann außerdem sein, dass das Sprachmodell die zitierten Quellen fehlerhaft oder ungenau wiedergibt. Verwenden Sie den Output nicht ungeprüft weiter.

Warum muss ich bei jedem Login meinen Wiederherstellungscode eingeben?

Mögliche Ursachen:

1. Der Browser löscht Cookies beim Beenden automatisch

Der kiChat speichert den Wiederherstellungsschlüssel verschlüsselt als Cookie in Ihrem Browser. Wird dieses Cookie beim Schließen des Browsers gelöscht, muss der Wiederherstellungscode bei jeder Anmeldung erneut eingegeben werden.

Bitte prüfen Sie die entsprechenden Einstellungen in Ihrem Browser:

    •    Google Chrome
Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Website-Einstellungen → Zusätzliche Inhaltseinstellungen → Websitedaten auf dem Gerät
Stellen Sie sicher, dass der kiChat keinen Eintrag bei „Cookies und Websitedaten beim Schließen aller Fenster löschen“ hat.
Alternativ kann der kiChat unter „Websites, die immer Cookies verwenden dürfen“ als Ausnahme hinzugefügt werden.


    •    Mozilla Firefox
Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Cookies und Website-Daten
Deaktivieren Sie „Cookies und Website-Daten beim Beenden von Firefox löschen“ oder fügen Sie den kiChat unter „Ausnahmen verwalten“ hinzu.


    •    Microsoft Edge
Einstellungen → Datenschutz, Suche und Dienste → Browserdaten beim Schließen löschen
Stellen Sie sicher, dass Cookies nicht automatisch gelöscht werden oder hinterlegen Sie eine Ausnahme für den kiChat.


2. Browser-Erweiterungen (Adblock, uBlock Origin) löschen Daten
→ Lösung: kiChat-Domain zu Ausnahmen hinzufügen

3. Private/Inkognito-Modus
→ Lösung: Normales Browser-Fenster verwenden

4. Firefox Enhanced Tracking Protection (Strict Mode)
→ Lösung: kiChat zu Ausnahmen hinzufügen oder "Standard" Mode verwenden

 

Nutzung von generativer KI

 

Gibt es Regeln für die Nutzung?

Ja, diese werden in unseren Nutzungsbedingungen im Detail erläutert. Je nach verwendetem KI-Modell (lokal oder extern) können von den hier genannten Reglungen Abweichungen Anwendung finden. Hier die wichtigsten Regeln:

  • Es ist nicht erlaubt, personenbezogene Daten in der Eingabe (Prompt) zu verwenden.
  • Es ist nicht erlaubt, urheberrechtlich geschützte Werke in der Eingabe (Prompt) zu verwenden.
  • Es ist nicht erlaubt, vertrauliche Daten der JLU in der Eingabe (Prompt) zu verwenden.

Was kann ich mit KI machen?

Künstliche Intelligenz kann ein zeitsparender Assistent sein, der die Arbeitserfahrung und fachliche Kompetenz der Nutzenden erfordert, um genaue Anweisungen zu formulieren und mit den Entwürfen weiterzuarbeiten. 

Erstellung, Überarbeitung und Zusammenfassung von Texten
KI kann verwendet werden, um Texte zu verfassen, zu überarbeiten und zusammenzufassen. Sie ermöglicht es, Rohentwürfe zu erstellen, grammatikalische Fehler zu korrigieren und große Textmengen in prägnante Zusammenfassungen zu verwandeln. Diese Anwendungen sind besonders nützlich für Studierende, Forschende und Fachleute, die regelmäßig mit schriftlichen Inhalten arbeiten.

Übersetzung von Texten in über 50 Sprachen
KI-gestützte Übersetzung bietet die Möglichkeit, Texte schnell und mit anderen automatisierten Übersetzungsdiensten vergleichbar präzise in mehr als 50 verschiedene Sprachen zu übersetzen. Dies erleichtert nicht nur die Kommunikation und den Austausch von Informationen über Sprachbarrieren hinweg, sondern ermöglicht auch bspw. Transformationen von Texten in einfache Sprache. Dies ist besonders nützlich, um komplexe Inhalte verständlicher zu machen und inklusive Kommunikation zu fördern. Dabei bleibt die (Fremd-)Sprachkompetenz von Nutzenden gefragt, um die automatischen Übersetzungen der KI kontextsensibel zu optimieren. 

Unterstützung bei täglichen Aufgaben
KI kann zur Effizienzsteigerung und Unterstützung bei täglichen Aufgaben genutzt werden, beispielsweise zur Datenanalyse, zum Generieren von Programmiercode bzw. Scripten oder zur Automatisierung routinemäßiger Prozesse.

Individuelle Hilfestellung bei technischen Problemen
Bei technischen Problemen, z.B. mit Software, können KI-Systeme individuelle Hilfestellungen bieten. Sie können Fehler diagnostizieren, Lösungen vorschlagen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen bereitstellen und so gegenüber klassischen Suchmaschinen effizienter zur Problemlösung beitragen.

Personalisierte Unterstützung bei Recherche und Wissenserwerb
KI-Tools können, wenn ihnen entsprechende Informationen bereitgestellt werden, personalisierte Unterstützung bei der Recherche und dem Wissenserwerb bieten, indem sie relevante Informationen aus großen Datenmengen filtern und aufbereiten. Sie können bei der Literaturrecherche, der Identifikation relevanter Studien und der Zusammenstellung von Informationen zu spezifischen Themen helfen. Hierbei ist zu beachten, dass KI-Systeme ohne Ihre aktive Anweisung über die Benutzeroberfläche keine Anbindung an das Internet haben, sodass die Sprachmodelle nur Informationen bis zu einem historischen Zeitpunkt bereitstellen können.

Vorbereitung von Lehrmaterialien
Lehrende können KI als ergänzendes Werkzeug zur Vorbereitung von Lehrmaterialien nutzen, müssen jedoch sicherstellen, dass alle Inhalte auf ihre Richtigkeit und Relevanz überprüft werden.

Weitere mögliche Anwendungsfelder
Weitere mögliche Anwendungsfelder umfassen die Erstellung von Vorlagen und Musterschreiben, die Durchführung von komplexen Berechnungen, die Erstellung von Checklisten und Anleitungen, die Unterstützung von Ideenfindung und Brainstorming-Prozessen, den KI-Chat als Feedback-Geber zu eigenen Texten und Ideen oder als Strukturierungshilfe.

Wenn Sie KI in Kontexten wie Lehre oder Verwaltung einsetzen, bedenken Sie, dass die KI-Vorerfahrungen und Bedienkompetenz von Mitgliedern und Angehörigen der JLU stark variieren können. Anders als externe KI-Angebote soll der JLU kiChat einen niedrigschwelligen, sicheren und für einzelne Nutzende kostenfreien Zugang zu generativer KI bieten, um Ungleichheiten in der Zugänglichkeit zu vermeiden.

Gibt es Empfehlungen für den Umgang mit den Ergebnissen?

Die Antworten der KI können veraltete, falsche oder halluzinierte Informationen enthalten. Es liegt in der Verantwortung der Nutzenden, die Ergebnisse auf Richtigkeit zu prüfen. Eine direkte Verwendung der Ergebnisse wird nicht empfohlen.

Machen Sie sich mit der Funktionsweise der generativen KI, ihren Vorteilen, Nachteilen und Risiken vertraut. Weitere Informationen finden Sie in unseren themenspezifischen Weiterbildungen.

Wem gehören die Urheberrechte und Verwertungsrechte an Medien, die von KI-Systeme erzeugt werden?

In Deutschland werden Fragen der Urheberschaft für KI- generierte Medien durch das Gesetz über Urheberrecht (UrhG) geregelt, das hier eine eindeutige Position einnimmt. Damit der Output eines KI-Systems überhaupt urheberrechtlich geschützt sein kann, muss es sich um ein Werk handeln. Als Werke sind im Sinne des § 2 Abs. 2 UrhG persönliche geistige Schöpfungen definiert, die eine hinreichende Schöpfungshöhe aufweisen. Dies impliziert nach geltender Rechtsauffassung, dass eine Werkschöpfung nur durch menschliches Schaffen entstehen kann. KI-Systeme sind keine Menschen und deshalb kann ihr generierter Inhalt keine persönliche geistliche Schöpfung sein. Damit ist das Vorliegen eines Werks im Sinne des UrhG ausgeschlossen und das deutsche Urheberrecht greift für durch KI-Systeme generierte Outputs zunächst nicht.

Dennoch gibt es wesentliche Konstellationen, in denen sehr wohl Urheberrechte am Output eines KI-Systems vorliegen können. Auch stellen sich bei der Verwertung von KI-generierten Medien Fragen, die über das Urheberrecht hinausgehen. Mehr Informationen liefern die folgenden beiden Abschnitte. 

In welchen Fällen kann die Ausgabe von KI-Systemen urheberrechtlich geschütztes Material enthalten?

Direkte Kopien bestehender Werke: Das grundlegende technische Funktionsprinzip generativer KI-Systeme stellt sicher, dass keine direkten Kopien oder „Abschriften“ existierender Werke erzeugt werden konnten. Dies ändert sich durch die Fähigkeit moderner Systeme, die bei der Generierung ihrer Antworten eine Internetrecherche durchführen oder auf eigene Wissensdatenbanken zugreifen können. In diesem Fall können in beliebigem Umfang direkte Zitate und Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken im Output des KI-System enthalten sein, deren weitere Verwendung dann dem deutschen Urheberrecht unterfällt.

Zufällige Ähnlichkeiten: Ein KI-System kann zufällig ein Werk generieren, das einem urheberrechtlich geschützten Werk sehr ähnlich ist oder diesem gleicht, ähnlich wie dies auch bei menschlichen Autoren passieren kann. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) sieht bereits bei elf aufeinanderfolgenden Wörtern eine mögliche geistige Schöpfung, die unter das Urheberrecht fällt (EuGH GRUR 2009, 1041 Rn. 48 – Infopaq). Hier läge dann eine Vervielfältigung vor (§ 16 UrhG). Eine Publikation solcher zufällig ähnlicher Inhalte könnte eine Urheberrechtsverletzung darstellen, falls kein Einverständnis des Rechteinhabers vorliegt, weshalb Nutzer Vorkehrungen treffen sollten, um unbeabsichtigte Rechtsverstöße zu vermeiden.

Urheberschaft durch die Nutzenden selbst: Wenn die vorgenannten Fälle nicht vorliegen, können die Nutzenden durchaus auch selbst die Urheberschaft auf den Output eines KI-Systems beanspruchen. Davon ist auszugehen, wenn die Herstellung des Inputs originär durch die Nutzenden erfolgt ist und dabei eine hinreichende Schöpfungshöhe erreicht hat. In solchen Fällen ist bereits der Input als Werk im Sinne des § 2 Abs. 2 UrhG aufzufassen. Damit liegt auch das Urheberrecht am Output bei den Nutzenden, weil der Output lediglich eine technische Verarbeitung des Inputs darstellt. Pointiert formuliert: Wer schlau genug promptet, kann Urheberin bzw. Urheber des Outputs werden.

Darf ich urheberrechtlich geschütztes Material als Teil eines Prompts in ein KI-System eingeben?

Der Output kann deshalb ein Werk sein, weil bereits der Input urheberrechtlich geschützt war. Wird ein urheberrechtlich geschütztes Werk oder Teile daraus als Prompt in ein KI-System eingegeben, handelt es sich um eine Vervielfältigung vor (§ 16 UrhG). Haben Nutzende kein entsprechendes Nutzungsrecht für das Werk erworben, kann diese Vervielfältigung eine Rechtsverletzung darstellen. 
Dies ist der Fall, wenn es Rechte Dritter am Input gibt. Ein typisches Beispiel ist das Einkopieren von Textpassagen aus einem vorbestehenden Werk mit dem Zweck, dieses Werk durch das KI-System verändern zu lassen, z.B. indem es übersetzt, zusammengefasst oder gekürzt wird. Hier liegt grundsätzlich eine Bearbeitung oder Umgestaltung des Werks vor (§ 23 Abs. 1 Satz 1 UrhG). Die Verwertung des bearbeiteten oder umgestalteten Werks erfordert die Zustimmung des Urhebers. Im direkt folgenden Satz schränkt das UrhG aber ein, dass eine solche zustimmungspflichtige Verwertung nicht mehr vorliegt, wenn das neu geschaffene Werk einen hinreichenden Abstand zum benutzten Werk hat. Ein hinreichender Abstand kann bestehen, wenn das ältere Werk als bloße Anregung für ein eigenständiges Werk dient, hinter dessen Individualität die Züge des fremden Werkes verblassen. Dann kann es sich um eine freie Benutzung des Werks handeln (§ 23 Abs. 1 Satz 2 UrhG), die aber nur im Einzelfall zu klären ist. Die freie Benutzung würde dann dazu führen, dass dem Urheber des fremden Werks an dem neuen Werk kein Urheberrecht zusteht.

Welche Vorgaben gelten für Prüfungen und Hausarbeiten?

Es gelten die Vorgaben der Prüfungsordnungen und der guten wissenschaftlichen Praxis. Inhalte, die nicht von Ihnen selbst erstellt wurden, müssen kenntlich gemacht werden (Zitationsrichtlinien). Übernehmen Sie Inhalte ohne Kennzeichnung, kann ein Täuschungsversuch oder ein wissenschaftliches Fehlverhalten vorliegen und entsprechende Konsequenzen zur Folge haben. Grundsätzlich kann generative KI nur als Hilfsmittel dienen.

Näheres finden Sie in der Leitlinie Verwendung von KI in Prüfungen an der JLU Gießen.

Muss ich auch außerhalb von Lehre und Forschung mit KI erstellte Inhalte kenntlich machen?

Wenn Sie generative KI als Arbeitsunterstützung verwenden und alle Ergebnisse sorgfältig prüfen und eigenständig weiterverarbeiten, ist es i.d.R. nicht nötig, die Herkunft für andere kenntlich zu machen, ähnlich wie bei der Verwendung eines Übersetzungsprogramms, dessen Output Sie eigenständig geprüft und überarbeitet haben. Wir ermutigen Sie, sich mit Ihren Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten über den Einsatz generativer KI in der täglichen Arbeit transparent auszutauschen.

 

 

Über generativer KI

 

Wie verhindere ich falsche Infos (Halluzinationen) der KI?

Grundsätzlich sollte man generative KI Systeme nicht als Suchmaschinen, sondern als datenverarbeitende Systeme verstehen. Das heißt, dass wir zwar das Weltwissen der KI nutzen können, um uns Dinge erklären zu lassen, die KI jedoch nicht immer alle notwendigen Informationen zur Beantwortung einer Frage hat und genau wie Menschen dazu neigt, Wissenslücken auf Grundlage von Interpretationen des vorhandenen Wissens zu "füllen". 

Um falsche Informationen ("Halluzinationen") von KI-Systemen zu minimieren, können folgende Strategien hilfreich sein:

Prompts konkret formulieren: Klare und präzise Fragen stellen, um die KI auf spezifische Informationen zu lenken und Missverständnisse zu vermeiden.

Kontext mitgeben: Dem KI-System ausreichend Hintergrundinformationen geben. Kontextarmes Arbeiten kann Halluzinationen begünstigen, da die KI dann eher „raten“ muss.

Quellen prüfen: Informationen, die die KI liefert, idealerweise mit externen, vertrauenswürdigen Quellen überprüfen. Falls Unsicherheiten bestehen, nach detaillierteren Belegen fragen. Achtung: KI-Sprachmodelle, die nicht an das Internet angebunden sind, können i.d.R. keine validen Quellenangaben machen, "halluzinieren" aber ggf. Quellen. Externe Quellenprüfung ist daher besonders wichtig.

Training der KI - Lernt die KI von meinen Eingaben?

Die innerhalb der kiChat Plattform eingesetzten KI Modelle werden nicht mit Ihren Eingaben trainiert. Dennoch "lernen" die Sprachmodelle innerhalb eines einzelnen Chatverlaufs aus dem ihnen bereitgestellten Gesprächskontext und können darauf reagieren. Dies kann je nach Gesprächsführung zu besseren oder schlechteren Ergebnissen führen, je nachdem welche Informationen und Anweisungen dem Sprachmodell bereitgestellt werden. 

Auf welche Informationen kann die KI zugreifen?

 

Zunächst basiert jeglicher Output, den generative KI- Systeme liefern, auf dem vorherigen Training mit einem gegebenen Korpus von Daten. Um eine Orientierung zu geben, wird nachfolgend das KI-System „ChatGPT“ als Beispiel verwendet, das durch das Unternehmen OpenAI LP angeboten wird, im Folgenden „OpenAI“ genannt. Nach Angaben von OpenAI hat das Training des KI-Systems ausschließlich mithilfe öffentlich zugänglicher Texte aus dem Internet stattgefunden. OpenAI hat nicht spezifiziert, welche Dokumente in den Trainingsdaten enthalten sein sollten. Die automatisierten Trainingsprozesse von ChatGPT haben “alles gelesen, auf das sie zugreifen konnten”. Dies beinhalte nach Angabe von OpenAI eine große Bandbreite an Texttypen aus verschiedensten Bereichen, darunter Bücher, Journale, Blogs, Foren, beliebige Webseiten und andere schriftliche Materialien. ChatGPT sei dabei nicht in der Lage gewesen, auf geschützte Datenbanken, Abonnementdienste oder vertrauliche Informationen zuzugreifen. 

 

Können Sprachmodelle aus Texten zitieren?

OpenAI habe nach eigenen Aussagen keine Informationen über die spezifischen Texte gespeichert, die ChatGPT während des Trainings gesehen hat. Stattdessen habe das Modell gelernt, Muster in den Daten zu erkennen und auf Grundlage dieser Muster neue Texte zu generieren. ChatGPT habe deshalb keinen Zugang zu oder Wissen über spezifische Dokumente, Bücher, akademische Arbeiten oder andere konkrete Quellen, die es während des Trainings verarbeitet hat.

Zitate können demnach sowohl Zufallstreffer als auch Halluzinationen sein. 

 

Nachhaltigkeit im Kontext generativer KI

Ein Gastbeitrag aus dem Büro für Nachhaltigkeit der JLU.

Wie hoch ist der Ressourcenverbrauch von KI?

KI bietet großes Potenzial zur Effizienzsteigerung, hat jedoch auch einen messbaren ökologischen Fußabdruck – insbesondere durch Energie- und Wasserverbrauch. Da immer leistungsfähigere Modelle entwickelt werden, steigt der Ressourcenbedarf kontinuierlich an.

Der Ressourcenverbrauch kann grundsätzlich in verschiedenen Phasen betrachtet werden. Ein erheblicher Teil des Energiebedarfs entsteht in Rechenzentren bereits beim Training der Modelle. Für Endverbraucher*innen ist vor allem die KI-Nutzung eine wichtige Stellschraube. Der konkrete Ressourcenverbrauch variiert u. a. je nach Anfrage, Anzahl der Anfragen und dem verwendeten Modell.

Beispiel: Eine textbasierte Anfrage an ChatGPT verbraucht etwa 0,0029 kWh Strom. Hochgerechnet auf die Anfragerate im Dezember 2024 von 1 Milliarde Anfragen pro Tag entspricht dies einem jährlichen Stromverbrauch von etwa 1.058 GWh. Dies wiederum ist vergleichbar mit dem Gesamtenergiebedarf von 100.000 US-Haushalten oder dem täglichen Aufladen von ca. 225 Millionen Smartphones für ein Jahr und übersteigt jeweils den Jahresverbrauch einzelner Ländern wie Barbados oder Haiti (Quelle: AI’s Power Demand: Calculating ChatGPT’s electricity consumption for handling over 365 billion user queries every year - BestBrokers.com). Eine ChatGPT-Anfrage benötigt somit etwa 10-mal mehr Energie als eine Google-Suchanfrage (0,0029 kWh vs. 0,0003 kWh). Besonders ressourcenintensiv sind KI-Modelle mit Sprach-, Bild- oder Videoverarbeitung, da sie deutlich mehr Rechenleistung beanspruchen.

Wie kann ich meinen KI-Fußabdruck reduzieren?

Durch bewusstes Nutzung von KI lässt sich der Ressourcenverbrauch senken. Mögliche Maßnahmen sind:

  • Alternative Suchmethoden nutzen: Für einfache Informationsrecherchen bietet es sich an, klassische Suchmaschinen statt KI-Anwendungen zu verwenden.
  • Gezielte Modellwahl: Kleinere oder spezialisierte KI-Modelle nutzen, wenn sie für die Aufgabe ausreichen. Beispielsweise benötigt GPT-4o mehr Ressourcen als GPT-4o mini. OpenAI-Modelle erfordern zudem höhere Rechenleistung als ki@jlu.
  • Effizientes Prompten: Präzise und durchdachte Anfragen formulieren, um unnötige Rechenleistung zu vermeiden.

Wie kann ich dazu beitragen, Kosten für KI-Nutzung an der JLU zu reduzieren?

KI bietet viele Vorteile, aber auch Herausforderungen im Ressourcenverbrauch. Neben ökologischen Aspekten spielen auch ökonomische Faktoren eine Rolle, da hohe Rechenleistung mit steigenden Kosten verbunden ist. Für Nutzer*innen ist die Anwendung sämtlicher KI-Modelle zwar kostenlos, jedoch fallen für die JLU bei der Nutzung kostenpflichtiger Modelle (z. B. OpenAI) anstelle der lokalen Variante „ki@jlu“ Gebühren an. Diese Kosten hängen von der Länge der Prompts, der Antworten und des Chat-Verlaufs ab. Durch einen bewussten Umgang mit KI kann jedes Mitglied der JLU dazu beitragen, Energie zu sparen und die Kosten für die Hochschule zu reduzieren.