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Lisa Yashodhara Haller, Silke Chorus, 2013: Care, Wert und der Wohlfahrtsstaat. Plädoyer für die Berücksichtigung des Staates als zentraler Akteur der politischen Ökonomie, In: Denknetz Jahrbuch 2013. Care statt Cash. S. 65-74.

Der Grundlagentext geht den Organisationsformen von Care-Dienstleistungen in kapitalistischen Wirtschaften nach. Weil mit dem Begriff Care zwar der Inhalt von Tätigkeiten beschrieben wird, die Form der darunter subsumierten Tätigkeiten jedoch unbestimmt bleibt, ist deren Bedeutung für eine Kritik der politischen Ökonomie auch unter feministischen Autorinnen unbestimmt. Dieser Leerstelle nimmt sich der Beitrag an, indem er die Frage verfolgt,inwiefern die Struktureigenheiten von Care innerhalb kapitalistischer Wirtschaftssysteme deren Organisationsform bestimmen. In einem ersten Schritt wird die Organisationsform, im Zuge derer Tätigkeiten, diesseits oder jenseits der Wertform ausgeführt werden, als Kriterium ihrer Wertrealisierung herausgearbeitet.Anschließend werden am Gegenstand der Erziehung, Betreuung und Kindesfürsorge beispielhaft die Grenzen der Wertrealisierung umrissen sowie das daraus resultierende Strukturproblem wertformdominierter Ökonomien aufgezeigt. Herausgearbeitetwird die zentrale Rolle staatlicher Regulierung, die notwendig ist, um Ökonomien nach der Wertform ausrichten zu können. Dabei werden die Bedeutung der sozial- und familienpolitischen Ausgestaltung wohlfahrtsstaatlicher Politik für die konkreten Formen von Care-Tätigkeiten skizziertsowie die sich hieraus ergebenden Herausforderungen für eine feministische Kritik der politischen Ökonomie benannt. Der Text ist frei verfügbar und kann hier eingesehen werden »