Abstract
Ziel meiner Bachelorarbeit wird es sein, die radikale Umgestaltung der Geburtshilfe und des Gebärprozesses im Kontext von Ökonomisierung, Technisierung, Medikamentalisierung und Hospitalisierung zu beleuchten und dabei herauszuarbeiten, welche Folgen diese strukturellen Veränderungen auf den individuellen Gebärprozess haben. Es soll untersucht werden, inwiefern sozio-politische Veränderungen in den Raum des Gebärens eingreifen und ihn zu
einem „öffentlichen Raum“ machen, in dem diese Diskurse am Körper der Frau verhandelt werden und somit verleiblicht sichtbar werden können. Dementsprechend liegt der Fokus der Analyse auf der Wechselwirkung zwischen Makro- und Mikroebene und den jeweiligen gegenseitigen Abhängigkeiten. Dabei stehen vor allem Sicherheitsdiskurse und Standardisierungsprozesse im klinischen Kontext und wie diese in die Selbstbestimmtheit und Freiheit der Frau* eingreifen im Vordergrund.
Ferner wird angedacht, die Arbeit empirisch anzulegen und qualitative Interviews zu führen. Dabei soll es vor allem darum gehen, die individuelle Betroffenenposition der jeweiligen Frau zu erfassen, um diese hinsichtlich möglicher Makrozusammenhänge zu analysieren.