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iFZ Masters 2020

Master-Arbeiten sind oft der erste Schritt hin zur eigenständigen Forschung. Das Interdisziplinäre Forschungszentrum (iFZ) der Justus-Liebig-Universität hat als wissenschaftliche Infrastruktur und interdisziplinäres Zentrum einen bedeutenden Anteil an dem research-based teaching der Fachgebiete Biologie, Agrar-, Ernährungs- und Umweltwissenschaften. Neben den Laboren der iFZ-Institute bieten fächerübergreifende, gemeinsam genutzte Forschungseinrichtungen wie Klimakammern, Gewächshäuser oder Aquarien hervorragende Voraussetzungen für experimentelles wissenschaftliches Arbeiten. Das iFZ hat vor die iFZ-Masters-Preise initiiert, um in jedem Jahr besonders herausragende, beispielhafte Master-Thesen auszuzeichnen und bekannt zu machen.

 

Yukino Kobayashi führte in ihrer Masterarbeit "Funktionelle Bewertung von Cas9-exprimierenden Stämmen des invasiven Schädlings Drosophila suzukii" eine funktionelle genetische Studie mit der Kirschessigfliege, einem landwirtschaftlichen Schädling, durch. Die Minimierung von Verlusten an Nahrungsmitteln durch Schädlinge ist ein entscheidender Faktor für die Sicherung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung. Das übergeordnete Ziel der Arbeit ist, durch genetische Methoden Fruchtfliegen für die biologische Schädlingsbekämpfung bereitzustellen, die die Vermehrung der Schädlinge unterbrechen, um so den Einsatz chemischer Wirkstoffe zu reduzieren. Frau Kobayashi konnte zeigen, dass die gezielte Modifikation des Genoms der Fruchtfliegen durch einfache Wärmestimulation verbessert werden kann. Dies eröffnet nun bessere Möglichkeiten zur Entwicklung biologischer Schädlingsbekämpfungsstrategien mittels der CRISPR/Cas Technologie und wird auch die Sicherheit des Einsatzes gentechnischer Methoden in der Landwirtschaft erhöhen.

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Merlin Hamp reiste für seine Master-Arbeit in die kolumbianische Stadt Medellin. Zusammen mit der Universität von Antioquia erforschte er die "Speziesspezifische[n] Mikrohabitat-Präferenzen von zehn Fischarten der kolumbianischen Anden". Diese Arbeit war Teil eines großen Forschungsprojektes zum Zusammenspiel von Wasserkraft und Artenschutz. Mit seiner Arbeit trägt er zum besseren Verständnis dieses sehr diversen, bisher allerdings nur wenig erforschten Lebensraums und dessen Schutz bei.

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Johannes Junck hat sich in seiner Master-Arbeit "Bioakkumulation von Ivermectin im Regenwurm Eisenia fetida - Methodenentwicklung und Beurteilung der Pharmakokinetik" mit der Einrichtung eines ökotoxikologischen Testsystems befasst, um die Anreicherung des Entwurmungswirkstoffes Ivermectin in Regenwürmern zu untersuchen. Viele unsere Haustiere und Nutztiere werden regelmäßig mit Entwurmungsmitteln behandelt, um ihre Gesundheit zu sichern. Die Wirkstoffe der Entwurmungsmittel gelangen mit den Ausscheidungen der Tiere in den Boden und können die dort lebenden Bodentiere wie z.B. Regenwürmer schädigen. Seine Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse zum Aufnahme- und Abbauverhalten des Entwurmungswirkstoffes Ivermectin in Regenwürmern. Sie legt damit Grundlagen für die Bewertung von Umweltrisiken der Entwurmungswirkstoffe.

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In der Masterarbeit "Evaluation of different bacterial strains as plant-growth promoting rhizobacteria on roses" befasste sich Santiagos Andrés Quiroga Quisaguano mit der Rose Heidetraum, die oft auf Verkehrsinseln gepflanzt wird und dort Stress wie Trockenheit und Salzausgesetzt ist. Die Toleranz von Pflanzen gegenüber Stress kann durch Mikroorganismen, die in der direkten Umgebung der Wurzeln leben, verbessert werden. Herr Quiroga Quisaguano analysierte erstmals die Lebensgemeinschaft der Mikroorganismen, das Mikrobiom, in der Umgebung der Rosenwurzeln und ihre Veränderung nach Zugabe von wachstumsfördernden Bakterien im Gießwasser und insbesondere nach Salzapplikation.

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