Inhaltspezifische Aktionen

Röntgen-Preis an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Der Preis wird verliehen für neue, hervorragende wissenschaftliche Arbeiten und Verdienste auf dem Gebiet der strahlen-physikalischen, photonischen oder strahlen-biologischen Grundlagenforschung. Mit ihm sollen in erster Linie Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ausgezeichnet werden.

Kontakt Röntgenpreis
Ausschreibung

Im Andenken an Wilhelm Conrad Röntgen, ordentlicher Professor der Physik an der Universität Gießen in den Jahren 1879 bis 1888, verleiht die Justus-Liebig-Universität Gießen seit 1960 den Röntgen-Preis.

Ermöglicht wird dieser international renommierte Preis durch das Engagement und die Unterstützung der beiden Stifterfirmen: 
Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar und Ludwig-Schunk-Stiftung e.V., Gießen, die das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro zur Verfügung stellen.

Der Abgabetermin für Vorschläge und Bewerbungen, die an den Vorsitzenden des Gutachterausschusses gerichtet werden sollen, ist der 30. April eines jeden Jahres. Vorschläge bitte an:
 

Prof. Dr. Markus H. Thoma
I. Physikalisches Institut
Heinrich-Buff-Ring 16
35392 Gießen
Tel.: 0641 99-33110 

Die Unterlagen können auch elektronisch (als PDF-Dokumente)
an Prof. Thoma geschickt werden:

Nähere Informationen zum Vergabeverfahren finden Sie in den vollständigen Richtlinien.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger des Röntgen Preises an der Justus-Liebig-universität Gießen

Zur Person von Wilhelm Conrad Röntgen

Der nachstehende Text orientiert sich weitgehend an der Publikation 
"Bedeutende Persönlichkeiten an der Universität Giessen", Seite 12

Wilhelm Conrad Röntgen war von 1879 bis 1888 ordentlicher Professor der Physik an der Universität Gießen. Später lehrte er als Professor an den Universitäten in Würzburg und München. Für die Entdeckung der nach ihm benannten Röntgenstrahlen im Physikalischen Institut der Universität Würzburg am 8. November 1895 erhielt er 1901 als Erster den Nobelpreis für Physik. Röntgen selbst nannte seine Entdeckung „x-Strahlen“, so werden sie heute noch im Englischen als „x-rays“ bezeichnet.

Während seiner Zeit in Gießen bewirkte Röntgen den Umzug des Physikalischen Instituts von der Frankfurter Straße in das neue Universitätshauptgebäude. Er veröffentlichte in dieser Zeit etwa zwanzig wissenschaftliche Aufsätze, darunter Arbeiten zum „Röntgenton“, in denen er zeigte, dass Gase Wärmestrahlen absorbieren, und die Arbeiten zum Nachweis des Magnetfeldes, das von einem Verschiebungsstrom erzeugt wird („Röntgenstrom“).

Wilhelm Conrad Röntgen fühlte sich der Stadt Gießen in besonderer Weise verbunden. Auf eigenen Wunsch wurde er auf dem Alten Friedhof in Gießen beigesetzt, wo sich auch heute noch seine Grabstätte befindet.

Röntgen-Preise und Röntgen-Denkmäler

Röntgen zu Ehren werden bundesweit heute noch zahlreiche Ehrungen und Preise vergeben. Darüber hinaus wird seiner in einer Vielzahl deutscher Städte durch Denkmäler gedacht, so u. a. auch in Gießen mit dem Röntgen-Denkmal in der Südanlage. Prof. Dr. Winfried Speitkamp, der Präsident der Bauhaus-Universität in Weimar, hat anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der JLU im Jahr 2007 einen Artikel zur Entstehung und Geschichte des Gießener Röntgen-Denkmals verfasst, der hier verlinkt ist.

Röntgen-Skulptur

In Anlehnung an den Entwurf von Erich F. Reuter für das Röntgen-Denkmal in Gießen wurde im Röntgen-Jubiläumsjahr 2020 eine Röntgen-Skulptur geschaffen, die künftig die feierliche Verleihung des Röntgen-Preises an der JLU begleiten wird und damit als sichtbares Zeichen für diese hohe akademische Auszeichnung dient. Die Röntgen-Skulptur ist auch auf dem Ausschreibungsplakat zu sehen.

Röntgen-Preisverleihung des Jahres 2021
Street-Art

Street-Art-Wandgemälde vom Künstlerkollektiv 3Steps