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Festakt zur Verleihung des Erwin-Stein-Preises 2026

Wann

14.04.2026 ab 16:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)

Wo

in der Aula des Universitätshauptgebäudes der Justus-Liebig-Universität Gießen, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen

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Die Erwin-Stein-Stiftung wurde im Jahre 1991 vom ehemaligen hessischen Kultus- und Justizminister und langjährigen Richter des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Erwin Stein mit Sitz in Gießen gegründet. Ihr Zweck ist die Förderung der wissenschaftlichen Forschung, der Erziehung, Volks- und Berufsbildung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens.
Der nach dem Stifter benannte Preis wird verliehen für eine hervorragende interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit, die ein philosophisches, staatsrechtlich-politologisches, religiöses, literarisches oder naturwissenschaftliches Thema zum Gegenstand hat. Die Arbeit soll von geistiger Unabhängigkeit zeugen, für die europäische Kultur in kritischer Auseinandersetzung mit der Gegenwart bedeutsam sein und wichtige Impulse geben.
In diesem Jahr wird der evangelische Theologe Eilert Herms, der Systematische Theologie in Kiel, München, Mainz und Tübingen lehrte, für sein Lebenswerk geehrt. Es zeichnet sich aus durch eine beeindruckende thematische Spannweite, die gleichermaßen besticht durch theologische Tiefenschärfe und innovative Positionsbestimmungen: Seine Studien zu Schleiermacher (seit 1974) und Luther (seit 1985), zur Theologie als Professionswissenschaft (seit 1978) und zu einer realistischen Ökumene (seit 1984), zur Ethik des Sports (seit 1980), Bio- (seit 1986), Wirtschafts- (seit 1986) und Sozialethik (seit 1991), zu Wissenschaft, Politik und Recht im Pluralismus sowie zur Kirche in der Gesellschaft (seit 1990) nehmen die Erfahrung radikaler Geschichtlichkeit menschlichen Verstehens und Lebens als „Praxissituation endlicher Freiheit“ ernst und begreifen sich als Beiträge zu einer konsequent perspektivischen, nämlich christlichen Gesellschaftstheorie des prinzipiellen Pluralismus koexis-tenter Kulturen, die einen unverzichtbaren Beitrag dazu liefert, kulturelle Konflikte konstruktiv zu bearbeiten und so das Gemeinwohl zu stärken. Eindrucksvoll entfaltet und Maßstäbe setzend, liegen diese profilierten Einsichten gebündelt vor in der Systematischen Theologie (2017): Das Wesen des Christentums: In Wahrheit und aus Gnade leben.

Bitte beachten Sie die Raumänderung.
Die Veranstaltung findet nun in der Aula des Universitätsgebäudes in der Ludwigstraße 23 statt.

 

U. A. w. g. bis zum 30. März 2026 an: peter.falzmann