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Aussiedlung ... bedeutete die Vernichtung: Frühe Aussagen Überlebender in den Beständen des International Tracing Service (ITS)

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Susanne Urban vom International Tracing Service (ITS)

  • Aussiedlung ... bedeutete die Vernichtung: Frühe Aussagen Überlebender in den Beständen des International Tracing Service (ITS)
  • 2013-06-26T19:00:00+02:00
  • 2013-06-26T21:00:00+02:00
  • Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Susanne Urban vom International Tracing Service (ITS)
Wann

26.06.2013 von 19:00 bis 21:00 (Europe/Berlin / UTC200)

Wo

Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstr. 34, 35390 Gießen)

Telefon des Kontakts

0641/99-29083

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In ihrem Vortrag wird Susanne Urban die verschiedenen frühen Aussagen Überlebender in den Beständen des International Tracing Service (ITS) zunächst in einem Überblick präsentieren – darunter Statements von Überlebenden der Todesmärsche oder Erinnerungssplitter in Formularen der alliierten  Fürsorgeinstitutionen.

Danach wird sie einen Bestand vorstellen, der mehr als 1.000 Fragebögen Überlebender beinhaltet. Diese Aussagen Überlebender sind manches Mal nüchtern und auf Fakten beschränkt, ein anderes Mal schickten die Überlebenden mehrseitige Briefe an den ITS – der diese Fragebögen entwarf, um mit Hilfe dieser Angaben u.a. ein Verzeichnis der nationalsozialistischen Haftstätten zu erstellen. Die an den ITS gesandten Informationen sind Beweise der frühen Erinnerung, des Verlusts, der Traumata und des Wunsches, dass nichts vergessen werden solle.

Die Historikerin Dr. Susanne Urban promovierte 2000  am Moses-Mendelssohn-Zentrum/Universität Potsdam. Von 1990 bis 2004 sowie 2007 bis 2009 war sie freie Mitarbeiterin des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, von 1994 bis 2004 Mitarbeiterin der Zeitschrift TRIBÜNE und 2004 Fellow Researcher am International Institute for Holocaust Research, Yad Vashem/ Jerusalem. Von 2004 bis 2009 arbeitete sie an der International School for Holocaust Studies, Yad Vashem/Jerusalem. Seit Mai 2009 ist sie Bereichsleiterin der Abteilung Forschung und Bildung im International Tracing Service (ITS) Bad Arolsen. Sie hat verschiedene wissenschaftliche und pädagogische Schriften zu Antisemitismus und Antizionismus, zu Displaced Persons, Kind-Überlebenden sowie der Jugend-Aliyah publiziert. Zudem ist sie Mitherausgeberin des Jahrbuchs des ITS.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem ITS und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur statt.