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Zur Beschneidungskontroverse - Recht und Religion im Konflikt?

"Zur Beschneidungskontroverse – Recht und Religion im Konflikt?“ - Prof. em. Dr. Arthur Kreuzer

Wann

21.02.2013 von 19:30 bis 21:30 (Europe/Berlin / UTC100)

Wo

Gießener Rathaus, Konzertsaal

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„Zur Beschneidungskontroverse – Recht und Religion im Konflikt?“

Donnerstag, 21. Februar 2013

19.30 Uhr, Konzertsaal des Gießener Rathauses

Vortrag mit anschließender Diskussion

 

Die Veranstaltung wird getragen von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gießen/Wetzlar, der Christlich-Islamischen Gesellschaft Gießen, dem Evangelischen Dekanat Gießen, dem Katholischen Dekanat Gießen und dem Verein Criminalium. Dieser Verein will der Öffentlichkeit das Wesen von Strafrechtskultur vermitteln. Der Vortragende ist dessen Ehrenvorsitzender.  Zu der Veranstaltung sind alle Interessenten eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag geht auf die kultur- und religionsgeschichtliche Bedeutung von Beschneidungen und die Hintergründe der jüngsten öffentlichen Kontroverse ein. Sie war von einem Strafurteil des Landgerichts Köln ausgelöst worden. Auch international hat sie zu heftigen Reaktionen geführt. Die gegensätzlichen Standpunkte zum „Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes“ v. 12.12.2012 werden dargestellt. Dieses Gesetz schafft vorerst Rechtsklarheit, wohl auch Rechtsfrieden. Es entspricht einer nötigen Abwägung in der Kollision betroffener Grundrechte der Unverletzlichkeit des Körpers, des elterlichen Erziehungsrechts sowie der Religionsfreiheit. Frühe Beschneidungen müssen das Kindeswohl und ärztliche Standards beachten und setzen die Einwilligung der über Risiken aufgeklärten Eltern voraus. Einige Fragen bleiben aber offen. Auch wird der rechtliche, politische und innerreligiöse Meinungsstreit weiter gehen. Grenzen staatlicher Einflussnahme auf religiöses Brauchtum werden aufgezeigt und  Anregungen zur weiteren Entwicklung in Theorie und Praxis gegeben.

 

Herzliche Einladung!