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Migrantinnen – Die ‚neuen Dienstmädchen‘ in der globalisierten Gesellschaft

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung "Caring, Cooking, Cleaning - Gleichstellungs- und beschäftigungspolitische Perspektiven haushaltsnaher Dienstleistungen"

  • Migrantinnen – Die ‚neuen Dienstmädchen‘ in der globalisierten Gesellschaft
  • 2014-06-30T18:00:00+02:00
  • 2014-06-30T20:00:00+02:00
  • Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung "Caring, Cooking, Cleaning - Gleichstellungs- und beschäftigungspolitische Perspektiven haushaltsnaher Dienstleistungen"
Wann

30.06.2014 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200)

Wo

Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34

Name des Kontakts

Frauenbeauftragte der JLU

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Zwei Drittel aller Deutschen, so hat die Minijob-Zentrale im Jahre 2011 ermittelt, beschäftigen im Haushalt eine ‚Hilfe‘, der größte Teil davon sind Frauen; diese Form der Beschäftigung wird in Deutschland mittlerweile als ‚normal’ betrachtet. Seit vielen Jahren gibt es Indikatoren dafür, dass ein wachsender Anteil dieser Haushalts- und Pflegearbeit (die sogenannte Care-Arbeit) von Migrantinnen verrichtet wird. Bis heute gibt es allerdings keine harten Zahlen, sondern eher Schätzungen, die vor allem im Bereich der Pflege einen hohen Zuwachs und ein noch größeres Potential sehen, das auf der einen Seite mit der raschen Alterung unserer Gesellschaft und auf der anderen Seite mit einem Defizit an bezahlbaren Angeboten im Bereich der häuslichen Pflege zurückzuführen ist.

In ihrem Vortrag wird sich Prof. Dr. Helma Lutz neben Hinweisen auf den Umfang des Phänomens vor allem mit der Analyse und der Spezifik dieses Grauzonen-Arbeitsmarktes beschäftigen. Dabei gilt es den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland und der Entstehung und ‚Herstellung’ des ‚Arbeitsmarktes Privathaushalt’ zu erklären, und auf die sozialen Folgen von Illegalität für die Betroffenen im transnationalen Raum (etwa in den Herkunftsländern der Migrantinnen und Migranten) aufmerksam zu machen. Der Arbeitsmarkt Privathaushalt wird aus intersektioneller Perspektive analysiert; damit verbindet sich ein Plädoyer dafür, dieses Phänomen nicht als Randerscheinung zu betrachten und zu verschweigen, sondern die Problematik ‚Care-Arbeit‘ im Schnittpunkt von Familien-, Migrationspolitik und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland zu betrachten.

Der Eintritt ist frei. Entgegen der Ankündigung in HEDWIG finden die Vorträge der Ringvorlesung im Sommersemester 2014 nicht im Senatssaal, sondern im Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34 statt!

Kooperationsprojekt zwischen der Frauenbeauftragten der JLU Gießen, Marion Oberschelp, und Prof. Dr. sc. oec. Uta Meier-Gräwe, Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft an der JLU Gießen, Leiterin des Kompetenzzentrums „Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen“

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Frauenbeauftragten und zur Ringvorlesung "Caring, Cooking, Cleaning - Gleichstellungs- und beschäftigungspolitische Perspektiven haushaltsnaher Dienstleistungen" finden sie hier.