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Pflegende Männer – Gleichstellungspolitischer Charme und Unterstützungsbedarfe einer vernachlässigten Gruppe von Sorgearbeitenden

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung "Caring, Cooking, Cleaning - Gleichstellungs- und beschäftigungspolitische Perspektiven haushaltsnaher Dienstleistungen"

  • Pflegende Männer – Gleichstellungspolitischer Charme und Unterstützungsbedarfe einer vernachlässigten Gruppe von Sorgearbeitenden
  • 2014-07-14T18:00:00+02:00
  • 2014-07-14T20:00:00+02:00
  • Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung "Caring, Cooking, Cleaning - Gleichstellungs- und beschäftigungspolitische Perspektiven haushaltsnaher Dienstleistungen"
Wann

14.07.2014 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC200)

Wo

Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34

Name des Kontakts

Frauenbeauftragte der JLU

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Infolge des demographischen Wandels wird es immer mehr Pflegebedürftige geben, doch es ist weitgehend unklar, wer sie im Alter pflegen wird und wie sie gepflegt werden. Alleinstehende ältere Singles, räumlich weit auseinander lebende Eltern und Kinder, erwerbstätige Töchter (die arbeiten wollen oder müssen) und der Rückgang der weiblichen Moralvorstellung, die eigenen Eltern pflegen zu müssen – all diese Entwicklungen haben das traditionelle familienbezogene Pflege-Arrangement in Deutschland brüchig werden lassen. Im Kontext der so entstehenden neuen Betreuungslücke wird der Blick auf eine in der Forschung bislang vernachlässigte Gruppe von Pflegenden gelenkt: die Männer. Sie werden zu Unrecht vernachlässigt, denn immerhin sind in Deutschland 28 Prozent der Hauptpflegepersonen männlich. Der Anteil ist innerhalb der letzten 10 Jahre stark angestiegen, am stärksten sogar der Anteil der pflegenden Söhne. Angesichts dieser gleichstellungspolitisch erfreulichen Entwicklung ist es umso erstaunlicher, dass wir noch relativ wenig über diese Gruppe von Sorgearbeitenden wissen. Sicher ist nur, dass pflegende Männer häufiger (Vollzeit-)erwerbstätig sind und in höherem Maße Unterstützung durch ambulante Pflegedienste und sonstige haushaltsbezogene Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Mehr über die pflegenden Männer zu erfahren, die gleichzeitig erwerbstätig sind, ist das Ziel eines von der Hans-Böckler-Stiftung finanzierten Kooperationsprojekts der Uni Gießen, der FH Köln (Prof. Sigrid Leitner) und der FH Düsseldorf (Prof. Simone Leiber). Im Vortrag von Dr. Diana Auth werden erste Ergebnisse aus diesem Projekt präsentiert, in dessen Mittelpunkt Betriebsfallstudien und qualitative Interviews stehen, anhand derer die Ressourcen, Probleme und Unterstützungsbedarfe der pflegenden Männer ermittelt werden.

Der Eintritt ist frei. Entgegen der Ankündigung in HEDWIG finden die Vorträge der Ringvorlesung im Sommersemester 2014 nicht im Senatssaal, sondern im Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34 statt!

Kooperationsprojekt zwischen der Frauenbeauftragten der JLU Gießen, Marion Oberschelp, und Prof. Dr. sc. oec. Uta Meier-Gräwe, Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft an der JLU Gießen, Leiterin des Kompetenzzentrums „Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen“

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Frauenbeauftragten und zur Ringvorlesung "Caring, Cooking, Cleaning - Gleichstellungs- und beschäftigungspolitische Perspektiven haushaltsnaher Dienstleistungen" finden sie hier.