Personal tools

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Document Actions

Gewaltrepräsentationen in Massenmedien: Subjektstrategien und Mediengewalt

Semester: WS 08/09
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
  • Do, 19.02.2009, 12:00-17:30, Raum 001/Room 001 (Phil. I, GCSC Gebäude/Phil. I, GCSC Building)
  • Fr, 20.02.2009, 10:00-16:30, Raum 001/Room 001 (Phil. I, GCSC Gebäude/Phil. I, GCSC Building)

 

Erste Veranstaltung: 19.02.2009
Hinweise:

Programm

Donnerstag, 19. Februar 2009

Moderation: Martin Zierold

12:00 Begrüßung und Einführung: Jörn Ahrens

12:30 Bernhard Dotzler: Grundsätzlichkeit der Gewalt. Medientheoretische Perspektiven
Respondenz: Marcus Burkhardt

14:00 Angela Keppler: Das Gleiche ist nicht immer gleich. Über einige Modi der Gewaltdarstellung im Fernsehen
Respondenz: Philipp Schulte

15:30 Kaffeepause

16:00 Rainer Leschke: Gewalt als mediale Form – Die Differenz von Narration und (Computer-)Spiel
Respondenz: Kirsten Pohl


Freitag, 20. Februar 2009

Moderation: Jörn Ahrens

10:00 Josef Früchtl: Ein Kampf gegen sich selbst. Film als Projektion von Subjektivität
Respondenz: Kai Sicks

11:30 Stephan Packard: Körper in Folienzeichen. Verfahren von Gewaltdarstellungen in Comics
Respondenz: Branka Vujanovic

13:00 Mittagspause

14:30 Isabell Otto: Die Gewalt der Medien. Zu Regierungstechniken in der Mediengesellschaft
Respondenz: Thies Böttcher

Zusammenfassung & Abschluß: Martin Zierold


Tagungsbeschreibung

In der Tagung geht es um die Frage, welche unterschiedlichen Subjektstrategien durch verschiedene mediale Repräsentationsformen von Gewalt nahegelegt werden (Film, TV, Comic, Computerspiel). Subjektstrategien werden dabei als symbolische Techniken verstanden, mit denen Individuen sich ihre Umwelt performativ aneignen und zugleich entäußern. In Frage stehen Konzepte des Selbst in der Moderne, die sich über Verarbeitungen und Repräsentationsmodi von Gewalt in visuellen Medien entäußern und darin widerspiegeln. Die Repräsentation von Gewalt im Film etwa folgt anderen Mustern als im Comic oder Computerspiel. Das Interesse fokussiert daher auf eine kulturtheoretische Einordnung einer offenbar stark tradierten kulturellen Faszination und Funktionalität der Repräsentation von Gewalt.

In dieser Perspektive interessiert sich die Tagung primär dafür, ob es hinsichtlich der Gewaltrepräsentation in den einzelnen Medien signifikante Differenzen gibt. Welche Verfahren und Techniken der Darstellung und Repräsentation von Gewalt existieren jeweils? Sind diese an spezielle Narrative gebunden? Legt die symbolische Form des Mediums distinkte Repräsentationsmodi von Gewalt nahe, und welche Funktion haben diese im Kontext von Kultur und Vergesellschaftung? Bedeutet Repräsentation von Gewalt auch eine Aufladung des repräsentierenden Mediums mit einem Gewaltpotential und bestehen überhaupt Verbindungen zwischen medialen Repräsentationsformen von Gewalt und real ausgeübter Gewalt in Kultur und Gesellschaft?

Anhand dieser Fragestellungen ist beabsichtigt, Aufschluss über Subjektstrategien der Gewaltaneignung in den sozial weitgehend befriedeten westlichen Gesellschaften der Spätmoderne zu erhalten.

Organisatorisch ist die Tagung auf ein zweitägiges Format ausgelegt und legt einen Schwerpunkt auf die Möglichkeit zu intensiven Diskussionen. Als Referenten für die Vorträge konnten wir u.a. Prof. Dr. Josef Früchtl (Film), Stephan Packard (Comics) und Isabell Otto (Gesellschaftstheorie) gewinnen. Die insgesamt sechs Vorträge verteilen sich so über beide Tage, dass Raum für Begegnungen zwischen den TeilnehmerInnen bleibt. Jedem Vortrag folgt eine Respondenz durch einen Doktoranden/eine Doktorandin des GCSC als kritischer Kommentar und Überleitung in die Diskussion.