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Narrative Networks: Kultur und Narration im Spannungsfeld von Fakten und Fiktionen

Semester: WS 08/09
Dozenten/-innen:
Zeit und Ort:
  • Fr, 05.12.2008, ganztägig, Gästehaus der JLU / JLU-Guesthouse (Phil. II)
  • Sa, 06.12.2008, ganztägig, Gästehaus der JLU / JLU-Guesthouse (Phil. II)
  • So, 07.12.2008, ganztägig, Gästehaus der JLU / JLU-Guesthouse (Phil. II)

 

Erste Veranstaltung: 05.12.2008
Teilnahme-
voraussetzung:
  • Anmeldung
Hinweise: Sowohl in ihrer schriftlichen als auch in ihrer mündlichen Form kommt der Kulturtechnik des Erzählens nicht nur für die individuelle und kollektive Identitätsstiftung eine entscheidende Bedeutung zu, sondern auch für die Erschließung dessen, was als Wirklichkeit angesehen wird. Faktuales und fiktionales Erzählen fungieren dabei nicht nur als Kommunikationsinstrumente zur Vermittlung individueller und kollektiver Ereignisse, Erfahrungen und Erinnerungen. Sie sind zugleich als strukturgebendes Ordnungsmuster einer Kulturgemeinschaft zu denken, da Kulturen als „Erzählgemeinschaften“ (nach Wolfgang Müller-Funk) konzipiert werden können. Erzählen vermag in diesem Kontext kulturschaffend und -stabilisierend, jedoch auch kritisch hinterfragend und destabilisierend zu wirken. Die Konferenz „Narrative Networks“ wendet sich diesen Phänomenen zu, um interdisziplinär die Leistung von Narration als Kulturtechnik zu diskutieren und neuartige Konzeptionen von Kultur als dynamisches Netzwerk von Narrationen zu erarbeiten.

Die Tagung wird organisiert von der Research Area Culture and Narration.

PROGRAMM

    • FREITAG, 5. DEZEMBER 2008

    • 10:00 Uhr Eröffnung
      Grußwort des Geschäftsführers des GCSC Dr. Martin Zierold

      10:15 Uhr Miriam Wallraven/Daniela Meinhardt (Gießen):Narrative Networks: Kultur und Narration im Spannungsfeld von Fakten und Fiktionen

    • THE SCIENCE OF FICTION: Fiktionalisierte Wissenschaft und wissenschaftliche Fiktion 

      10:30 Uhr Barbara Dieris (Münster): Literarisch-fiktionale Texte als Datenquelle in der sozialwissenschaftlich-psychologischen Forschung

      11:00 Uhr Miriam Wallraven (Gießen): „To make a history from this kind of material is not easy“: Die narrative Konstruktion von Kulturgeschichte(n) in post-modernenutopischen Texten

      11:30 Uhr Daniela Meinhardt (Gießen): Das rhizomorphe Labyrinth als Wissensmodell in Umberto Ecos Il pendolo di Foucault

      12:15 Uhr Axel Rüth (Köln): Fiktionalität, Narration und Kultur. Anmerkungen zu ihrem Verhältnis

    • AUTOBIOGRAPHISCHE SCHRIFTEN ZWISCHEN FAKTEN UND FIKTIONEN

      15:00 Uhr Claudia El Hawary (Köln): Autobiografie als Erzählform kultureller Hybridität

      15:30 Uhr Eleonora Ravizza (Gießen): Metaphysical journeys in V.S. Naipaul‘s The Enigma of Arrival

      16:00 Uhr Katarzyna Kuczma (Poznan/Gießen): Accommodating Fact and Fiction – the value of (auto)biography in Siri Hustvedt’sThe Sorrows of an American

      17:00 Uhr Gerald Echterhoff (Bremen): Saying is Believing?! How retellings affect social and cultural knowledge

    • SAMSTAG, 6. DEZEMBER 2008

    • FIKTIONALISIERTE FAKTIZITÄT: KRIEG – TRAUMA – ERZÄHLUNG

      10:00 Uhr Stephan Freißmann (Gießen): Poetik des Traumas: Fakt und Fiktion in Traumatexten von Vonnegut und Semprún

      10:30 Uhr Daniel Schäbler (Kiel): Voices from the Deep – (Re)Constructing the Sinking of the „Estonia”

      11:00 Uhr Gerrit Lembke (Kiel): Zu Paul Coelestin EttighoffersVon der Teufelsinsel ins Leben

    • DIE MACHT DER FIKTION: Kulturelle Ursprungsnarrative

      12:00 Uhr Melina Gehring (Cambridge): From brute to human: How and why recent rewritings change the collective perception of Minotaur

      12:30 Uhr Uwe Mayer (Gießen): Dionysische (De-)Stabilisierung: Walter Paters A Study of Dionysus and Denys l’Auxerrois als kulturgeschichtliche Narrationen

      15:00 Uhr Jörn Ahrens (Gießen): Soziale Gemeinschaftsgründung und Ursprungsnarration: John Fords The Man Who Shot Liberty Valance

    • ERZÄHLGEMEINSCHAFTEN ALS KULTURELLE BASIS

      15:30 Uhr Maren Comrad (Kiel): Island – Erzählgemeinschaft zwischen Alltagspoetisierung und Aberglaube

      16:00 Uhr Mirjam Bitter (Gießen): Familie als Erzählgemeinschaft. Verdrängen und Intensivieren – gegenläufige Funktionen von Fiktionalisierung in Eva MenassesVienna (2005)

      17:00 Wolfgang Müller-Funk (Wien): Zur Ethik der Ästhetik des Erzählens. Zur Kritik narrativer Strategien in Norbert Gstreins Roman Das Handwerk des Tötens

    • SONNTAG, 7. DEZEMBER 2008

  • GESELLSCHAFTLICHE SELBSTREFLEXION ZWISCHEN STABILISIERUNG UND DESTABILISIERUNG

    9:30 Uhr Katja Urbatsch (Gießen): As Long as You Can Pay the Bill: The Lost Generation and its ,clear financial basis’ in Ernest Hemingway’s The Sun also rises (1926)

    10:00 Uhr Ursula Arning (Gießen): Widerstand durch Schreiben: der argentinische Roman zur Zeit der Diktatur (1976-1983)

    10:45 Uhr Seiji Hattori (Gießen): ‚Kafka am Strand‘ der Kulturen? Haruki Murakamis Narration zwischen dem kollektiven Gedächtnis der japanischen ‚68er‘ und der universellen Postmoderne in der Globalisierung.

    11:15 Uhr Miriam Hoffmann (Kiel): Heiligenlegenden in der Hansestadt Lübeck um 1500

    12:00 Uhr Abschlußdiskussion