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Geschichte und Geschehen. Krise des Historismus, Postkolonialismus und die Perspektiven der Geschichtswissenschaft

May 31st, 2011

Das moderne Verständnis von Geschichte ist doppeldeutig. Es bezeichnet das Geschehen ebenso wie eine spezifische Wissensform des Geschehens, die als Historismus charakterisiert wird. Durch neue Problemstellungen der Kultur-wissenschaften ebenso wie durch die „Formverwandlung der Geschichte“ (J. Huizinga) als Folge des Aufstiegs moderner Massengesellschaften wird diese Wissensform bereits um 1900 fragwürdig. Seither schwelt die Debatte über die „Geschichts-wissenschaft im Zeichen des Historismus“ (O. G. Oexle). Ob das Geschehen sich im Dauerzustand eines „hochtourigen Leerlaufs“ im „post-histoire“ (A. Gehlen) befindet und wie eine „Geschichtsphilosophie nach der Geschichtsphilosophie“ (H.D. Kittsteiner) profiliert sein könnte, markieren wichtige Eckpunkte dieser Diskussion. Postkoloniale Problemstellungen öffnen den eurozentristischen Horizont dieser Debatte und schärfen den Blick auf Aporien der Geschichte als Wissensform des Geschehens.

Prof. Dr. Reinhard Blänkner
Studium der Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen, Promotion 1990. Lehrstuhlvertretung Vergleichende europäische Geschichte der Neuzeit, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), 2008-09. Seit Wintersemester 2009 Inhaber der außerplanmäßigen Professur für Neuere Geschichte und Kulturgeschichte.

2010 – 2012 Beauftragter der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) für das Kleist-Jahr 2011.

Arbeitsgebiete: Beziehungsgeschichten der Welt (Geschichtstheorie: Historische Kulturwissenschaften im Zeichen der Globalisierung, Europäische Geschichte im globalen Kontext, 16. bis 20. Jahrhundert), Theorie und historische Analyse institutioneller Mechanismen politisch-sozialer Ordnungen. Regionale Kulturgeschichte Berlin-Brandenburg um 1800.