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Zentrale Konzepte der britischen Ästhetik des 18. Jahrhunderts

October 25th, 2011

Reinhard Möller – Zentrale Konzepte in der britischen Ästhetik des späten 18. Jahrhunderts: Beyond the Beautiful?

Zahlreiche Theorien ästhetischer Erfahrung und Kommunikation, die ihren Ursprung im 18. Jahrhundert haben, bilden bis heute eine zentrale Grundlage für die konkrete Auseinandersetzung der Literatur-, Kultur- und Kunstwissenschaften mit ihren jeweiligen Gegenständen. Die Vorlesung führt in zentrale Konzepte der britischen Ästhetik jener Zeit ein und richtet dabei ihren Fokus auf solche ästhetischen Denkfiguren, die Alternativen zum traditionellen Verständnis der Ästhetik als einer „Lehre vom Schönen“ präsentieren und das Spektrum ästhetischer Kategorien über das Schöne hinaus erweitern. Hierzu zählt vor allem Edmund Burkes einflussreiche Philosophical Enquiry into the Origin of our Ideas of the Sublime and Beautiful von 1757, deren zentrale Thesen wie die Unterscheidung des jeweiligen Vergnügens am Schönen und Erhabenen als „pleasure“ bzw. „delight“  ebenso vorgestellt und diskutiert werden sollen wie ausgewählte Beispiele Burkes für nicht schöne, aber dennoch ästhetisch faszinierende Phänomene. Neben einem vergleichenden Blick auf analoge Debatten in der deutschen Ästhetik (speziell Kants Erhabenheitsbegriff) sollen außerdem auf Burkes Entwurf des Erhabenen antwortende spätere Konzeptionen wie die Kategorie des Pittoresken bei William Gilpin und Uvedale Price sowie vergleichende und vermittelnde Auseinandersetzungen mit dem Erhabenen und Schönen in der englischen Romantik (u.a. William Wordsworth) präsentiert werden.

Reinhard Möller studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität und Freien Universität Berlin und verbrachte ERASMUS-Studienaufenthalte an den Universitäten Kopenhagen (Dänemark) und Basel (Schweiz). Von 2008 bis 2010 arbeitete er als studentischer Mitarbeiter am Sfb 626 „Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste” und schloss sein Studium 2009 als Magister Artium mit einer Arbeit zur Ästhetik des Erhabenen in Herman Melvilles Moby-Dick an der Freien Universität Berlin ab. Seit Oktober 2010 promoviert er am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und im Internationalen Promotionsprogramm (IPP) „Literatur- und Kulturwissenschaft” zu Denk- und Sprachformen des Erhabenen in ästhetischer Theorie und Reiseliteratur des 18. Jahrhunderts.