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CfP: Spielzeichen – Theorien, Analysen, Praktiken des zeitgenössischen Computerspiels

INTERDISZIPLINÄRE TAGUNG. Passau, 5.-6. Dezember 2014.

Hinter der Bildoberfläche des Computerspiels verbirgt sich eine komplexe Kommunikationsform, die audiovisuelle, ludische, narrative und soziale Zeichensysteme inkorporiert. Damit fordert das Computerspiel etablierte Disziplinen heraus, sich zu vernetzen, Begriffe anzugleichen und fächerübergreifende Methodenprogramme zu entwickeln. Zugleich vollzieht das gegenwärtige Computerspiel einen Paradigmenwechsel hinsichtlich der immer umfassenderen Einbindung von Online- und Mehrspielerkomponenten.

Diese Entwicklung tangiert mittlerweile selbst klassische Einzelspieler-Franchises; inzwischen beinhalten traditionsreiche Spieleserien wie die Resident Evil-Reihe umfangreiche Mehrspieler-Modi und Online-Funktionalitäten. Grenzverschiebungen zwischen Produzenten und Konsumenten (Kickstarter-Modell) sowie die Nutzeroberflächen der 2013 erschienenen Spielekonsolen PlayStation 4 und Xbox One, welche ein in visueller und funktionaler Hinsicht an soziale Netzwerke erinnerndes Profil der Nutzenden beinhalten, sind Anzeichen einer dispositiven Transformation. Auch mobile Anwendungen und Downloaddistributionen produzieren bzw. provozieren neue Geschäftsmodelle und Ästhetiken: Phänomene wie der gehäufte Rückgriff auf Episodenformate (The Walking Dead) und das Erstarken des Indie-Marktes, mit
prominenten Beispielen wie Gone Home oder The Stanley Parable sind ein Ausdruck des diesbezüglichen Wandels.

Die damit einhergehenden medienstrukturellen Entwicklungen stellen die Game Studies vor neue interdisziplinäre Herausforderungen: Im Zeichenspiel von Medium und Nutzenden diffundieren die Zeichen des Spiels. Was bedeutet dies für die Theoriebildungen im Zusammenhang mit dem Untersuchungsmedium? Was für Merkmale tragen aktuelle Beispiele und inwiefern ergeben sich daraus veränderte/alternative Mediennutzungspraktiken?

Themenbereiche

Die Tagung, welche sich insbesondere an Nachwuchswissenschaftler/innen richtet, möchte sich derartigen Fragestellungen aus einer interdisziplinären Perspektive nähern, wobei geistes-, sozial-, kultur- und medienwissenschaftliche Betrachtungsweisen im Fokus stehen. Informationstechnische Ansätze mit kulturwissenschaftlicher Fragestellung sind ebenfalls willkommen. Mögliche Perspektiven können darstellen (sind aber nicht begrenzt auf):

1. Spielzeichen: Analysen des Computerspiels

  • Themen, Motive und Strukturen aktueller Produktionen; narratologische, bildwissenschaftliche, ludologische Perspektiven usw.
  • Offline- vs. Online- vs. Mobile-Games: Spezifika und Effekte
  • Computerspiele im Medienverbund: Inter- und Transmedialität
  • Raumdarstellungen und -repräsentationen
  • Transformationen von Genresystemen
  • Genderanalysen
  • Selbstreferenzialität

2. Zeichenspiel: Praktiken des Computerspiels

  • Spielaneignungen und Fanpraktiken
  • Handlungstheorien, Involvierungsstrategien, Steuerungskonzepte
  • Medienwirkungen
  • Das Independent-Videospiel als Sub- bzw. Gegenkultur
  • Anonymität und Privatheit im Online-Rahmen
  • Die verspielte Gesellschaft vs. Toxic Gamer Culture

Informationen zu Organisation und Ablauf

Die Tagung wird vom 5.-6. Dezember 2014 an der Universität Passau stattfinden. Ihr Abstract (inkl. Vortragstitel) mit einem Umfang von max. 300 Wörtern und einen Kurzlebenslauf (Wissenschaftlicher Werdegang, Publikationen) senden Sie bitte als PDF bis zum 31.05.2014 per E-Mail (Betreff: Spielzeichen) an:

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Die Benachrichtigung über die Annahme der Beiträge erfolgt Anfang Juli. Die Vorträge haben eine Länge von 30 Minuten. Die Kosten für die Unterkunft können für die Referentinnen und Referenten übernommen werden. Eine Veröffentlichung der Beiträge ist geplant. Für Fragen steht Ihnen Martin Hennig, Organisator der Tagung (martin-hennig@uni-passau.de), gerne zur Verfügung.

Institut für interdisziplinäre Medienforschung
Prof. Dr. Hans Krah (Sprecher des IFIM)