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Die Gießener Juristenfakultät 1607-2016

Der Gießener Fachbereich Rechtswissenschaft besteht - mit Unterbrechung zwischen 1945 und 1965 - seit 1607; er gehört zu den vier Gründungsfakultäten der Ludwigs-Universität Gießen („Ludoviciana“).
Rechtswissenschaftliche Forschung und Lehre haben in Gießen eine fast vierhundertjährige Tradition. Die Entstehung der Universität geht darauf zurück, dass nach dem Tod Ludwigs IV. von Marburg im Jahre 1604 Landgraf Moritz von Kassel die Einführung des calvinistischen Glaubens an der Universität Marburg anordnete. Als Folge hiervon wanderten die lutherischen Professoren von Marburg nach Gießen. Dort richtete am 10. Oktober 1605 Ludwig V. von Hessen-Darmstadt ein „Gymnasium illustre“ mit zwei Fakultäten ein, das im Jahr 1607 aufgrund eines Privilegs des Kaisers Rudolf II. zur Universität erhoben wurde.

Im Gründungsjahr der Universität begann auch die Juristenfakultät ihre Arbeit. Das heute noch verwendete Siegel des Fachbereichs stammt aus dieser Zeit. Die juristische Fakultät hatte ursprünglich vier Professoren; später wurde sie teilweise auf fünf Professoren erweitert. Im Durchschnitt gehörten ihr damals nicht mehr als 100 Studenten an. Lange vornehmlich der Ausbildung der hessen-darmstädtischen Landesbeamten dienend, wuchs er im 19. und 20. Jahrhundert im Zuge der allgemeinen Hochschulexpansion nachhaltig.

Im 19. Jahrhundert gehörten der Gießener Juristenfakultät so hervorragende Wissenschaftler wie der Romanist und geistige Vater der Interessenjurisprudenz Rudolf von Jhering und der Kriminalwissenschaftler und -politiker Franz von Liszt an. Im Jahre 1944 wurde das Hauptgebäude der Universität zusammen mit dem darin 1855 eingerichteten Juristischen Seminar durch Bomben zerstört, die alte Universität 1946 geschlossen. An ihre Stelle trat zunächst eine Hochschule für Bodenkultur und Veterinärmedizin. Erst 1964 wurde in Gießen eine Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät wiedereröffnet, aus der 1970 der heutige Fachbereich Rechtswissenschaft hervorging.

Geprägt wurde die Fakultät durch überragende Gestalten wie Rudolf von Jhering, der von 1852 bis 1868 in Gießen wirkte, sowie den Prozessrechtler Leo Rosenberg, der der Fakultät von 1912 bis 1932 angehörte und der Universität 1927/28 als Rektor diente. Zu den Alumni des Fachbereichs zählen der große Rechtswissenschaftler Karl Engisch, der hessische Kultus- und Justizminister und langjährige Bundesverfassungsrichter Erwin Stein sowie die Bundesaußenminister Heinrich von Brentano und Frank-Walter Steinmeier. Heute ist der Fachbereich durch seine vielfältigen internationalen Kontakte sowie durch die Verbindung von Grundlagenorientierung und Praxisbezug bekannt. Er ermöglicht ein Studium der kurzen Wege mit exzellenter Betreuung (nicht zuletzt im erfolgreichen UniRep-Examensvorbereitungsprogramm) und anregende Forschungsperspektiven.

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