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Artikelaktionen

Lehre

Die Professur beschäftigt sich in der Lehre mit verschiedenen Themen der Friedens- und Konfliktforschung aus interdisziplinärer Perspektive. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Lateinamerika und insbesondere auf dem Friedensprozess in Kolumbien. In diesen Bereichen bietet die Professur sowohl einführende als auch vertiefende Seminare an. Darüber hinaus gehören Lehrveranstaltungen mit Praxis- und Forschungsbezug sowie Exkursionen zum Lehrrepertoire der Professur. Schließlich engagiert sich die Professur auch in der Fort- und Weiterbildung. Hier werden im Kontext des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts regelmäßig Summer bzw. Winter Schools in Kolumbien und Deutschland angeboten.
Aktuelle Lehrveranstaltungen

Einführung in die Lateinamerikastudien

 

Lateinamerika konfrontiert die Sozialwissenschaften mit einer Reihe von Herausforderungen. Der Subkontinent brachte in den vergangenen Jahrzehnten – erstens – vergleichsweise stabile Demokratien und gleichzeitig extrem ungleiche Gesellschaften hervor. Zweitens ist die Region durch einen immensen Reichtum an natürlichen Ressoucen gekennzeichnet und kämpft doch immer wieder mit Entwicklungssackgassen. Drittens wurde Lateinamerika als Friedensregion ausgerufen und tatsächlich hat es auf dem Subkontinent in der Vergangenheit kaum zwischenstaatliche Kriege gegeben und auch die Bürgerkriege der Vergangenheit wurden weitgehend beigelegt. Allerdings führt die Region ebenfalls seit Jahren die weltweiten Statsitiken der Gewalt an und die höchsten Mordraten finden sich in Lateinamerika.
Diese und weitere Themenkomplexe werden im Seminar analysiert. Das Seminar beginnt mit einem Überblick zur Geschichte und Politik Lateinamerikas und möchte sich anschließend aktuellen Themen der politischen Ökonomie und der politischen Ökologie von Entwicklungsprozessen in Lateinamerika, gesellschaftlichen Herausforderungen, politischen Umbrüchen und Prozessen der Bearbeitung der Vergangenheit in Post-Konflikt-Gesellschaften sowie der Rolle der Region in den internationalen Beziehungen widmen. Zudem werden im Seminar die Auswirkungen der Corona-Krise auf die verschiedenen Themenbereiche analysiert sowie Einblicke in die Praxis der internationalen Politik und der Entwicklungszusammenarbeit mit Fokus auf Lateinamerika gegeben.


Political Economy of Resource-Based Development Models in the Global South


Natural resource-dependence is a common feature of many countries from the Global South. The consequences of natural resource dependence on development are highly controversial. The resource curse debate clearly improved our understanding of the challenges of resource-based development models. However, there are also some shortcomings remaining. In a first step, the seminar will introduce key topics regarding the topic natural resources and development. Afterwards, current debates from rentier theory will be critically discussed. In a third part, the seminar will focus on different case studies of resource-dependent countries from Africa, Asia and Latin America. Based on theoretical insights and empirical findings the seminar will offer a deeper understanding of the particularities and challenges of resource-based development models

 

Der Friedensprozess in Kolumbien: Interdisziplinäre Perspektiven auf Transitional Justice und die Herausforderungen von Post-Konflikt-Gesellschaften

 

Mit dem Friedensschluss zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla wurde Ende des Jahres ein äußerst langwieriger Bürgerkrieg beendet. Der Friedensschluss hat international große Aufmerksamkeit gefunden und den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos die Dekorierung mit dem Friedensnobelpreis eingebracht. Doch schon bald wurde deutlich, dass der offizielle Friedensschluss nur ein erster Schritt auf dem Weg zur Konstruktion einer Post-Konflikt Gesellschaft darstellt. Einerseits sind weiterhin eine Reihe von Gewaltakteure (Paramilitärs, Drogenkartelle, die Guerillaorganisation ELN) aktiv und andererseits zeigt sich, dass der Friedensschluss über die Persistenz einer Vielzahl von Konfliktursachen hinwegtäuschen kann. Zentrale Herausforderungen betreffen dabei den Umgang mit verschiedenen Fragen der Übergangsjustiz, der Aufarbeitung der Vergangenheit sowie die Schaffung der Rahmenbedingungen für eine friedliche Gesellschaft.

Das Blockseminar widmet sich dem kolumbianischen Friedensprozess und greift im Anschluss an eine allgemeine Einführung in die Geschichte, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft des Landes die skizzierten Herausforderungen für die Schaffung und erfolgreiche Konsolidierung eines positiven Friedens auf. Dabei werden allgemeine Fragestellungen der Friedens- und Konfliktforschung zu den Themenfeldern Transitional Justice, Vergangenheitspolitik und positiver Frieden aufgegriffen und auf das kolumbianische Fallbeispiel angewendet. Das Seminar ist interdisziplinär angelegt und richtet sich an Studierende der Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universität Kassel.

Literatur:

  • Buckley-Zistel, Susanne et al. (2014): Transitional Justice Theories. Abingdon: Routledge.
  • Fischer, Thomas / Klengel, Susanne / Pastrana, Buelvas, Eduardo (2017): Kolumbien heute: Politik, Wirtschaft, Kultur. Frankfurt (Main): Vervuert.
  • Peters, Stefan / Burchardt, Hans-Jürgen / Öhlschläger, Rainer (2015): Geschichte wird gemacht: Vergangenheitspolitik und Erinnerungskulturen in Lateinamerika. Baden-Baden: Nomos.
Termine
Termine Lehrveranstaltungen
Der Friedensprozess in Kolumbien: Interdisziplinäre Perspektiven auf Transitional Justice und die Herausforderungen von Post-Konflikt-Gesellschaften
Das Blockseminar widmet sich dem kolumbianischen Friedensprozess und greift im Anschluss an eine allgemeine Einführung in die Geschichte, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft des Landes die skizzierten Herausforderungen für die Schaffung und erfolgreiche Konsolidierung eines positiven Friedens auf.
22.06.2018 11:00 bis 23.06.2018 18:00