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SoSe 2017: Dr. Petra Bauer, Forensische Psychiatrie und Psychologie (Vorlesung / Kolloquium)

Dr. Petra Bauer

Sommersemester 2017

Forensische Psychiatrie und Psychologie (Vorlesung / Kolloquium)

Wahlveranstaltung SPB 7

Teilnahmemöglichkeit für Psychologen (Bachelor / Master) bei Interesse (keine CP, keine Leistungsmöglichkeit, nur Teilnahmeschein)

 

Forensische Psychiatrie und Psychologie ist ein „Spezialgebiet der Psychiatrie, welches sich mit den fachspezifischen Begutachtungsfragen und mit der Behandlung psychisch kranker Rechtsbrecher befasst“, schreiben Nedopil und Müller in einem Standardwerk der Forensischen Psychiatrie (4. Auflage 2012) zur Einführung. Es handelt sich aber auch um ein höchst relevantes Gebiet des Strafrechts, denn es betrifft Schnittstellen der Schuldfähigkeit, Gefährlichkeit, Prognose und  Sanktionierung, die zwar von Strafrichtern zu entscheiden sind, sehr häufig aber der Hinzuziehung psychiatrischer und psychologischer Sachverständiger bedürfen. Das medizinische und psychologische Fachwissen wird durch von der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht beauftragte Gutachter in den Strafprozess eingeführt. Das führt typischerweise zu Verständnisschwierigkeiten.

In dieser Vorlesung wird die Forensische Psychiaterin und Psychologin Dr. Petra Bauer wesentliche Themen behandeln, die dem Strafjuristen zunächst fremd sind, in der strafrechtlichen Praxis aber von höchster Bedeutung sind.

Diese Veranstaltung soll sowohl die sich auf den Schwerpunkt Kriminalwissenschaften spezialisierten Jurastudenten ansprechen wie auch Psychologen, die sich eine Tätigkeit in diesem beruflichen Feld vorstellen können (oder auch einfach nur interessiert sind). Daraus könnte sich eine spannende interdisziplinäre Perspektive ergeben.

Die Veranstaltung soll mit einer begrenzten Teilnehmerzahl in 2 Blöcken stattfinden, um genügend Zeit zur Vertiefung der Fragestellungen zu haben. Die Probleme werden anhand von Fallbeispielen aus der Praxis vertieft.

 

Vorläufiger Zeit- und Themenplan: 

 

BLOCK 1      

                      Dienstag, 04.07.2017

Schuldfähigkeit, §§ 20, 21 StGB; Eingehende Erörterung der Eingangsmerkmale; hirnorganische Störungen, Intelligenzminderung, affektive Störungen und  Persönlichkeitsstörungen, Diagnostik und strafrechtliche Relevanz. Auswirkungen auf Einsichts- und Steuerungsfähigkeit. Forensische psychiatrische und psychologische Sachverständige im Strafverfahren, Rolle des Richters. Kriminologische Aspekte.

Strafrechtliche Sanktionen; Zweispurigkeit des Sanktionensystems; Maßregeln der Besserung und Sicherung, Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus, § 63 StGB, Unterbringung in der Entziehungsanstalt, § 64 StGB; (Sicherungsverwahrung § 66 StGB); Exkurs: Freiheitsstrafen – Strafvollzug und psychische Störungen.

09–18 Uhr

 

BLOCK 2

 

Dienstag, 11.07.2017

Prognosefragen; Kernfragen der Prognose (Urteilsprognosen, Gefährlichkeitsprognosen, Strafvollstreckung und Aussetzung zur Bewährung, Führungsaufsicht, Nachbetreuung)

Wie erstellt man Prognosen? Kriterien und Überprüfbarkeit.

Behandlung psychischer Störungen im forensischen Kontext, Schwerpunkt Maßregelvollzug (insbesondere § 63 StGB, Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus)

09–18 Uhr

 

Ort: Seminarraum der Professur Bannenberg, Licher Straße 64, 1. OG

Eine Voranmeldung ist zwingend erforderlich. Es wird eine kontinuierliche Teilnahme erwartet.

Anmeldung möglich ab sofort: sekretariat.bannenberg@recht.uni-giessen.de

(0641 99 21571)

Sie erhalten baldmöglichst Rückmeldung, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen können.