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Artikelaktionen

Der FB02 in den Medien

Expertinnen und Experten des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften sprechen regelmäßig zu aktuellen Themen mit den Medien. Hier finden Sie eine Auswahl von aktuellen Interviews und Pressemitteilungen ab Januar 2022.

Vermittlung von Expertinnen und Experten des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften

Vera Klopprogge vermittelt Expertinnen und Experten des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften für Interviews und Medienanfragen.


Vera Klopprogge, M.A.

Photo credit: Matthias Heidrich

Foto: Matthias Heidrich
  • Tel.: +49 (0) 641-99 22620

Rückblick Gründungscontest StartMiUp im Gießener Anzeiger

Der Gießener Anzeiger hat am 29. April 2022 einen Artikel über die Capital Contest StartMiUp veröffentlicht. Der Gründungswettbewerb wird vom Entreprensurship Cluster Mittelhessen (ECM), das am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften angesiedelt ist, ausgerichtet.

Gründungscontest StartMiUp in der Gießener Allgemeinen + im Gießener Anzeiger

Die Gießener Allgemeinen Zeitung und der Gießener Anzeiger habem am 22. April 2022 über die Capital Contest StartMiUp berichtet. Dieser wird vom Entreprensurship Cluster Mittelhessen (ECM), das am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften angesiedelt ist, ausgerichtet.

Pressemitteilung: Ökonomische Auswirkungen einer Krise frühzeitig erkennen / Forschung Prof. Dr. Peter Winker

Die pandemiebedingte Wirtschaftskrise ist einzigartig in ihrer Schnelligkeit und dem weltweiten Ausmaß. Auch, wenn aktuell die Corona-Inzidenzen in Deutschland abflachen und sich einige Branchen erholen, bleiben dennoch schwere wirtschaftliche Schäden. Prof. Dr. Peter Winker, Professor für Statistik und Ökonometrie an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) hat zusammen mit Kollegen erforscht, welche schnell verfügbaren Indikatoren dabei helfen können, individuellere Hilfsangebote an Unternehmen zu machen.

 Prof. Dr. Peter Winker

Drei Fragen an Prof. Dr. Peter Winker


Was war der Gegenstand Ihrer Forschung und wie sind Sie vorgegangen?

Meine Forschungskollegen vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim, vom Unternehmen istari.ai, das auf KI-basierte Analysen von Webseiten spezialisiert ist, und ich wollten wissen, wie sich die Corona-Pandemie auf Unternehmen auswirkt und wie dies möglichst frühzeitig erkennbar ist. Ein solcher Ansatz wiederum kann politischen Entscheiderinnen und Entscheidern dabei helfen, individuellere Hilfsangebote an Unternehmen zu machen.

 

Wir haben dafür verschiedene Methoden miteinander kombiniert. Im ersten Schritt haben wir direkt zu Beginn der Pandemie im März 2020 eine so genannte „Ad-Hoc Webbased Impact Analysis“ gemacht und dafür über eine Million Webseiten von Unternehmen in ganz Deutschland ausgewertet. Dabei haben wir gemessen, wie häufig Begriffe wie „Corona“, „COVID-19“, „geschlossen“, „eingeschränkt“ und ähnliche verwendet wurden und wie sich diese Häufigkeiten in einem Verlauf von 1,5 Monaten verändert haben. So konnten wir sehr schnell erste Muster erkennen, wie Unternehmen von aktuellen Corona-Regeln betroffen sind und wie sie darauf reagieren. In einem zweiten Schritt wurden diese Daten mit einer später durchgeführten Fragebogenerhebung bei 1.500 Unternehmen abgeglichen. Im dritten Schritt haben wir uns die Daten zur Kreditwürdigkeit von 870.000 Unternehmen in Deutschland daraufhin angeschaut, ob das Ausmaß der früh gemessenen Betroffenheit die spätere Zahlungsfähigkeit beeinflusst hat. Zusammengenommen lässt sich sagen, dass mit der sehr schnell durchgeführten Erhebung bereits ein guter Eindruck gewonnen werden konnte, welche ökonomischen Auswirkungen die Pandemie auf Unternehmen hat.

 

Was waren die Ergebnisse Ihrer Untersuchungen?

Während der Corona-Pandemie mussten Politikerinnen und Politiker schnelle Entscheidungen treffen, um Unternehmen finanziell zu unterstützen. Häufig wurden die Hilfen dabei pauschal vergeben und konnten dem individuellen Bedarf der Unternehmen nicht gerecht werden. Mit unserer Studie konnten wir zeigen, dass beispielsweise die Analyse von Webseiten es erlaubt, sehr früh Indikatoren zu gewinnen, um Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen passend auszurichten.

 

Inwiefern kann ihre Methode auch für andere Situationen angewendet werden?

Die Grundidee einer gezielten Analyse von Firmenwebseiten und deren Verknüpfung mit anderen Indikatoren lässts ich auf viele weitere Szenarien anwenden. Einige davon werden im Startup istari.ai bereits kommerziell umgesetzt. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes mit dem ZEW befassen wir uns beispielsweise aktuell mit der Identifikation von Innovationen auf Firmenebene. Natürlich gibt es auch im Kontext des Ukraine-Kriegs Fragen, die mit der vorgestellten Methodik adressiert werden könnten, beispielsweise im Hinblick auf bestehende Restriktionen durch fehlende Vorprodukte oder Rohstoffe.

 

Forschung

Der wissenschaftliche Artikel „An Integrated Data Framework for Policy Guidance in Times of Dynamic Economic Shocks” von Peter Winker, Julian Oliver Dörr, Jan Kinne, David Lenz und Georg Licht ist im Februar 2002 im Magazin PLOS ONE erschienen und steht hier zum Download bereit.

Gießener Allgemeine: Interview mit Jürgen Meckl zu Globalisierung

Prof. Dr. Jürgen Meckl hat mit der Gießener Allgemeinen Zeitung über Deutschlands Abhängigkeit vom globalen Handel gesprochen. Das Interview ist am 15. April 2022 erschienen.

Private Banking Magazin: Interview mit Christina Bannier zu ESG-Vergütungsscore

Prof. Dr. Christina Bannier hat mit dem Private Banking Magazin über den von ihr entwickelten Vergütungsscore für DAX- und M-DAX-Unternehmen gesprochen, der abhängig vom Erreichen der Nachhaltigkeitsziele ist. Das Interview ist am am 13. April 2022 erschienen.

Capital: Interview mit Peter Tillmann zu Gaszahlungen

Prof. Dr. Peter Tillmann hat mit dem Wirtschaftsmagazin Capital über die Forderung Putins, Gas in Rubel zu bezahlen, gesprochen. Der Artikel ist am 25. März 2022 erschienen. 

Gießener Allgemeine: Interview mit Peter Tillmann zu Ölpreisen

Die Gießener Allgemeine hat mit Prof. Dr. Peter Tillmann über Benzinpreise gesprochen und einen Artikel mit seinen Zitaten am 19. März 2022 veröffentlicht. Link zum Artikel


Gießener Anzeiger: Interview mit Peter Tillmann zu Preiserhöhungen

Der Gießener Anzeiger hat am 18. März 2022 Prof. Dr. Peter Tillmann zu den Zusammenhänge zwischen Preiserhöhungen, dem Krieg in der Ukraine und den Sanktionen gegen Russland interviewt. Link zum Artikel


Pressemitteilung: Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen beeinflusst Risikowahrnehmung von Investor:innen

Pressemitteilung vom 18. März 2022

Nachhaltigkeit spielt auf den Kapitalmärkten zunehmend eine wichtige Rolle. Unternehmen, die sich für Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) engagierten und dies über Offenbarungspflichten transparent machen, werden für Investorinnen und Investoren attraktiver. Unternehmen senken so ihr Eigenkapitalrisiko.

Prof. Dr. Christina Bannier, Professorin für Banking & Finance an der Justus-Liebig-Universität Gießen hat gemeinsam mit ihren Kollegen Yannik Bofinger und Dr. Björn Rock untersucht, inwiefern die Offenlegungspflichten von Unternehmen diese Risikoeffekte beeinflussen können. Dazu haben sie Unternehmen in Europa und den USA miteinander verglichen. In Europa sind große Unternehmen auf Basis der so genannten Non-Financial Reporting Directive zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet. In den USA gibt es aktuell keine Veröffentlichungspflicht zum Thema Nachhaltigkeit – Unternehmen können aber freiwillig über ihr ESG-Engagement (Environment, Social, Governance) berichten.

„Die unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen in den verschiedenen Ländern haben einen Einfluss auf die Risikowahrnehmung von Investorinnen und Investoren: für europäische Unternehmen ist der risikosenkende Effekt unternehmerische Nachhaltigkeit wesentlich stärker ausgeprägt, als in den USA“, sagt Prof. Dr. Christina Bannier. „Die gesellschaftliche Relevanz des Themas Nachhaltigkeit verstärken diesen Effekt zusätzlich: Je mehr Unternehmen in Europa – auch wenn sie aufgrund ihrer Größe nicht regulatorisch dazu verpflichtet sind – über Nachhaltigkeitsaspekte berichten, desto massiver fällt die Risikoreduktion am Eigenkapitalmarkt aus. In den USA zeigt sich ein risikosenkender Effekt durch nachhaltige Unternehmensaktivitäten dagegen nur in extrem turbulenten Marktphasen, wie beispielsweise in der Finanzkrise 2008/2009.“

Das Forschungsteam führt diese Effekte auf die unterschiedliche Sozialisierung beim Thema Nachhaltigkeit zurück. „Investorinnen und Investoren in Europa setzen sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander, beispielsweise durch Gesetzgebungen und das individuelle Verhalten“, sagt Yannik Bofinger. „In den USA ist das Thema dagegen noch recht neu und wirkt sich kaum auf individuelle Investitionsentscheidungen aus.“

Darüber hinaus haben die Wissenschaftlerin und die beiden Wissenschaftler die Berichterstattung zu den einzelnen Aspekten der Nachhaltigkeit genauer ausgewertet. „Bei europäische Unternehmen sind risikosenkende Effekte besonders auf Stärken im Bereich Soziales und Unternehmensführung zurückzuführen. Der Umweltbereich hat dagegen kaum Auswirkungen auf das Eigenkapitalrisikos“, sagt Dr. Björn Rock. „In den USA lassen sich dagegen keinerlei individuelle Effekte der unterschiedlichen Nachhaltigkeitsbereiche identifizieren.“

 

Forschung

Der wissenschaftliche Artikel „Doing Safe by Doing Good: Non-Financial Reporting and the Risk Effects of Corporate Social Responsibility” von Christina Banner, Yannik Bofinger und Björn Rock ist im März 2022 im Magazin European Accounting Review erschienen und steht hier zum Download bereit.

 

 

 

 


Gießener Allgemeine: Überreichung EFI-Gutachten an Ministerin

Die Gießener Allgemeine hat am 14. März 2022 über die Überreichung des EFI-Gutachtens berichtet. Prof. Dr. Irene Bertschek des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften ist Teil der Expertenkommission. Link zum Artikel

Pressemitteilung: Andreas Walter forscht zu Nachhaltigkeitskriterien

Pressemitteilung vom 11. März 2022

Seit März 2021 gilt in der Europäischen Union die so genannte Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR). Diese Verordnung soll für mehr Transparenz bei Nachhaltigkeitsaspekten von Finanzprodukten – bezogen auf Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) – sorgen. Dazu werden Banken, Wertpapierfirmen, Pensionskassen und Risikokapitalgeber unter anderem verpflichtet, ihre Nachhaltigkeit (so genannten ESG-Kriterien) auf ihrer Webseite und in Jahresberichten offenzulegen. Ein Finanzprodukt gilt laut der Verordnung dann als nachhaltig, wenn es die Anforderungen nach Paragraph 8 oder 9 der SFDR erfüllt.

 

Prof. Dr. Andreas Walter, Professor für Finanzdienstleistungen an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), hat seit Inkrafttreten der SFDR rund 10.000 Fonds in der EU und knapp 16.000 Fonds in den USA untersucht. Dabei hat er analysiert, inwiefern sich die Zusammensetzung in Richtung eines nachhaltigeren Portfolios und sich die Investitionsbereitschaft bei Anlegerinnen und Anlegern verändert haben.

 

„Wir konnten zeigen, dass seit dem Inkrafttreten der SFDR Verordnung in Europa die Fonds nachhaltiger zusammengesetzt worden sind. Das liegt auch an der gesteigerten Nachfrage bei Investorinnen und Investoren in nachhaltige Investments. Erfüllt ein Fonds die Kriterien nach Paragraph 8 oder 9 der SFDR, wurde mehr in diesen Fonds investiert. Das wiederum steigert die Attraktivität eines nachhaltigen Fonds“, sagt Prof. Dr. Andreas Walter. „Anders sieht es bei Fonds auf Märkten aus, die keine Offenlegungspflicht haben, etwa in den USA. Dort haben Finanzakteure wenig Anstrengungen unternommen, ihre Fonds nachhaltiger zu gestalten.“

 

Forschung

Der wissenschaftliche Artikel „The power of ESG transparency: The effect of the new SFDR sustainability labels on mutural funds and individual investors“ von Andreas Walter, Martin G. Becker und Fabio Martin ist im Februar 2022 im Magazin Finance Research Letters erschienen und steht hier zum Download bereit.

 

Prof. Dr. Andreas Walter
Prof. Dr. Andreas Walter. Foto: Till Schürmann


hr-iNFO: Interview mit Christina Bannier zu Vorstandsvergütung

Prof. Dr. Christina Bannier hat mit hr-iNFO über die Vergütung von Vorständen und inwiefern das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen darauf Einfluss hat gesprochen. Das Interview wurde am 11. März 2022 gesendet.

Pressemitteilung: Irene Bertschek berät mit EFI-Gutachten die Bundesregierung

Pressemitteilung vom 9. März 2022

 

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat am Mittwoch (9. März 2022) ihr jährliches Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, vorgelegt. Prof. Dr. Irene Bertschek, Professorin für Ökonomie der Digitalisierung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und Leiterin des Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“ am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, ist Mitglied der Kommission. Die Kommission hebt im Gutachten neben weiteren Themen den erheblichen Rückstand Deutschlands bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens hervor und betont, dass die Nutzung von Gesundheitsdaten neue Möglichkeiten für eine personalisierte Medizin eröffnet.

 

Von links nach rechts: Prof. Dr. Till Requate, Prof. Dr. Irene Bertschek (zugeschaltet), Prof. Dr. Katharina Hölzle (stv. Vorsitzende), Prof. Dr. Uwe Cantner (Vorsitzender), Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger, Prof. Dr. Holger Bonin, Prof. Dr. Carolin Häussler. Copyright: BMBF/Hans-Joachim Rickel


„Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei der Digitalisierung weit hinter anderen europäischen Ländern zurück. Gerade die aktuelle Coronakrise hat schonungslos aufgezeigt, dass das deutsche Gesundheitssystem massive Defizite bei der Digitalisierung aufweist“, so Prof. Dr. Irene Bertschek. Sie verweist auf die großen Innovations- und Wertschöpfungspotenziale, die mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens verbunden sind: „Unsere Analyse zeigt, dass digitale Technologien die Qualität der Gesundheitsversorgung verbessern können. Zudem eröffnet die zunehmende Verfügbarkeit von Gesundheitsdaten in Verbindung mit modernen digitalen Analyseverfahren neue und weitreichende Möglichkeiten für eine stärker personalisierte Diagnostik und Therapie.“

 

Diese hohen Potenziale werden in Deutschland bisher allerdings verschenkt. Deshalb empfiehlt die Expertenkommission der Bundesregierung, eine „Digitalisierungsstrategie rasch zu entwickeln und umzusetzen und dabei alle relevanten Akteursgruppen des Gesundheitswesens einzubeziehen“, wie Irene Bertschek betont.

 

Vor dem Hintergrund der bestehenden Hemmnisse bei der Weitergabe und Nutzung von Gesundheitsdaten befürwortet die Expertenkommission ausdrücklich das im Koalitionsvertrag angekündigte Gesundheitsdatennutzungsgesetz zur besseren wissenschaftlichen Nutzung von Gesundheitsdaten. Dabei ist die DSGVO-konforme Nutzung von Gesundheitsdaten für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so zu gestalten, dass der administrative Aufwand für diese möglichst gering ist.

 

Weitere Themen des EFI-Gutachtens 2022 sind die Potenziale digitaler Plattformen – ebenfalls ein Expertengebiet von Irene Bertschek –, die Forschungs- und Innovationspolitik in der neuen Legislaturperiode, Schlüsseltechnologien und technologische Souveränität und der motorisierte Individualverkehr auf dem Weg zur Nachhaltigkeit.

 

Die EFI leistet wissenschaftliche Politikberatung im Auftrag der Bundesregierung. Sie legt jährlich ein Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Im Zusammenhang mit den Gutachten finden umfassende Analysen der Stärken und Schwächen des deutschen Innovationssystems im internationalen und zeitlichen Vergleich statt. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Untersuchungen werden zudem die Perspektiven des Forschungs- und Innovationsstandortes Deutschland bewertet und Vorschläge für die nationale Forschungs- und Innovationspolitik erarbeitet.

 

Weitere Informationen und Download des Gutachtens: www.e-fi.de

Gießener Allgemeine: Interview Peter Tillmann zu Sanktionen in Russland

Die Gießener Allgemeine hat am 4. März ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Peter Tillmann zu den Sanktionen gegen Russland veröffentlicht. Link zum Artikel

Gießener Allgemeine: Rückblick Veranstaltungen GIZOE zum Krieg in der Ukraine

Die Gießener Allgemeine hat am 7. März einem Artikel zur Veranstaltung "Putins Krieg in der Ukraine" des Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) veröffentlicht, bei der auch Prof. Dr. Matthias Göcke des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften gesprochen hat. Link zum Artikel

Interview: Christina Bannier zu Nachhaltigkeitskomponenten in der Vorstandsvergütung

Pressemitteilung vom 4. März 2022

 

Prof. Dr. Christina Bannier, Professorin für Banking und Finance an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), beschäftigt sich in Forschung, Lehre und Praxis intensiv mit Nachhaltigkeit und Corporate Governance. Sie hat ein Scoring entwickelt, das die Einbindung von ESG-Zielen in die Vergütungssysteme von Aktiengesellschaften bewertet. In ihrer aktuellen Forschung hat sie dabei – neben den DAX-Gesellschaften – auch einen Schwerpunkt auf Unternehmen des MDAX gelegt.

 

Christina Bannier in den Stiftungsrat der Stiftung Geld und Währung berufen

Vier Fragen an Prof. Dr. Christina Bannier


Was ist bei den diesjährigen Hauptversammlungen beim Thema Vorstandsvergütung zu erwarten?

Der Großteil der DAX- und MDAX-Unternehmen hat bereits im letzten Jahr ihren Aktionären auf der Hauptversammlung ein neues Vergütungssystem vorgestellt und darin erklärt, wie sie zukünftig ihre Vorstandsmitglieder entlohnen wollen. Im Vergütungssystem wird genau dargelegt, welche Ziele erreicht werden müssen, um einen entsprechenden Bonus oder eine langfristige Vergütungskomponente ausgeschüttet zu bekommen. Viele Gesellschaften haben dabei erstmals Nachhaltigkeitsziele in ihr Vergütungssystem aufgenommen und diese – mehr oder minder detailliert – erläutert und begründet. In der diesjährigen Hauptversammlung werden die Aktionäre erstmals über den Vergütungsbericht abstimmen, also darüber, welche Zahlungen das Unternehmen konkret an die Vorstandsmitglieder aufgrund der erreichten Ziele geleistet hat oder in der Zukunft noch leisten wird. Die Hauptversammlungssaison in diesem Jahr sollte uns somit einen ersten Einblick erlauben, ob die in den Vergütungssystemen gesteckten Nachhaltigkeitsziele erreicht wurden, oder ob sie ggf. zu ambitioniert oder auch zu wenig anspruchsvoll waren.

 

Inwiefern zeigt sich an der Zusammensetzung der Vorstandsvergütung, ob ein Unternehmen nachhaltig agiert? Warum sind Vergütungssysteme, die ESG-Kriterien berücksichtigen, wichtig?

An den Vergütungssystemen kann man gut ablesen, wie ernst ein Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit nimmt und ob es geschafft hat, die für sich wirklich wesentlichen Nachhaltigkeits-Aspekte zu identifizieren. Das Thema Nachhaltigkeit ist für viele Unternehmen immer noch recht neu und schwer zu greifen. Häufig bekennen sich Unternehmen daher zunächst sehr pauschal zu dem Thema Nachhaltigkeit, machen aber nicht deutlich, wie sie dies in den Unternehmens-internen Prozessen und Strukturen implementieren wollen. Genau dies nährt die Gefahr des „Greenwashings“. Das Vergütungssystem ist ein sehr gutes Instrument, um dem entgegenzuwirken. Dazu muss konkret und glaubwürdig dargelegt werden, welche Nachhaltigkeitsziele für das individuelle Unternehmen überhaupt wichtig sind, und diese müssen dann transparent nachvollziehbar in der Vergütung verankert werden. Idealerweise sollte sich dies auch in der Vergütung der Management-Ebenen unterhalb des Vorstands fortsetzen, um deutlich zu machen, dass Nachhaltigkeit eben nicht nur ein Wort, sondern dass hier von allen Mitarbeitenden Taten gefordert (und honoriert) werden.

 

Sie haben bereits einen ESG-Vergütungs-Score (zusammen mit der Fondsgesellschaft Union Investment) für DAX-40-Unternehmen entwickelt. Was ist beim aktuell von Ihnen entwickelten ESG-Vergütungs-Score für DAX- und MDAX-Unternehmen anders?

Um sowohl die wesentlich größeren DAX- als auch die kleineren MDAX-Unternehmen sinnvoll mit einem einheitlichen Score bewerten zu können, haben wir etwas mehr Kriterien in den Score einfließen lassen, als in der früheren Bewertung mit Union Investment. Neben der Frage, wie gut die Nachhaltigkeitsziele wirklich zum Unternehmen, seiner Strategie und Branche passen, welchen Anteil die Nachhaltigkeitsziele an der Gesamtvergütung ausmachen und wie transparent und ambitioniert die Nachhaltigkeitsziele formuliert sind und gemessen werden, haben wir nun unter anderem auch danach gefragt, welche Rückforderungs-Möglichkeiten („Clawback“) das Unternehmen vorsieht, ob es eine Aktienhaltevorschrift für die Vorstände gibt und ob die Gesamthöhe der Vergütung transparent limitiert ist. Insgesamt ergibt sich so ein sehr differenziertes Bild der Nachhaltigkeits-Qualität eines Vergütungssystems, das sowohl für größere als auch für kleinere Aktiengesellschaften sinnvoll anwendbar ist.

 

Welche Unternehmen sind im von Ihnen erstellten ESG-Vergütungs-Score führend und warum?

Die drei Spitzenplätze im ESG-Vergütungs-Score werden von der Deutschen Bank, K+S und Covestro eingenommen. Mit K+S hat sich sogar ein MDAX-Unternehmen unter die Top-3 geschoben. Allen drei Vergütungssystemen ist gemeinsam, dass die verwendeten Nachhaltigkeitsziele unmittelbar aus der Unternehmens-Strategie abgeleitet werden, dass sie vornehmlich und mit einem hohen Gewicht in der langfristigen Vergütung verankert sind und dass transparent nachvollziehbare Zielniveaus formuliert werden. Diese Kombination macht deutlich, dass die Unternehmen die Nachhaltigkeitstransformation wirklich ernst nehmen: Im Unterschied zum „Mittelfeld“ des Rankings haben diese Unternehmen ein individuell zugeschnittenes Nachhaltigkeits-Profil als relevant identifiziert und ihr Vergütungssystem in weiten Teilen darauf zugeschnitten. Dies erfordert Mut, denn es bedeutet, dass eine klare Priorisierung auf bestimmte Nachhaltigkeits-Aspekte erfolgt und reduziert gleichzeitig die Bedeutung von finanziellen Zielen für die Vergütung – obgleich diese natürlich für die Unternehmen weiterhin enorm wichtig sind. Aber erst dadurch kann ein glaubwürdiges Signal an den Kapitalmarkt ausgesendet werden: „Put your money where your mouth is“.

Die Unternehmen im unteren Mittelfeld des Scores beweisen diesen Mut kaum. Sie sind sehr zaghaft in der Implementierung von Nachhaltigkeitszielen: Diese machen nur einen sehr geringen Anteil der Gesamtvergütung aus und konzentrieren sich eher auf „allgemeine-anerkannte“ Nachhaltigkeitsbereiche wie CO2-Reduktion, sind also gerade nicht besonders Unternehmens-spezifisch.

Interessant ist jedoch, dass die MDAX-Unternehmen den DAX-Unternehmen kaum nachstehen in der ESG-Qualität ihrer Vergütung: Unter den Top-30 Positionen im Ranking finden sich 17 DAX- und 13 MDAX-Gesellschaften.

 

HR1: Interview Peter Tillmann zu Sanktionen in Russland

Der Radiosender HR1 hat am 1. März 2022 Peter Tillmann zu einer Einordnung der aktuellen Sanktionen gegen Russland interviewt. Das Interview wurde live gesendet.

Expertin Christina Bannier zum Krieg in der Ukraine

März 2022

 

Prof. Dr. Christina Bannier, Professorin für Banking und Finance an der Justus-Liebig-Universität Gießen:

 

„Die Sanktionen gegen Russland waren weitgehend absehbar und die Finanzinstitute hatten sich bereits darauf eingestellt. Aktuell sind die deutschen Banken damit beschäftigt, die Sanktionen gegen Russland umzusetzen. Das erfordert einen hohen Aufwand, der nicht unterschätzt werden sollte. Schon in der Vergangenheit haben Finanzinstitute mit der Umsetzung von Sanktionen Erfahrungen gesammelt (beispielsweise Sanktionen gegen iranische Kundinnen und Kunden in den vergangenen Jahren). Schwieriger könnten es werden, individuelle Personen – etwa europäische Managerinnen und Manager, die als Aufsichtsräte in russischen Energie- oder Finanz-Unternehmen tätig sind – aus dem Wirtschaftskreislauf Russlands zu entflechten.“

Prof. Dr. Christina Bannier

Prof. Dr. Christina Bannier Foto: Katrina Friese

Experte Peter Tillmann zum Krieg in der Ukraine

März 2022

Prof. Dr. Peter Tillmann, Professor für Monetäre Ökonomik an der Justus-Liebig-Universität Gießen:

 

„Die am Wochenende beschlossenen Sanktionen gegen die russische Zentralbank sind die schärfste Waffe im Sanktionspaket des Westens. Damit steht das Sicherheitspolster für die Finanzmärkte nicht mehr zur Verfügung. Der dramatische Fall des Rubel am heutigen Montag (28. Februar 2022) ist erst der Anfang einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise in Russland."

 Prof. Dr. Peter Tillmann Foto: Katrina Friese

 

 

Tagesspiegel Backgrounder KI: Irene Bertschek im Porträt

Der Tagesspiegel Backgrounder KI hat im Februar 2022 ein ausführliches Porträt von Prof. Dr. Irene Bertschek veröffentlicht.

Tagesspiegel Backgrounder Sustainable Finance: Christina Bannier im Porträt

Der Tagesspiegel Backgrounder Sustainable Finance hat im Februar 2022 ein ausführliches Porträt von Prof. Dr. Christina Bannier veröffentlicht.

FAZ: Alexander Haas zu "Wie punkte ich in digitalen Bewerbungen"

Die FAZ hat im Februar 2022 Prof. Dr. Alexander Haas zu Tipps und Tricks bei der digitalen Bewerbung und für Vorstellungsgespräche interviewt.

Pressemitteilung: Andreas Walter in Arbeitsausschuss des Deutschen Institut für Normung berufen

Pressemitteilung vom 21. Februar 2022

Andreas Walter in Arbeitsausschuss des Deutschen Institut für Normung berufen

Seit Mitte Januar 2022 ist er einer von drei Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft des insgesamt etwa 30-köpfigen Arbeitsausschusses. Dieser wird eine Handreichung für Finanzdienstleister entwickeln, die die Nachhaltigkeitspräferenzen von Kundinnen und Kunden nach einem standardisierten Prozess ermitteln soll.

Ab August 2022 sind Banken und Versicherungen verpflichtet, die Nachhaltigkeitspräferenzen der Anlegerinnen und Anleger in Beratungsgesprächen zu ermitteln und über die Nachhaltigkeitsaspekte der gewählten Finanzprodukte aufzuklären. Dabei sollen so genannte ESG-Standards bei den Themen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) berücksichtigt werden. In Vorbereitung auf diesen Termin wird der Arbeitsausschuss einen Standard für die Präferenzermittlung entwickeln.

„Ich freue mich, dass ich aktiv daran mitarbeiten kann, diesen neuen Standard zu entwickeln. Das standardisierte Vorgehen hilft Verbraucherinnen und Verbraucher dabei, sich bewusst und transparent für eine Geldanlage zu entscheiden, die zu ihren Nachhaltigkeitspräferenzen passt“, sagt Prof. Dr. Andreas Walter.

Die Gruppe Finanzdienstleistungen für den Privathaushalt setzt sich aus Personen der Versicherungs- und Finanzbranche, IT, Rechtsberatung, Verbraucherschutz und Wissenschaft zusammen Der zu erarbeitende Leitfaden ist eine Erweiterung der bereits bestehenden DIN-Norm 77230 zur Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte.

 

CapInside: Interview mit Andreas Walter zum Geschäftsmodell von Neobanken

Das Onlinemagazin CapInside hat im Januar 2022 mit Prof. Dr. Andreas Walter über das Geschäftsmodell von Neobanken gesprochen. Link zum Artikel

Handelsblatt: Einschätzung von Christina Bannier zum Finanzplatz Paris

Das Handeslblatt hat im Januar 2022 Prof. Dr. Christina Bannier zur Rolle des Finanzplatz Paris interviewt. Link zum Artikel

Pressemitteilung: Christina Bannier in den Stiftunsvorstand Geld & Währung berufen

Pressemitteilung vom 4. Januar 2022

Christina Bannier in den Stiftungsrat der Stiftung Geld und Währung berufen

Ab dem 1. Januar 2022 beginnt ihre dreijährige Amtszeit als stellvertretendes Mitglied. Christina Bannier ist die erste Frau, die seit der Gründung im Jahr 2002 als stellvertretendes Mitglied in den Stiftungsrat berufen wurde.

Die sieben Mitglieder des Stiftungsrates sowie ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter sind Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, von Ministerien und Banken. Zu ihren Aufgaben zählen dabei insbesondere die Entscheidungen über die Förder- und Anlagepolitik der Stiftung.

Die Stiftung Geld und Währung unterstützt die wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet des Geld- und Währungswesens. Dazu zählen unter anderem Promotionsstipendien, der Aufbau des Kompetenzzentrums „Institute for Monetary and Financial Stability“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Summer Schools, Konferenzen und Unterstützung bei Veröffentlichungen.

Börsenzeitung: Christina Bannier in den Stiftungsrat Geld und Währung berufen

Die Börsenzeitung hat am 4. Januar 2022 über Prof. Dr. Christina Banniers neue Rolle im Stiftungsrat Geld und Währung berichtet. Link zum Artikel

Manager Magazin: Christina Bannier hat einen Index zur Vorstandsvergütung entwickelt

Das Manager Magazin stellt im Januar 2022 den von Prof. Dr. Christina Bannier entwickelten Score vor, der die Vergütung von Managerinnen und Managern abhängig von der Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien bewertet. Link zum Artikel

Gießener Anzeiger: Interview mit Corinna Ewelt-Knauer

Der Gießener Anzeiger hat am 10. Dezember 2022 Prof. Dr. Corinna Ewelt-Knauer zu ihrer neuen Rolle als Dekanin des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaten (ab 1. April 2022) interviewt. Link zum Artikel