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Forschung BWL VI

Forschung BWL VI

Die Forschungsarbeiten an der Professur für Banking & Finance nutzen sowohl empirische als auch theoretische und experimentelle Arbeitsmethoden. Sie lassen sich inhaltlich den folgenden Themengebieten zuordnen:

 


Unternehmensfinanzierung und Banking:

Aktuelle Projekte der Professur in diesem Forschungszweig untersuchen die Cashflow-Sensitivität der Fremdkapitalfinanzierung und der Investitionstätigkeit in kapitalmarkt-fähigen Unternehmen und deren Zusammenhänge. Forschungsgegenstand ist ein großer Datensatz US-amerikanischer Unternehmen im Zeitraum 1984 bis 2016. Wir zeigen, dass nicht nur externe Finanzierungsrestriktionen sondern auch interne, operative Hedging-Notwendigkeiten das Zusammenspiel von Investitionen, Kredithöhe und Kassebestand beeinflussen.

Andere Projekte befassen sich beispielsweise mit der konkreten Ausgestaltung von Bankkrediten, deren Zinssätze von der Performance des kreditnehmenden Unternehmens abhängen. Dabei kann die Performance einerseits durch externe Kreditratings gemessen werden, andererseits jedoch auch durch interne Bilanz- und GuV-Kennzahlen bestimmt werden. Wir zeigen, wie die Wahl des jeweiligen Performance-Maß von den Unternehmens-Charakteristika abhängt.

 

Nachhaltigkeit und Corporate Governance: Compliance und ESG

Welche Rolle spielen nicht-finanzielle Strategien, z.B. im Bereich ESG (environment, social, governance), für Unternehmen? Warum ergreifen Unternehmen umfangreiche Compliance-Maßnahmen? Profitieren Unternehmen von einem hohen Maß an Diversität im Management? Diesen Fragen gehen unterschiedliche Projekte nach, die Unternehmen auch vor ihrem kulturellen Hintergrund (USA, UK, Kontinental-Europa) vergleichen und untersuchen, welche Folgen die genannten Strategien  insbesondere im Hinblick auf die Risikostruktur der Unternehmen haben.

 

ETFs vs. aktives Asset-Management:
Die starken Zuflüsse in Exchange Traded Funds lassen passives Anlagemanagement immer stärker in den Vordergrund treten. Inwiefern kann ein solches Anlegerverhalten jedoch noch zu effizienten Kapitalmärkten beitragen? Dieser Frage widmen sich unterschiedliche Forschungsprojekte. Es wird beispielsweise untersucht, ob und wie die Zahlungsflüsse in ETFs auf Kreditrating-Änderungen reagieren und welche Konsequenzen dies für die Informationsqualität von Wertpapierpreisen haben wird.


Unternehmens- / Projektbewertung:

Im Unterschied zu klassischen Bewertungsverfahren wie der Discounted-Cashflow-Methode oder dem Multiples-Verfahren, erlaubt die Bewertung anhand von Realoptionen die Berücksichtigung von Management-Flexibilität im Projekt- bzw. Unternehmensablauf. Dies ist insbesondere dann wertvoll, wenn die Investition in einem sehr unsicheren Umfeld getätigt werden soll, bspw. durch regulatorische Eingriffe oder politische Unsicherheiten, oder wenn ein vollkommen neuer Markt erschlossen werden soll. Das Forschungsprojekt zeigt Wege auf, wie das Bewertungsverfahren der Realoptionen in unterschiedlichen Situationen und für Unternehmen in unterschiedlichen Industrien und Entwicklungsphasen eingeführt und stabil angewendet werden kann.

 

Social Finance:

Entscheidungen unter Unsicherheit sind vielfach von Wahrnehmungsfehlern beeinträchtigt, so dass häufig ineffiziente Handlungen resultieren. Diese Erkenntnis des Behavioral Finance-Paradigmas wird in den Forschungsprojekten der Professur ergänzt durch das Social-Paradigma: auch gesellschaftlich-soziale Phänomene beeinflussen individuelle Entscheidungen. Dazu zählen kulturelle Moralvorstellungen und Normen ebenso wie Sprache, Religion oder Ideologien, die teils auch durch soziale Netzwerke initiiert und verbreitet werden. In unterschiedlichen Projekten befasst sich die Forschungsarbeit der Professur insbesondere mit der Frage, inwiefern die Unternehmenskommunikation von kulturellen Faktoren beeinflusst wird und ob der Kapitalmarkt in der Lage ist, die angebotenen Informationen effizient zu verarbeiten. Ziel ist es, kulturelle und soziale Faktoren aus unterschiedlichen Kommunikationsformen herauszufiltern, um so die Informationslieferung von Unternehmen in unterschiedlichen Sprachkreisen global vergleichbar und nutzbar zu machen.

 

Finanzwissen und Haushaltsfinanzierung:

Vor dem Hintergrund steigender Komplexität von Anlageprodukten bei gleichzeitig zunehmender Bedeutung der privaten Altersvorsorge kommt der Finanzbildung der privaten Haushalte ein hoher Stellenwert zu. Auch wenn bekannt ist, dass das Finanzwissen deutscher Haushalte gering ist, sind weitere Merkmale sowie auch die Gründe für die geringe Finanzbildung weitestgehend unbekannt. In mehreren Projekten befasst sich die Forschungsarbeit der Professur daher mit der Frage, warum beispielsweise tatsächliche und subjektiv-wahrgenommene Finanzbildung insbesondere unter Frauen mit hohem Bildungsstand stark voneinander abweichen und welche Konsequenzen dies hat. Es wird auch untersucht, inwiefern die Anlageberatung dieser Problematik Rechnung tragen kann, um so effizientere Anlageentscheidungen gerade unter Frauen, die besonders stark vom Risiko der Altersarmut betroffen sind, zu fördern. Basis der Forschungsprojekte sind Umfragedaten deutscher wie internationaler Haushalte.