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Forschung BWL VI

Forschung BWL VI

Die Forschungsarbeiten an der Professur für Banking & Finance nutzen sowohl empirische als auch theoretische und experimentelle Arbeitsmethoden. Somit lassen sich äußerst robuste Erkenntnisse gewinnen. Die Forschungsthemen konzentrieren sich derzeit auf folgende Themen: 

 

 

 

Nachhaltigkeit und Corporate Governance: Compliance und ESG

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeits-Strategien, d.h. Engagement im Bereich ESG (Environment, Social, Governance), für Unternehmen? Lassen sich so Risiken reduzieren? Wie grenzt sich Compliance davon ab? Und wie können Investoren an den Kapitalmärkten profitieren, wenn sie ESG für ihre Anlageentscheidungen berücksichtigen? Diesen Fragen gehen wir in unterschiedlichen Projekte nach, die Unternehmen auch vor ihrem kulturellen Hintergrund (USA, UK und Kontinental-Europa) vergleichen.

 

 

Behavioral und Social Finance:

Beeinflussen gesellschaftlich-soziale Aspekte wie z.B. kulturelle Moralvorstellungen oder Ideologien, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden, unsere wirtschaftlichen Entscheidungen? Was bedeutet dies für die „optimale“ Bereitstellung von wirtschaftlichen Informationen, so dass im Rahmen sozialer Kontexte möglichst rationale Entscheidungen getroffen werden? In unterschiedlichen experimentellen Projekten befassen wir uns insbesondere mit der Frage, wie Fehler in Investitions- und Rückzahlungs-Entscheidungen privater Haushalte vermieden werden können. 



ICOs und Entrepreneurial Finance:

Junge, innovative Unternehmen nutzen zunehmend neue Formen der Unternehmensfinanzierung wie bspw. über Initial Coin Offerings (ICOs). Diese können zu teils ganz anderen Anreizeffekten für das Management führen, als man es von traditionellen Finanzierungsformen kennt. Unter welchen Bedingungen sind ICOs die „bessere“ Finanzierung für junge Unternehmen? Und inwiefern treibt das Finanzwissen eines Entrepreneurs dessen Finanzierungsentscheidungen und damit den Unternehmenserfolg?

 

 

Financial-Literacy und Sustainability-Literacy:

Die zunehmende Komplexität von Anlageprodukten macht ein solides Finanzwissen unabdingbar für die Abwägung von Risiko-Rendite Aspekten. Auch von regulatorischer Seite wird die Berücksichtigung des Finanzwissens eines Kunden im Beratungsprozess verlangt. Wie steht es aber um die Sustainability-Literacy, wenn Privatkunden zunehmend auch Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Anlageentscheidungen einfließen lassen möchten bzw. sollen? Wie kann Nachhaltigkeit so gemessen werden, dass Privatkunden sich auf dieses Maß in ihren Entscheidungen verlassen können? Was bedeutet dies für die Unternehmen bzw. ihre Reporting-Pflichten gegenüber dem Kapitalmarkt?