Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Artikelaktionen

Center for Management Studies

Das Center for Management Studies (CMS) hat sich zum Ziel gesetzt, den Bereich der evidenzbasierten Unternehmensführung weiter zu entwickeln und mit dem Erstellen eigener Meta-Analysen und primärempirischer Untersuchungen dazu beizutragen, kontextabhängiges und zielorientiertes Gestaltungs- und Handlungswissen zu generieren.


Was ist die Grundidee des „Evidence-based Management“ (EBM)? Die Innovation liegt im Untersuchungsansatz, der sogenannten Meta-Analyse – eine Forschungsmethode, die heute vor allem in der medizinischen Forschung anzutreffen ist und dort quasi den Status eines Goldstandards erreicht hat.


Im Gegensatz zu Einzelerfahrungsberichten gelangt man mit einer Meta-Analyse durch statistische Integration aller weltweit vorhandenen empirischen Studien zu evidenzbasierten Ergebnissen, die den Status Quo an Erkenntnissen zu einem bestimmten Problemfeld präsentieren. Insofern geben sie in wissenschaftlich abgesicherter Weise Ansatzpunkte für Best Practices. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen zwei grundsätzliche Fragen:

 

  1. Welcher Gesamtzusammenhang besteht zwischen den untersuchten Handlungsvariablen und dem Unternehmenserfolg?
  2. Welche Moderatoren beeinflussen den Erfolg und Misserfolg der untersuchten Handlungsvariablen?

 

Unter dem Schlagwort Evidence-based Management wird in jüngster Zeit die Forderung nach verbesserter Entscheidungsqualität in der Managementpraxis laut. Im Kern wird argumentiert, dass Manager die Qualität ihrer Entscheidungen erhöhen könnten und müssten, indem sie auf die aktuellsten und besten Informationen zurückgreifen, die als wissenschaftlich-empirisch gesicherte Erkenntnis und als praktisch erprobtes Wissen anzuerkennen sind.

Neu ist die Auseinandersetzung mit der Wissenschafts-Praxis-Lücke nicht. Sie findet seit geraumer Zeit aus Sicht der Forschung als „rigor versus relevance“-Debatte statt und schlägt sich hier vielfach in der Forderung nieder, wissenschaftliche Qualität (rigor) und praktische Relevanz (relevance) seien gleichermaßen in der Managementforschung anzustreben – im Sinne einer „pragmatic science“. Neu ist allerdings, dass Befürworter eines Evidence-based Management in Anlehnung an die Entwicklung anderer Fachdisziplinen die Bedeutung von Forschungssynthesen für die Bereitstellung von evidenzbasiertem Wissen für die Unternehmenspraxis und Wissenschaft herausstellen. Dabei sei es Ziel einer Forschungssynthese, vorhandenes empirisches Wissen zu einer konkreten Problemstellung systematisch zu sammeln, zu analysieren und im Hinblick auf allgemeingültige Prinzipien und kontextspezifische Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu interpretieren.

Entlang der vorgenannten Überlegungen sind drei Mängel zu benennen, die es auf dem Weg zu einem Evidence-based Management zu beseitigen gilt; hierzu möchte das CMS einen Beitrag leisten:
 
  1. Handlungsdefizit bei der Anwendung evidenzbasierter Erkenntnisse in der Unternehmenspraxis
  2. Kommunikationsdefizit bei der Bereitstellung und Vermittlung evidenzbasierter Informationen der Forschung und Lehre für die Unternehmenspraxis
  3. Inhaltsdefizit innerhalb der Forschung, evidenzbasierte Erkenntnisse systematisch zu gewinnen.

 

Von wissenschaftlicher Seite wird das CMS von einem mehrköpfigen Direktorium geleitet. Um den Anwendungsbezug der Forschungsprojekte zu schärfen und den Transfer der gewonnenen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen in die Unternehmenspraxis sicher zu stellen, wird das CMS durch einen Industriebeirat getragen. Wissenschaft und Praxis kooperieren im CMS auf verschiedenen Themengebieten.