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VWL 1: Regulatorische und ordnungspolitische Herausforderungen des Übergangs zur klimaneutralen Wirtschaft

Die Professur VWL I (Prof. Dr. Georg Götz) hatte auch im Wintersemester 2020/21 wieder ein integriertes Bachelor- und Masterseminar veranstaltet. Die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer befassten sich dabei umfassend mit dem Thema „Regulatorische und ordnungspolitische Herausforderungen des Übergangs zur klimaneutralen Wirtschaft" (Betreuung und Konzeption durch Prof. Dr. Georg Götz, PD Dr. Johannes Paha, Dr. Daniel Herold, Jan Thomas Schäfer, Phil-Adrian Klotz und Maximilian Maurice Gail). Die Vorstellung der Arbeiten fand am 05. und 06. Februar 2021 im Rahmen einer Blockveranstaltung über Microsoft Teams statt.

Im Fokus dieses Seminars stand die Analyse des Klimawandels aus ökonomischer Sicht und die Beurteilung der politischen Zielsetzungen und Maßnahmen, um den Übergang hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft erfolgreich zu bewältigen. Während am ersten Seminartag die europäischen und deutschen Klimaschutzziele sowie die Themen Wasserstoff und Energieerzeugung im Mittelpunkt standen, ging es am zweiten Tag schwerpunktmäßig um die ökonomische Analyse bestimmter Sektoren wie dem Flug-, Schienen- und Automobilverkehr.

Herr Dr. Söhrich

 

Neben den Präsentationen der Studierenden gab es dabei auch zwei Expertenvorträge. Marcus A. Söhrich von der Open Grid Europe GmbH konnte allen Teilnehmern einen detaillierten Einblick in die Problematik geben, mit der sich die Open Grid Europe im Zuge der aktuellen politischen Rahmenbedingungen beschäftigt. Die OGE ist einer der führenden europäischen Fernleitungsnetzbetreiber und wird ihre Leitungen heute und in Zukunft auch für den Transport von Wasserstoff nutzbar machen. Herr Söhrich machte dabei in seinem Vortrag auch deutlich, welche Probleme es mit Blick auf eine grüne Energieversorgung aktuell noch aus politischer und ökonomischer Sicht gibt.

 

Herr Dr. Franz von der Innogy SE konnte einen tieferen Einblick in die Stromverteilnetze und deren Rolle für die Energiewende geben. Innogy ist ein ehemaliges Tochterunternehmen von RWE, das Stromverteilernetze betreibt und auch elektrischen Strom erzeugt. Herr Dr. Franz stellte hierbei eine Studie vor, die sich insbesondere mit der Finanzierung des Ausbaus der Stromübertragungsnetze befasst. Durch die immer größer werdende Nachfrage nach (grünem) Strom bestehe hier ein erheblicher Finanzierungsbedarf, der aber möglichst genau kalkuliert werden sollte. Denn sowohl eine Über- als auch Unterfinanzierung des Stromnetzausbaus würde unterschiedliche Probleme mit sich bringen.

Wie bereits erwähnt, spielte auch der Verkehrssektor eine große Rolle im Seminar. Vom Modal Shift hin zu den Herausforderungen für den Automobilsektor, Schienen- und Luftverkehr bis zum internationalen Güterverkehr über See wurden all diese Themen vorgestellt und diskutiert. Hierbei wurde bspw. über das Ausweichen auf umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel oder die staatlichen Subventionen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen in Deutschland debattiert.

Sowohl nach den Gastvorträgen als auch im Anschluss an die studentischen Vorträge wurde die Zeit für eine intensive Diskussion genutzt. Die Experten konnten den Studierenden weitergehende Fragen beantworten und es fand ein reger Austausch statt. Den Seminarteilnehmern wurde also neben ihren persönlichen Arbeiten ein umfassender Einblick in die unterschiedlichsten Aspekte dieser breit gefächerten Thematik gewährt. So konnte sich jeder einen Überblick darüber verschaffen, wie stark die Wirtschaft von der Klimapolitik beeinflusst wird und gleichzeitig wo die Schwächen dieser Politik aus ökonomischer Sicht liegen.

(verfasst von Theresa Daniel, Seminarteilnehmerin)

Gruppenbild Seminar WiSe20-21