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Diplomarbeit in Kooperation mit der Bundesnetzagentur

Im Wintersemester 2010/2011 verfasste Herr Dipl. Volkswirt Sven Heim seine Diplomarbeit zum Thema „Theoretische und empirische Analyse des Regelenergiemarktes - Marktdesign, Preisbildung und Marktmacht“ in Kooperation mit der Bundesnetzagentur. Der folgende Bericht fasst die Erfahrungen von Herrn Heim zusammen. Die Diplomarbeit selbst wurde durch die österreichische Regulierungsbehörde für Elektrizität und Erdgas,  Energie-Control Austria als beste Abschlussarbeit im Jahr 2012 ausgezeichnet.

„Als ich damit begann mir Gedanken über meine anstehende Diplomarbeit zu machen stand schnell fest, dass ich ein Thema aus dem Energiebereich wählen würde. Das war naheliegend, da ich zuvor bereits einige Jahre als Werkstudent beim Kraftwerkshersteller Areva gearbeitet hatte. Bei meiner Themenrecherche wurde ich auf den Markt für Regelenergie aufmerksam. Und da Ökonometrie und empirische Wirtschaftsforschung eines meiner Tiefenfächer war, fasste ich die Möglichkeit einer empirischen Arbeit ins Auge. Dabei wollte ich unter anderem Marktmachtanalysen durchführen und überprüfen, ob Indizien auf den Missbrauch von Marktmacht vorliegen. Mein Vorhaben stellte ich anschließend Herrn Prof. Götz vor, der mir den Vorschlag einer Kooperation mit der Bundesnetzagentur (BNetzA) unterbreitete, da diese über die dazu benötigten Daten verfügt.

Bundesnetzagentur

Um die Kooperation zu realisieren fertigte ich nun zunächst mit Unterstützung von Herrn Bender (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur VWL I) ein ausführliches Konzeptpapier an, welches Herr Prof. Götz an die BNetzA weiterleitete. Die nächsten Schritte waren ein Telefonat und ein Informationsgespräch bei der BNetzA in Bonn, bei dem ich die benötigten Daten erhielt. Da die BNetzA zu der Zeit ein Festlegungsverfahren zu den Ausschreibungsbedingungen für Regelenergie durchführte, bei der die Rahmenbedingungen des Marktes umorganisiert wurden, wichen die Anforderungen der BNetzA zum Teil von dem von mir entwickelten Konzept ab. 

Man muss sich also im Klaren sein, dass eine Praxisdiplomarbeit eine gewisse Vorlaufzeit in Anspruch nimmt und eine offizielle Anmeldung zur Diplom- oder zur Masterarbeit deshalb besser erst mit endgültiger Klarheit des Vorgehens erfolgen sollte bzw. eine Verlängerung der Bearbeitungszeit rechtzeitig beim Prüfungsamt beantragt werden muss. Die Diplomarbeit verfasste ich in Gießen, dabei hatte ich regelmäßigen Kontakt zur BNetzA via E-Mail und Telefon und tauschte mich auch mit Herrn Prof. Götz und den Mitarbeitern der Professur häufig aus. Die auftretenden Fragen bezüglich der ökonometrischen Vorgehensweise konnte ich dann sehr ausführlich mit Herrn Dr. Paha sowie der Herrn Prof. Winker diskutieren.

Nach Abgabe meiner Diplomarbeit hatte ich Gelegenheit, meine Ergebnisse vor hochrangigen Vertretern der BNetzA  zu präsentieren und zu diskutieren. Dabei war auch eine Mitarbeiterin des Kartellamts anwesend, das zu jener Zeit gerade die Sektoruntersuchung Strom veröffentlicht hatte und deshalb an der Thematik ebenfalls sehr interessiert war.

Insgesamt war die Diplomarbeit zwar sicher zeitaufwendiger als eine rein theoretische Arbeit. Ich kann jedoch sagen, dass sie den mit Abstand spannendsten und interessantesten Teil meines Studiums darstellt. Ich würde jedem empfehlen die Möglichkeit einer Praxisdiplomarbeit ins Auge zu fassen.“