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VWL I: Seminar an der Professur zu aktuellen Fragen aus Wettbewerbspolitik und Regulierung im Wintersemester 2018/19

Das im Wintersemester 2018/19 angebotene Seminar/Proseminar für Bachelor- und Masterstudierende der Professur VWL I (Prof. Dr. Georg Götz) zu aktuellen Fragen aus Wettbewerbspolitik und Regulierung befasste sich mit dem „Spannungsfeld Trassenentgelte: Der Staat als Regulator, Eigentümer und Nachfrager“. Betreut wurden die Studierenden dabei von Prof. Dr. Georg Götz, Dr. Johannes Paha, Daniel Herold und Jan Thomas Schäfer.

Im Rahmen eines zweitägigen Blockseminars am 25. und 26. Februars wurden durch die Seminarteilnehmer, die diverse Unterthemen zu den regulatorischen Eigenheiten und Marktzusammensetzungen des deutschen Eisenbahnsektors zur Bearbeitung bekommen hatten, mittels Präsentationen vorgestellt, zu denen auch eine schriftliche Ausarbeitung erfolgte. Zu den rein universitären Referenten konnten sogar externe ehemalige Absolventen der JLU Gießen gewonnen werden. Zum einen ergänzte unsere ehemalige Doktorandin Dr. Christiane Warnecke (Managing Director Corridor Rhine-Alpine) mit spezifischem Wissen aus ihrer heutigen Arbeit die studentischen Vorträge. Zum anderen konnte durch Markus Ortmann‘s (Leiter Preise und Produkte der DB-Netz AG) interne Expertise der Deutschen Bahn die Präsentationen der Studierenden ergänzt werden.

Tag 1 begann mit einer Darlegung zur Liberalisierung des europäischen Eisenbahnsektors, der allgemeine europäischen Verkehrspolitik und die Schaffung eines Eisenbahnbinnenmarktes zur Darstellung, dass deutsche Eisenbahnpolitik durch europäische Regulation gebunden ist und geleitet wird. Dabei wurden zum Beispiel die zukünftigen Pläne der EU den Eisenbahnbinnenmarkt als Kernnetz innerhalb Europas zu etablieren dargestellt, sowie die sich dabei ergebenden regulatorischen, monetären und politischen Problemstellungen.

Nach den ersten zwei studentischen Vorträgen folgte die Präsentation von Dr. Christiane Warnecke mit „Schienengüterverkehrskorridore als wesentliches Element der EU Verkehrspolitik für den Schienengüterverkehr“, in der vor allem die Wichtigkeit eines funktionierenden Güterverkehrs innerhalb Deutschlands und Europas vorgestellt wurde. Dabei wurden anhand Ihres Arbeitsgebiets, das Managen des Güterkorridors Rhine-Alpine, diverse infrastrukturelle und regulatorische Herausforderungen dargelegt, die sich durch das Managen eines Netzsystems ergeben, dass mehrere Länder miteinander verbindet.

Nach einer kleinen Mittagspause folgte die Darstellung des neuen Trassenpreissystems zur Festlegung der Trassenentgelte, die sich seit 2018 an ökonomischen Überlegungen orientiert. Passend zur Thematik, schloss sich ein Vortrag durch Markus Ortmann an, der die sich aufgrund des neuen Preissystems innerhalb der DB Netz AG ergebenden Dynamiken beleuchtete. Darüber hinaus diskutierte er zukünftige und aktuelle Problematiken, denen sich die DB Netz AG als alleiniger Betreiber des deutschen Schienennetzes gegenübersieht.

Die letzten beiden Vorträgen dieses Tages befassten sich zum einen mit der Marktsegmentierung und Preiselastizität innerhalb des deutschen Eisenbahnmarktes und zum anderen mit der Anreizregulierung, die z.B. die Leistungs-und Finanzierungsvereinbarung LuFV zur Erhaltung der deutschen Schieneninfrastruktur behandelte.

Tag 2 des Seminars startete mit einer allgemeinen Darlegung zum Begriff der staatlichen Beihilfe im Verkehrssektor, um eine Einordnung abzugeben inwiefern und wann Beihilfen innerhalb des Verkehrssektors durch Staaten auf nationaler und europäischer Ebene erlaubt sind. Anschließend folgte die Finanzierung des deutschen und europäischen Eisenbahnsektors, indem die unterschiedlichen Finanzierungsstrukturen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz miteinander verglichen wurden.

Zum Abschluss des Tages folgten die letzten zwei Vorträge mit den Folgen und Typen von Vergabeverfahren innerhalb des Schienenpersonennahverkehrs und einer Analyse des Wettbewerbs im schienengebunden Güter-, Personen- und Nahverkehrs sowie deren Substitute.

Durch diese tiefgehende Betrachtung der Struktur des Eisenbahnsektors wurde den Teilnehmern des Seminars die Möglichkeit geboten, sich mit den Herausforderungen des Transportmittels Eisenbahn intensiv zu beschäftigen. Die während und in direkter Folge an die Vorträge geführten Diskussionen dienten dabei zur konstruktiven Weiterbildung der Erkenntnisse der Studierenden und Seminarteilnehmer.

 

Gez. Maximilian M. Gail (Seminarteilnehmer)

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