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ECM: Idea Sessions 2020: PROMBYX mit Just.us-Stipendium ausgezeichnet

Bei den virtuellen Idea Sessions am 8. Dezember pitchten sechs angehende Gründer:innen aus der Universität vor ECM-Mentor:innen und dem ECM-Team. Das Ziel ist es, direktes Feedback zur eigenen Idee zu erhalten. Eine der sechs Einreichungen, PROMBYX, erhielt im Nachgang das mit 3.000 dotierte Just.us-Stipendium.

Stummschaltung aus, Pitch Deck an: Am 8. Dezember fanden die ersten virtuellen Idea Sessions statt. Bei dem neuen Eventformat des ECM präsentierten sechs angehende Gründer:innen und ihre Teammitglieder ihr Geschäftsvorhaben vor ausgewählten ECM-Mentor:innen sowie dem ECM selber. Dies war vertreten durch Direktorin Prof. Dr. Monika Schuhmacher und Projektmitarbeiterin Sarah Krecker. Den Teilnehmenden blieb für die Präsentation nur jeweils zehn Minuten Zeit. Im Anschluss folgte jeweils eine 20-minütige Feedback- und Fragerunde.

Ziel der Idea Sessions ist es, die eigene Idee durch gezielte Expertise von Persönlichkeiten aus der Start-up-Community weiterzuentwickeln und sich im Anschluss zu vernetzen. Um den maximalen Mehrwert aus dem Gespräch zu ziehen, hat das ECM im Vorfeld den Beratungsbedarf aller Teilnehmenden abgefragt. Die meisten wünschten sich Antworten auf rechtliche, finanzielle, vertriebliche oder Marketing-Fragen. Angepasst an diesen individuellen Beratungsbedarf erfolgte die Wahl der Expert:innen. Die Gesprächsrunde variierte somit je nach Pitching Session.

Idea Sessions MentorInnen
Expertise lieferten die ECM-Mentor:innen (1. Reihe, v.l.n.r.) Christian Koch, Helmut König, Timo Körber und Verena Krakau sowie (2.Reihe, v.l.n.r.) Francesco Pisani, Dirk Rudolf, Christoph Seipp und Christoph Vetter sowie - extern dazu gewonnen - Polpinha-Gründerin Marie Christine Solms


Über digitales Bargeld und handgemachte Fruchtaufstriche

Insgesamt bewarben sich 13 angehende Gründer:innen auf sechs zu vergebene Pitching Sessions. Die ausgewählten Geschäftsideen kamen aus fünf Fachbereichen. Sie befanden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, von einer reinen Idee bis kurz vor der Ausgründung mit funktionierendem Prototyp. Inhaltlich hätte es ebenso nicht unterschiedlicher sein können.

Student Simon Cisneros aus dem FB01 - Rechtswissenschaften stellte mit Teammitglied Jannis Mulzer Berta vor, eine Plattform zur effizienten Anwaltsvermittlung. Student Yannik Manet aus dem FB06 - Psychologie und Sportwissenschaft pitchte mit Teammitglied Stefano Bonvissuto die Vision von PVTPAY, die da lautet: Bargeld zu digitalisieren. Sie entwickelten bereits einen Prototyp für ein digitales Portemonnaie in Zusammenarbeit mit einem Business Angel aus Frankfurt am Main.

Team AquA, das aktuell durch das Hessen Ideen-Stipendium gefördert wird, stellte seine App zur Auswertung von Mikroskopbildern mittels künstlicher Intelligenz vor. Die Idee dazu kommt von an der JLU promovierten Physikerin Esther Weil und ihrem Teamkollege Paul Wallbott. Student Ben Helff aus dem FB02 – Wirtschaftswissenschaften Ben will mit StudyTransformation Schüler:innen, Studierende und Auszubildende coachen, um ihre professionellen und akademischen Ziele langfristig zu erreichen.

Fabiola Neitzel auf ihrer Indien-Reise im Jahr 2020, um sich vor Ort über die Seidenproduktion zu informierenZwei Gründungsvorhaben stammten aus dem FB09 - Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement. ErnteSchatz von Studentin Lena Paus zielt darauf ab, Aufstriche aus Bio-Obst und -Gemüse herzustellen, das sonst in der Tonne landen würde, weil es unter anderem nicht der ästhetischen Norm der Abnehmer:innen entspricht. Aus dem gleichen Fachbereich stammt JLU-Alumni Fabiola Neitzel (Foto links), die im Zuge ihres Studiengangs "Insektenbiotechnologie" das Vorhaben PROMBYX entwickelt hat. Dies beschäftigt sich mit der Erschließung von Seidenraupenpuppen als innovative Proteinzutat für die Haustierfutterindustrie – und erhält dafür auch im Nachgang der Idea Sessions das mit 3.000 Euro dotierte Just.us-Stipendium.

Geld für wissenschaftliche Untersuchungen

PROMBYX befindet sich in der Vorgründungsphase. Es bedient eine stetig steigende Nachfrage nach umweltschonenden, fleischfreien, aber auch hypoallergenen Futtermitteln. Immer mehr Hersteller, zuletzt Nestlé, bieten Futter auf Basis von Insektenprotein an.

PROMBYX nimmt als Rohstoff Seidenraupenpuppen aus der indischen Seidenproduktion. Sie fallen dort jährlich mit rund 250.000 Tonnen an und werden meist nicht weiter genutzt. PROMBYX erkennt das Potential dieses Nebenprodukts und verwendet es zur Herstellung von hochwertigem Insektenprotein statt eigens Insekten zu züchten. So macht es nämlich die Europäische Union (EU).

2019 wurden EU-weit insgesamt 6.000 Tonnen Insekten gezüchtet, um sie für Futter- und Lebensmittel aufzubereiten. Erhebliche Einsätze sind dafür notwendig von manueller Arbeitskraft, Wärmeenergie und überwiegend getreidebasierten Futtersubstraten. All das spart sich die angehende Gründerin ein.

Dass Seidenraupenpuppen ernährungsphysiologisch positive Eigenschaften für Haustiere aufweisen, haben umfangreiche chemische Analysen durch PROMBYX bereits gezeigt. In naher Zukunft sind weitere wissenschaftliche Untersuchungen in Kooperation mit VeterinärInnen der JLU geplant. Zudem soll - nach Anlagentests mit einem führenden deutschen Hersteller und ersten interessierten KundInnen - die Firmengründung im ersten Quartal 2021 in Gießen erfolgen.

Herzlichen Glückwunsch an Fabiola Neitzel und ihrem Gründungsteam und viel Erfolg auf dem weiteren Gründungsweg.