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Methodentage

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Willkommen bei den Methodentagen und der Methodenberatung!

Die Gießener Methodentage sind ein durch QSL-Mittel gefördertes Projekt, mit dem Studierenden jenseits des Curriculums die Möglichkeit gegeben wird, sich in Methoden empirischer Sozialforschung weiterzubilden bzw. ihr Wissen praxisnah zu vertiefen. Die Gießener Methodentage werden durch die Professuren für Methoden aus dem sozialwissenschaftlichen Studium (Prof. Dr. Simone Abendschön und Prof. Dr. Elmar Schlüter) geleitet. Parallel zu den Methodentagen wird mit der Methodenberatung ein ergänzendes Hilfsinstrument geschaffen, das sich an Studierende richtet, die Hilfestellungen in empirischen Forschungsarbeiten benötigen.

Navigation

Über die Projekte

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Programm 2019

Hier können Sie auf das Programm 2019 zurückblicken. Das Programm der Methodentage 2020 wird im Frühling 2020 veröffentlicht. Mehr ...

 

Anmeldung Methodentage 2020

Die Anmeldung zu den Methodentagen 2020 erfolgt ab Frühling 2020.

 

Anreise

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Methodenberatung

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Team

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Über die Projekte

Über das Projekt1

Die Projekte Methodentage und Methodenberatung werden beide durch QSL-Mittel der Justus-Liebig-Universität Gießen gefördert. Geleitet werden die Projekte von Prof. Dr. Simone Abenschön (Professur für Methoden der Politikwissenschaft) und Prof. Dr. Elmar Schlüter (Professur für Methoden der international vergleichenden Sozialforschung).

Die Methodentage werden dabei von mehreren Partnern an der Justus-Liebig-Universität unterstützt:

  • Zentrum für Lehrerbildung
  • Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften
  • Fachbereich 02
  • Fachbereich 03
  • Professur für Statistik und Ökonometrie (Fachbereich 02)
  • Professur für Sozialwissenschaften des Sports (Fachbereich 06)
Im folgenden stellen wir Ihnen die Projektziele der Methodentage und Methodenberatung vor.
Über das Projekt 2

Näheres zu den Methodentagen

Methoden der empirischen Sozialforschung stellen einen zentralen Bestandteil in sozialwissenschaftlichen Studiengängen dar. Innerhalb des Curriculums kommt dabei aber aufgrund der engen Taktung innerhalb der Studiengänge die Nähe zu forschungspraktischen Fragen oder praktischen Anwendungen zu kurz und verbleibt oftmals auf einem einführenden Niveau. Genau solche Erfahrungen werden zur erfolgreichen Umsetzung empirisch orientierter Haus- und Abschlussarbeiten jedoch zwingend benötigt und von Studierenden als eine wichtige Erfahrung innerhalb des Studiums bewertet.

An genau dieser Stelle setzen die Methodentage direkt an: Das Ziel ist es, in ein- oder zweitägigen Workshops quantitative wie qualititative Methoden praxisnah zu erlernen, anzuwenden und so für eigene Forschungsarbeiten wie die Abschlussarbeit oder die Doktorarbeit nutzbar zu machen. Auch die Möglichkeit benötigte Computersoftware praktisch anzuwenden, soll in den Workshops abgebildet werden. Ebenso bieten die Methodentage die Möglichkeit Studierenden, die eine tiefere Auseinandersetzung mit Methoden wünschen, jenseits der curricularen Grenzen weitere Methoden zu vermitteln.

Die Methodentage setzen sich daher zum Ziel die methodischen Fähigkeiten der empirischen Sozialforschung für Studierende und frühe Promotionsstudierende zu stärken bzw. auszubauen. Dabei liegt der Fokus auf einer praxisnahen Anwendung der Methoden und weniger auf der theoretischen Auseinandersetzung mit den Methoden. Den Schwerpunkt der Methodentage bilden sowohl standardisierte und methodenintegrierte Verfahren als auch neue Trends der empirischen Sozialforschung.

Die Workshops richten sich vornehmlich an folgende Personengruppen:

  • Studierende im höheren BA-Studium, die weitere Methodenkenntnisse erwerben möchten
  • Studierende im BA-Studium, die in ihrer empirischen Abschlussarbeit oder Hausarbeiten vor bestimmten Forschungsfragen oder –problemen stehen
  • Studierende im MA-Studium, die sich weitere methodische Kenntnisse aneignen möchten
  • Studierende im MA-Studium, die in ihrer empirischen Abschlussarbeit oder Hausarbeiten vor bestimmten Forschungsfragen oder –problemen stehen
  • frühe Promotionsstudierende, die in der Planung ihrer Qualifikationsarbeit vor konkreten Forschungsfragen oder –problemen stehen

 

Näheres zur Methodenberatung

Die Methodenberatung am FB 03 stellt für die Studierenden ein ergänzendes Hilfsinstrument dar, das sich an den methodischen und technischen Herausforderungen der Datenerhebung, der Analyse und der Präsentation orientiert, die den Studierenden im jeweiligen Studiengang begegnen. Sie bietet bei Bedarf Hilfestellungen in empirischen Forschungsarbeiten für Studierende des FB 03 an. Optimaler Weise erfolgt diese Unterstützung bereits in der Vorbereitungsphase und leistet umfassende Unterstützung bei den praktischen Schritten des Forschungsprozesses. Studierende mit methodischen Fragestellungen zu Ihren Forschungsarbeiten können somit eine effektive Beratung zur eigenständigen Anwendung empirischer Projekte (z.B. BA- oder MA-Thesis) vor Ort in Anspruch nehmen, die über die regulären Betreuungen durch Lehrende hinausgehen oder diese ergänzen. Dies unterstützt Studierende darin, die im grundständigem Studium bzw. die im Rahmen der Methodentage erworbenen methodischen Kenntnissen forschungspraktisch in Qualifikationsarbeiten anzuwenden.

  Plakat Methodenberatung

Programm 2019

Programm Beschreibung

Insgesamt bieten wir Ihnen 2019 neun Workshops an. Die Workshops decken eine Bandbreite verschiedener Methoden ab, so dass Sie während der Methodentage eine große Möglichkeit an einer diversen Weiterbildung haben. In den Kurzbeschreibungen (weiter unten auf der Seite) finden Sie jeweils das Niveau des Workshops sowie die Empfehlung für besondere Studierendengruppen. Die Empfehlungen sollen es Ihnen ermöglichen anhand der eigenen Einschätzung passende Kurse zu wählen.

Für Lehramtsstudierende haben wir mit dem Angebot eines Workshops zur Evaluation und Videoanalyse zwei spezielle Angebote geschaffen. Wir empfehlen Lehramtsstudierenden vor Belegung der Workshops den Einführungs-Workshop "Methodische Einführung" zu belegen. Die Empfehlung für Lehramtsstudierende schließt aber weder BA-, MA-Studierende noch Promotionsstudierende aus.

Impressionen Methodentage 2019
Workshop-Angebot 2019
Tagesplan (jeder Workshop findet von 9 Uhr bis 17 Uhr statt)
Beschreibung der Workshops 2019
Referentin

gerau

Jasmin Gerau hat Sozialwissenschaft mit einem Schwerpunkt auf Politikwissenschaft sowie Methodenlehre und Statistik an der Ruhr-Universität Bochum studiert. Nach ihrem Studium hat Sie an der Fernuniversität Hagen als Wissenschaft-liche Online-Tutorin die Neu-Entwicklung des Moduls "Quantitative Methoden der Sozialwissenschaften" begleitet. Seit 2016 arbeitet sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Evaluationsstelle der Technischen Hochschule Georg Agricola.

Methodische Einführung: Eine Kurzreise durch den sozialwissenschaftlichen Forschungsprozess (07. Oktober 2019)

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Um spezifische Methoden anwenden zu können, müssen zunächst allgemeine Grundlagen der empirischen Sozialforschung verstanden werden. Aus diesem Grund richtet sich dieser Workshop als Einführung in den sozialwissenschaftlichen Forschungsprozess besonders an diejenigen Studierende, die bisher kaum oder gar nicht mit Methoden empirischer Sozialforschung in Kontakt gekommen sind.

Der Workshop bietet einen Überblick über die einzelnen Schritte eines sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekts. Die Reise beginnt bei der Entwicklung von geeigneten Forschungsfragen und der Konkretisierung der genutzten Konzepte und führt dann weiter über die Themen der Hypothesen und Operationalisierung, also „Messbarmachung“ von theoretischen Konzepten. Wir machen einen Exkurs in die Primäranalyse und diskutieren anhand eines Praxisbeispiels, welche wichtigen Fragen dazu beantwortet werden müssen. Weiter folgen wir dem Pfad der Sekundäranalyse und lernen wichtige sozialwissenschaftliche Datensätze kennen, die auch für Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten genutzt werden können. Am Ende der Reise werfen wir einen Blick auf weitere zentrale Schritte des Forschungsprozesses: Datenerhebung und Datenanalyse.

 

Lernziele:

  • Sie haben Grundbegriffe wie abhängige und unabhängige Variable, Mikro- und Makroebene kennengelernt.
  • Sie wissen, was eine geeignete Forschungsfrage ist und können sie formulieren.
  • Sie wissen, was Konzeptspezifikation bedeutet.
  • Sie wissen, was sozialwissenschaftliche Hypothesen sind und können diese formulieren.
  • Sie wissen, was mit Operationalisierung gemeint ist.
  • Sie kennen Unterschiede zwischen Primär- und Sekundäranalysen und können wichtige Fragen zum Forschungsdesign beantworten.
  • Sie kennen verschiedene Arten der Datenerhebung.

 

Dieser Workshop wird besonders Lehramtsstudierenden empfohlen.

Erhebung und Auswertung von Social Media-Daten (07. Oktober 2019)

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Digitalisierung und soziale Medien eröffnen eine Vielzahl von Analysemöglichkeiten auf Grundlage relativ neuer Datenformen, z.B. in Form von Textdaten und anderen unstrukturierten Daten.

Vor diesem Hintergrund richtet sich der Workshop primär an anwendungsorientierte Teilnehmende mit grundlegenden Erfahrungen im Bereich der empirischen Sozialforschung, die einen Einstieg in die systematische Erfassung und Analyse von Social Media-basierten Textdaten suchen. Der Kurs ist aber auch geeignet für Teilnehmende, die ihr bisheriges Wissen im Bereich empirischer Sozialforschung auffrischen und/oder durch innovative Verfahren erweitern möchten. Systematische Anwendungs- und Übungselemente erleichtern den Transfer des im Workshop erworbenen Wissens in die eigene Forschungspraxis.

 

Lernziele:

  • Sie können grundlegend textbasierte Social Media-Daten (wie z.B. Twitter- und Youtube-Kommentare oder Tweets) erfassen.
  • Sie können mithilfe von Computersoftware Social Media-Daten grundlegend inhaltsanalytisch aufbereiten und auswerten.
Referent

Schlueter

Prof. Dr. Elmar Schlüter hat die Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Methoden der international vergleichenden Sozialforschung am Institut für Soziologie inne. Zuvor war er an den Universitäten Mannheim und Köln.

Referentin

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Alyssa Laureen Grecu ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute for Education and Society an der Universität Luxemburg. Sie forscht in einem internationalen Forschungsprojekt zu Ursachen und Folgen von Schulent-fremdung. Ihre Forschungsinteressen umfassen Bildungssoziologie (Bildungsun-gleichheiten, Bildungssysteme), Gender Studien, Theorien sozialer Ungleichheit sowie Methoden der empirischen Sozial-forschung.

Einführung in die qualitative Forschung: Zur Planung und Durchführung qualitativer Interviews (07. Oktober 2019)

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Qualitative Interviews stellen eine wichtige Form der sozialwissenschaftlichen Datenerhebung dar. Auch wenn die Durchführung von Interviews zunächst wenig komplex erscheinen mag, sind diese voraussetzungsvoll. So entscheidet die Qualität der Erhebung maßgeblich über die Qualität der Daten. Die Methodenliteratur ist vielfältig und gerade zu Beginn kann die Orientierung schwierig sein.

Ziel dieses Workshops ist es die Prämissen qualitativer Interviewforschung vorzustellen und forschungspraktische Aspekte der Datenerhebung - von der Konstruktion von Interviewleitfäden, über die Rekrutierung der Interviewpartner bis hin zur Interviewdurchführung und deren Dokumentation - zu vermitteln.

 

Lernziele:

  • Erwerb theoretischer und forschungspraktischer Kompetenzen im Kontext qualitativer Forschung
  • Sie kennen und verstehen die methodologischen Grundlagen qualitativer Forschung.
  • Sie kennen und verstehen die Konstruktion regelgeleiteter Leitfaden.
  • Sie können den Erhebungskontext reflektieren.
  • Sie können eigene qualitative Interviews planen und durchführen.

 

Dieser eintägige Workshop kann auch als Vorbereitung für den anschließenden Advanced-Workshop von Frederick de Moll besucht werden.

Meine erste empirische wissenschaftliche Arbeit: Der Weg zur erfolgreichen Thesis (07. & 08. Oktober 2019)

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Viele Studierende stehen vor der Herausforderung der Thesis und finden nicht ohne weiteres ein geeignetes Thema zur Bearbeitung. Dieser Workshop hilft dabei, bestehende Interessen zu identifizieren und mit wissenschaftlich relevanten Themen zu verknüpfen. Ebenfalls bereitet der Workshop darauf vor, dieses Wissen zielgerichtet in der Vorbereitung und Bearbeitung der Thesis anzuwenden.

Die Teilnehmenden werden gemeinsam geeignete Forschungsfragen exemplarisch erarbeiten und dazu ein geeignetes Forschungsdesign skizzieren. Verschiedene Erhebungsmethoden werden übersichtsartig benannt und vorgestellt. Darüber hinaus werden auch Grundlagen der Literaturrecherche vermittelt und häufige Fehler beim Zitieren und bei Abschlussarbeiten allgemein diskutiert.

Für die Teilnahme an diesem Workshop benötigen Sie keine spezifischen Vorkenntnisse. Er kann auch von Master-Studierenden besucht werden, die Ihre Kenntnisse kurz vor der Masterarbeit wieder auffrischen wollen.

 

Lernziele

  • Sie kennen den grundsätzlichen Aufbau und die wichtigsten Begriffe einer empirischen, wissenschaftlichen Abschlussarbeit (Forschungsthema, Forschungsfrage, Forschungsdesign).
  • Sie kennen die wichtigsten Schritte und Fallstricke für Abschlussarbeiten.
  • Sie kennen und verstehen verschiedene Forschungsdesigns und können die Eignung verschiedener Forschungsdesigns zur Beantwortung einer spezifischen Forschungsfrage einschätzen.
  • Sie können eine erste Skizze für ein eigenes Forschungsprojekt erstellen.

 

Dieser Workshop wird besonders Bachelorstudierenden empfohlen.

Referent

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Jan Paul Adam ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Public und Nonprofit Management an der Universität Potsdam. Er studierte Sozialwissen-schaften an der Universität Köln und Verwaltungswissenschaften an der Uni-versität Potsdam. Sein Forschungsfokus liegt im Bereich der Digitalisierung des öffentlichen Sektors und der Frage, inwiefern Strategisches Management diesen Wandel beeinflusst. Darüber hinaus gibt er Kurse im Verfassen von Abschluss-arbeiten und betreut zahlreiche Bachelor- und Masterarbeiten.

Referent

balzer

Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Lars Balzer ist Leiter der Fachstelle Evaluation am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB und dort mit seinem Team für Fragen der Evaluation in For-schung, Lehre sowie interner und externer Projektarbeit zuständig. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Lehrerfahrung, zunächst als EDV-Trainer, danach mit Lehraufträgen an verschiedenen Hochschulen in den Bereichen Evaluation, Diagnostik, sozial-wissenschaftliche Forschungsmethoden und Statistik.

Evaluationen jenseits von Ritualen (08. & 09. Oktober 2019)

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Evaluationen als wissenschaftliche Dienstleistungen können hohen Nutzen z. B. für die Schulentwicklung, für schulinterne Projekte oder für Lehr- und Lernprozesse stiften, wenn sie nicht ritualisiert stattfinden, wie es immer wieder im Rahmen von automatisierten Kontrollmechanismen und standardisierten Qualitätsmanagementprozessen geschieht.

Dieser Workshop zeigt, wie es besser geht, durch eine seriöse und realistische Evaluationsplanung, abgestimmt auf spezifische Bedürfnisse und Informationsinteressen. Dabei wird geklärt, was Evaluation ist und was nicht und es wird diskutiert, wo Evaluation hilfreich sein kann und für welche Zwecke sie genutzt wird. Daraufhin wird erarbeitet, welche Schritte für einen erfolgreichen und vollständigen Evaluationsprozess, aufgeteilt in Konzeptions- und Durchführungsphase, notwendig sind. Diejenigen Prozessschritte, die Evaluation einzigartig machen, werden im Workshop vertieft behandelt. Ebenso wird aufgezeigt, dass sich gute Evaluationen aus dem breiten Methodenrepertoire sozialwissenschaftlicher Forschung bedienen.

Vorkenntnisse sind hinsichtlich Evaluation nicht erforderlich. Für Lehramtsstudierende wird im Vorfeld die Teilnahme am Workshop "Methodische Einführung" empfohlen."

 

Lernziele:

  • Sie können Evaluation definieren und verstehen die Besonderheiten von Evaluationen gegenüber benachbarten Ansätzen wie Bildungscontrolling, Qualitätsmanagement oder Forschung.
  • Sie können Planung und Durchführung von Evaluationen skizzieren.
  • Sie können wesentliche Elemente der Evaluationsplanung (wie Bestimmung des Evaluationsgegenstandes, der interessierten Akteure, der Evaluationszwecke und -fragestellungen, der Evaluationskriterien) bearbeiten.
  • Sie können Erhebungsdesigns und ihre Einsatzbereiche anhand von Beispielen beschreiben, wesentliche Vor- und Nachteile verschiedener Erhebungsmethoden benennen und erste Ideen zu Datenerhebungsinstrumenten entwickeln.
  • Sie können einschätzen, was für eine erfolgreiche Durchführung eines Evaluationsprojektes notwendig ist.

 

Dieser Workshop wird besonders Lehramtsstudierenden empfohlen.

Quantitative Text- und Inhaltsanalyse in den Sozialwissenschaften (09. & 10. Oktober 2019)

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Mit der weitreichenden Ausbreitung von Onlinekommunikation (z.B. in Form von Blogs, Kommentarforen oder Textmessenger-Dienste wie Twitter) haben sich eine Fülle von neuen Datenquellen ergeben, die für eine Vielzahl von sozialwissenschaftlichen Fragestellungen nutzbar gemacht werden können. Dieser Kurs führt in die Grundlagen der quantitativen Text- und Inhaltsanalyse ein.

Teilnehmende erlernen darin – ausgehend von einer spezifischen Fragestellung – selbständig Textdaten aus sozialen Netzwerken zu generieren, diese aufzubereiten und erste deskriptive Analysen durchzuführen. Der Kurs ist daher weitestgehend anwendungsorientiert gestaltet und vermittelt die Inhalte primär durch die eigenständige Anwendung der vorgestellten Konzepte und Ansätze durch die Teilnehmenden.

Erste Erfahrungen mit Statistiksoftware (z.B. SPSS, Stata, R) sind von großem Vorteil da der Kurs primär eine praktische Einführung in die quantitative Text- und Inhaltsanalyse ist.

 

Lernziele:

  • Sie verstehen die Grundlagen der Analyse von Social Media-Daten im Rahmen der quantitativen Text- und Inhaltsanalyse.

  • Sie können selbstständig Textdaten aus sozialen Netzwerken generieren, diese aufbereiten und deskriptive Analysen durchführen.

Referent

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Prof. Dr. Christoph Spörlein ist Juniorprofessor für "Soziologie sozialer Ungleichheiten" an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Zuvor war er PostDoc-Researcher am Lehrstuhl für Soziologie (insb. Sozialstrukturanalysen) an der Universität Bamberg. Er hat 2014 an der Universität Köln promoviert und forscht derzeit u.a. zu sozialer Ungleichheit, Soziologie der Integration und quanti-tativen Methoden.

Referent

Moll

Dr. Frederick de Moll ist Postdoctoral Researcher in der Research Unit Education, Culture, Cognition and Society an der Universität Luxemburg. Zuvor arbeitete er im Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt, an der er 2016 die Promotion erlangte.

Computergestützte Analyse qualitativer Daten auf Basis von Grounded Theory, Inhaltsanalyse und diskursanalytischen Ansätzen (08. & 09. Oktober 2019)

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Der Workshop dient der Einführung in die computergestützte Auswertung klassischer qualitativer Daten (Transkriptionen, Dokumente, Pressetexte etc.). Er richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Doktoranden, die bereits eine Einführungsveranstaltung in qualitative Methoden besucht haben und auf der Suche nach einer praktischen Unterstützung bei der Datenauswertung sind.

Im ersten Teil des Workshops werden gleichwohl die Grundlagen qualitativer Sozialforschung rekapituliert und ein knapper Einblick in verschiedene methodische Zugänge gegeben, sofern sich diese mithilfe von Software umsetzen lassen (v.a. Inhaltsanalyse, Grounded Theory, diskursanalytische Ansätze). Im zweiten Teil werden unterschiedliche Software-Lösungen vorgestellt, wobei ein Schwerpunkt auf das Programm MaxQDA gelegt wird. Die Teilnehmenden erlernen vor allem, wie sie mithilfe der Software einen Codebaum bzw. ein Kategoriensystem anlegen, Textsegmente codieren und Memos schreiben. Zum Abschluss des Workshops werden offene Fragen der Teilnehmenden besprochen, wobei auch auf die eigenen Projekte und aktuelle Herausforderungen bei der Datenauswertung eingegangen wird.

 

Lernziele:

  • Sie kennen und verstehen die paradigmatischen Grundlagen qualitativer Sozialforschung.
  • Sie kennen die wichtigsten Techniken der qualitativen Datenauswertung (Codieren, Memos schreiben).
  • Sie haben einen Überblick über unterschiedliche Software-Lösung zur qualitativen Datenanalyse.
Einführung in die Strukturgleichungsmodellierung (10. & 11. Oktober 2019)

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Sozialwissenschaftliche Forschung steht häufig vor dem Problem, dass soziale Phänomene wie z.B. ausländerablehnende Einstellungen nicht direkt beobachtbar sind. Solche latenten Konstrukte müssen daher mittels Messmodellen operationalisiert werden. Die Strukturgleichungsmodellierung (SEM) ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe Messmodelle empirisch getestet sowie kausale Zusammenhänge zwischen latenten Variablen überprüft werden können.

Der Workshop führt in die Logik der Strukturgleichungsmodellierung ein und verfolgt die anwendungsbezogene empirische Analyse (u.a. mit Daten des ALLBUS) mit gängiger SEM-Software (u.a. R (package lavaan)). Dabei werden insbesondere die Spezifikation der Modelle und das Schätzverfahren näher beleuchtet, bevor die einzelnen Schritte der Strukturgleichungsmodellierung angewendet werden (konfirmatorische Faktorenanalyse, Pfadanalyse, Moderator- und Mediatoreffekte, Multigruppenanalyse und Test auf Messäquivalenz). Dabei wird auch ein Fokus auf die methodischen Fallstricke in der Anwendung gelegt.

Erste Syntax-Erfahrungen mit Statistiksoftware (z.B. SPSS, Stata, R) sind von großem Vorteil. Vorkenntnisse von Regressionsmodellen erleichtern den Einstieg in den Kurs.


Lernziele:

  • Sie kennen die zentralen methodischen Problemstellungen der Strukturgleichungsmodellierung.

  • Sie kennen mögliche Lösungsansätze bei der statistischen Analyse mit latenten Variablen.

  • Sie können eigene SEM-Analysen mit Querschnittdaten durchführen.

Referent

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Prof. Dr. Jochen Mayerl ist Univ.-Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Empirische Sozialforschung am Institut für Soziologie der Technischen Universität Chemnitz. Seine Forschungsschwerpunkte sind Moderatoren und Mediatoren der Einstellungs-Verhaltens-Relation, Umfrage-forschung und Strukturgleichungs-modellierung.

Anreise Methodentage

Anreise-Beschreibung-baustelle
Wenn Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, steigen Sie bitte am Hauptbahnhof Gießen in die Linie 10 in Richtung "Philosophikum II" ein. Sie fahren bis zur Endhaltestelle (ca. 25 Minuten) und steigen dort aus. Aufgrund der umfangreichen Baustellen am Campus "Philosophikum" dauert der Fußweg zum Seminargebäude II ca. 15 Minuten. An den Veranstaltungstagen ist der auf der Karte grün eingezeichnete Fußweg auch markiert.
Wenn Sie aus der Stadt anreisen, empfehlen wir Ihnen vom Berliner Platz die Linie 801 (Richtung "Ostschule") zu nutzen. Der Fahrtweg mit der Linie 801 dauert ca. 5 Minuten und Sie steigen an der Endhaltestelle "Ostschule" aus. Von dort beträgt der Weg zum Seminargebäude ca. 5 Minuten. An den Veranstaltungstagen ist der auf der Karte blau eingezeichnete Fußweg auch markiert.
 
Wenn Sie mit dem Auto anreisen, fahren Sie die Ausfahrt "Schiffenberger Tal" ab. Biegen Sie an der nächsten Ampel rechts in Richtung Innenstadt ab. Dann folgen zwei weitere Ampeln. Biegen Sie bitte an der 2. Ampel rechts in die Karl-Glöckner-Straße ab. Folgen Sie den Beschilderungen Richtung "Universität Philosophikum", dort finden Sie auch ausreichend Parkmöglichkeiten.
Fusswegeumleitungen im Philosophikum
Fusswegeumleitungen etc im Phil ab 15. Mai 2019.png Fusswegeumleitungen im Philosophikum
Seminargebäude II
Seminargebäude II Veranstaltungsort: Seminargebäude II (Philosophikum); Foto: Hans Jürgen Landes / www.landesfoto.de
Übernachtung
Übernachtung
Auf den Seiten der Stadt Gießen finden Sie diverse Übernachtungsmöglichkeiten in Gießen. Auch über Airbnb finden Sie mögliche Unterkünfte.

Team & Kontakt

teamtext

Die Gießener Methodentage werden durch die beiden sozialwissenschaftlichen Methoden-Professoren, Prof. Dr. Simone Abendschön (Politikwissenschaft) und Prof. Dr. Elmar Schlüter (Soziologie) geleitet. Unterstützt werden sie dabei von den Projektmitarbeitern Benedikt Philipp Kleer und Manuel Kleinert.

Wenn Sie allgemeine Anfragen zu den Methodentagen oder der Methodenberatung haben, nutzen Sie bitte das Kontaktformular am Ende der Seite.

Projektleitung
abendschoen

Prof. Dr. Simone Abendschön leitet zusammen mit Prof. Dr. Elmar Schlüter die Methodentage und Methodenberatung am FB03. Seit Oktober 2015 ist sie Professorin für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methoden der Politikwissenschaft am Institut für Politikwissenschaft. Zuvor war sie an den Universitäten Mannheim und Frankfurt tätig.

 

Weitere Infos hier.

schlueter

Prof. Dr. Elmar Schlüter leitet zusammen mit Prof. Dr. Simone Abendschön die Methodentage und Methodenberatung am FB03. Seit Oktober 2012 ist er Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Methoden der international vergleichenden Sozialforschung am Institut für Soziologie. Zuvor war er an den Universitäten Mannheim und Köln.

 

Weitere Infos hier.

Projektmitarbeiter
Kleer

Benedikt Philipp Kleer ist Projektmitarbeiter und ist seit Oktober 2015 am Institut für Politikwissenschaft als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Methoden angestellt. Er hat an den Universitäten Köln und Wien studiert.

 

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kleinert

Manuel Kleinert ist Projektmitarbeiter und ist seit April 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie an der Professur für Methoden der international vergleichenden Sozialforschung. Er hat an der Universität Bamberg studiert.

 

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Vielen Dank für Ihre Anmeldung zu den Methodentagen 2020! Sie erhalten innerhalb einer Woche eine Anmeldebestätigung.

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