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Die Tut!-Basics

Die Basics sind die im Tut!-Team diskutierten und im Laufe der Zeit verfestigten Grundsätze & Schwerpunkte des Tutorienprogramms. Sie werden stetig weiterentwickelt, so dass sie sowohl als Diskussionsergebnisse als auch als Diskussionsgrundlage zu sehen sind.

Folgende Punkte (Stand: April 2019) dienen der Orientierung zur Entwicklung neuer Tutorien. Sie sind nicht für immer festgeschrieben und werden in der Diskussion (vor allem im Rahmen des Tut!-Teams) kontinuierlich überarbeitet.

  • Die Tutorien sollen auf Fähigkeiten, Kenntnissen und/oder Erfahrungen der jeweiligen Tutor*innen basieren.
  • Erfahrungen sollen dabei thematisiert und reflektiert und nicht lediglich vermittelt oder weitergegeben werden. Zu klären ist in diesem Zusammenhang noch, wie weit Erfahrungen auch theoretische sein können. Und, wie wir Tutorien fassen, in denen sich gemeinsam etwas angeeignet wird, eher in Form einer AG.
  • Die Tutorien sollen zu einem relevanten Teil Übungen bzw. praktische Methoden zum Inhalt haben.
  • Die Tutorien sollen einen pädagogischen Bezug zu dem entsprechenden Thema herstellen: was ist das pädagogisch Interessante daran?
  • In den Tutorien soll eine Verbindung zwischen dem entsprechenden Thema und erziehungswissenschaftlichen Theorien bzw. Inhalten des Studiums hergestellt werden.
  • In den Tutorien sollen Anwendungsmöglichkeiten in konkreten Berufsfeldern, bzw. bei Querschnittsthemen exemplarische Verwendungen thematisiert werden. Die Entscheidung über die Gewichtung der Berufsbeispiele liegt bei den jeweiligen Tutor*innen und Teilnehmer*innen.
  • In den Tutorien kann die Didaktik des Themas thematisiert werden, um die Teilnehmer*innen zu befähigen, das Thema selbst „beibringen“ zu können, dies ist aber nur ein „Kann“-Ziel und hängt stark von der Spezifik des Tutoriums ab.
  • Das Verhältnis von Üben/Theorie/Didaktik-lehren/Berufsbeispiele/-anwendung/-bezug muss für jedes Tutorium themenangemessen definiert werden.
  • Die Tutorien sollen eine Didaktik des Anregens, Begleitens und Kommunizierens verfolgen und nicht Belehrung oder Anleitung/Instruktion in den Vordergrund stellen.
  • Die Tut!-Tutorien sind ein freiwilliges Zusatzangebot. Die Teilnahme an den Tutorien wird mit Zertifikaten bescheinigt, in denen die Inhalte der Tutorien aufgelistet werden. Dazu ist eine Anwesenheit von 80 Prozent notwendig.
  • Die Teilnahme an den Tut!-Tutorien steht allen Studierenden der JLU-Gießen offen. Konzipiert wird das Tut! für alle Studierenden, die Erziehungswissenschaft im Haupt- oder Nebenfach oder als Grundwissenschaft (z. B. Lehramt) studieren.
  • Die Tutorien geben Einblicke in die jeweiligen Themen/Methoden/Techniken: entsprechende Vertiefungen können später stattfinden. Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, die Tutorien könnten eine Ausbildung ersetzen.
  • Eine aktive Mitarbeit durch die Teilnehmer*innen im Sinne eines Einlassens auf die inhaltlichen Dimensionen ist Voraussetzung. Reines „Konsumieren“ widerläuft der Idee des Tut! Bei aller Freiwilligkeit bleibt das Einlassen auf das Ausprobieren der Methoden Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme.
  • Das Tut! arbeitet bei der didaktischen Schulung der Tutor*innen mit dem ZfbK zusammen. Neue Tutor*innen sollten an diesen Workshops teilnehmen.
  • Als Zeitformat soll grundsätzlich wöchentlich 2-stündig gelten. Wenn es das Thema oder Bedarf der jeweiligen TutorIn aber anderes erfordern, können auch andere Formate (Wochenende, mehrere längere Einzeltermine) beschlossen werden.
  • Die Tutorien sollen Prinzipien wie Reflexion, Feedback und Evaluation beinhalten. Z. B. Lerntagebücher u. ä. Diese Prinzipien sollen angeregt werden, sie sind keine grundsätzliche Bedingung.
  • Das Tut! als Gesamtprojekt soll inhaltlich, organisatorisch und als Prozess so dokumentiert werden, dass es möglichst auch personenunabhängig dauerhaft weitergeführt werden kann.
  • Wünschenswert wäre eine solche nachhaltige Vorgehensweise auch für die Konzeption der einzelnen Tutorien.
  • Die Tätigkeit der Tutor*innen wird mit einem aussagekräftigen Zertifikat bescheinigt.
  • Das Tut! wird zuallererst durch das Tut!-Team konzipiert, organisiert und durchgeführt. Das Tut!-Team steht allen interessierten Studierenden offen. Die Tutorinnen und Tutoren sind angehalten, möglichst kontinuierlich im Tut!-Team mitzuwirken.
  • Die Inhaberin/der Inhaber der Koordinationsstelle organisiert das Gesamtprogramm im Sinne des Tut!-Teams und ist dabei berechtigt, zwischen den Team-Treffen Entscheidungen zu treffen. Weitere Aufgaben sind: Kommunikation und Kooperation mit Professuren, Sekretariaten, ZfbK sowie Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation und Evaluation.
  • Das Tut! wird aus Mitteln des Programms QSL (Qualitätssicherung in Studium und Lehre) finanziert. Das aktuelle Projekt hat eine Laufzeit von Oktober 2018 bis September 2021. Es wurde von Prof. Wiezorek (Professur für Jugendbildung) und Prof. Käpplinger (Professur für Weiterbildung) beantragt. Sie sind als Projektleitung zur Intervention und Entscheidung in allen Bereichen des Tut! berechtigt.
  • Die Anbindung an das Studium findet über die Professuren für Pädagogik des Jugendalters und für Weiterbildung statt. Mit diesen sind auch alle rechtlichen, finanziellen und administrativen Fragen zu klären.
  • Ebenfalls über diese Professuren findet eine inhaltliche Unterstützung bei der Ausgestaltung der thematischen Bezüge zum Studium statt.
  • Die Professur für Pädagogik des Jugendalters unterstützt das Tut! durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten und anderen Ressourcen. Die Professur für Weiterbildung stellt ebenfalls Sekretariats-Kapazitäten für einzelne Prozesse zur Verfügung.
  • Tut!orium – Prozess von Idee bis Umsetzung (Ideal-Ablauf, kann flexibel gehandhabt werden):

 

  1. Vorschlag / Idee / Initiative
  2. Vorstellung im Tut! – Team: Diskussion über Inhalt, Sinn & Machbarkeit
  3. Vorkonzept erarbeiten und vorstellen (im Treffen oder online/schriftlich)
  4. Probe- bzw. Schnuppertutorium mit dem Tut! – Team und interessierten Studierenden
  5. Feedback / Modifizierung / Konzept schreiben
  6. Erste Tutor*innen-Schulung ZfbK (ca. 4 h)
  7. Konzept weiterschreiben (stichwortartig oder als Poster)
  8. Zweite Tutor*innen-Schulung ZfbK (ca. 4 h)
  9. Durchführung des Tutoriums (wöchentlich, zweiwöchentlich od. als Block)
  10. Feedback der Studierenden einholen / evtl. Anpassung des Konzepts
  11. Evaluation
  12. Ende oder Modifizierung / Neukonzeption

Entwicklungszyklus eines Tut!-Tutoriums
Zyklus