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Die Norm der Nachhaltigkeit im globalen Regimekomplex für Ernährung

Projektgruppe: Prof. Dr. Helmit Breitmeier, Dr. Sandra Schwindenhammer

Status: laufend

 

Kurzbeschreibung:

In der Welternährungspolitik ist die Verwirklichung von Ernährungssicherheit („Food Security“) die dominierende Norm. Dies kommt sowohl in den Millenniumsentwicklungszielen als auch in der aktuellen Debatte um die post-2015 „Sustainable Development Goals“ zum Ausdruck. Die Welternährungspolitik kommt dem Ziel der Verwirklichung von Ernährungssicherheit langsam näher. Die Zahl der unterernährten Menschen in Entwicklungsländern ging nach Angaben der FAO in den vergangenen beiden Jahrzehnten zurück. Die ressourcenintensiven Verfahren, die in der Landwirtschaft zur Verwirklichung der Ernährungssicherheit zum Einsatz kommen, führen aber auch zu gravierenden Umweltschäden.  

Der Norm der Nachhaltigkeit wird in der Welternährungspolitik zunehmend Bedeutung eingeräumt. Seit der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) verkörpert die Nachhaltigkeit ein wichtiges Ziel globaler Politik. Innerhalb des glo­ba­len „Re­gime­kom­plexes für Ernährung“ wird mit der Verwirklichung der Norm erst begonnen. Im globalen Regimekomplex für Er­nährung wirken internationale Institutionen wie die FAO, die WHO, die WTO, UNEP und das UNDP und andere zwischenstaatliche und private Institutionen zusammen und verfolgen Ziele wie die Ver­wirk­lichung der Ernährungssicherheit, der Nahrungsmittelsicherheit oder der Nach­haltig­keit. Ein besonderes Merkmal des Regimekomplexes für Ernährung besteht darin, dass einzelne Institutionen bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Norm der Nachhaltigkeit in inter-institutionellen Arrangements wie der „Codex Alimentatius Commission“ (CAC), dem „Sustainability Assessment of Food and Agriculture Systems“ (SAFA) und der „Sustainable Rice Platform“ zusammenarbeiten.

Bislang fehlen in der politikwissenschaftlichen Forschung Studien, die sich systematisch mit der Verwirklichung der Norm der Nachhaltigkeit im Regimekomplex für Ernährung befassen. Prof. Dr. Helmut Breitmeier und Dr. Sandra Schwindenhammer untersuchen mit dem Projekt, wie die verschiedenen internationalen Institutionen des Regimekomplexes in den inter-institutionellen Arrangements zusammenwirken und welche Faktoren die Entwicklung und inhaltliche Ausgestaltung der Norm der Nachhaltigkeit beeinflussen. Das Forschungsvorhaben basiert auf der Ausgangsbeobachtung, dass die Bedeutung der Nachhaltigkeit in den am Regimekomplex beteiligten internationalen Institutionen zwar gewachsen ist, diese jedoch ein unterschiedliches Verständnis über den Inhalt und die Relevanz der Nachhaltigkeitsnorm aufweisen. Es wird davon ausgegangen, dass innerhalb des Regimekomplexes für Ernährung eine Konkurrenz verschiedener Normen existiert, durch welche die Verwirklichung der Nachhaltigkeitsnorm erschwert wird. Die Klärung der Frage inwiefern inter-institutionelle Arrangements in der Lage sind, diese Normkonkurrenzen abzumildern, ist Kernbestandteil des Forschungsprojekts.

Das Forschungsprojekt wird in enger Kooperation mit dem Gießener Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) durchgeführt.