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Religionsfreiheit als umstrittenes Menschenrecht (Dissertationsprojekt)

Verfasser: Farhood Badri

Betreuer: Prof. Dr. Helmut Breitmeier

In Bearbeitung

 

Mit dem Fokus auf die globale Norm der Religionsfreiheit verortet sich das Promotionsvorhaben in der (kritischen) Normenforschung der Internationalen Beziehungen (IB). Vor dem Hintergrund ihrer globalen (diskursiven) Umstrittenheit einerseits und erheblicher Varianzen im Grad der Einhaltung andererseits, geht das Promotionsvorhaben der Frage nach: Warum und unter welchen Bedingungen wird die globale Norm der Religionsfreiheit staatlich verletzt? Zur Beantwortung der Forschungsfrage richtet sich der Fokus zum einen auf die internationale bzw. globale Ebene des Diskurses über Religionsfreiheit; zum anderen fokussiert die Studie mit der Wahl einer Länderfallstudie auf die innerstaatliche Ebene (der Islamischen Republik Iran), wobei die Interaktion beider Ebenen besondere Berücksichtigung findet. Dieser Zugriff ergibt sich aus der IB-spezifischen Natur der Normenforschung und begründet letztlich forschungspragmatisch die Wahl für „nur“ eine Länderfallstudie.

Darüber hinaus verfolgt das Promotionsvorhaben einen qualitativen Ansatz: während die Mehrheit politikwissenschaftlicher Studien zur Religionsfreiheit und religiösen Minderheiten quantitativ arbeitet, fehlt es dieser Forschung an kausalen Mechanismen und Kausalpfaden. Das theoriegeleitete, aber dennoch explorative Ziel der Arbeit ist es eine kontextspezifische Analyse kausaler Faktoren, Mechanismen, Diskurse und Narrative zu unternehmen. Im Rahmen eines within-case Vergleichs über Zeit werden Normverletzungen an sechs nicht-muslimischen religiösen Minderheiten im Beobachtungszeitraum von 1997-2013 im Iran erfasst. Die Datengrundlage basiert auf der Analyse menschenrechts- und religionsfreiheitspezifischer Berichte des US Department of State, des UN Special Rapporteurs on Freedom of Religion or Belief und verschiedener Menschenrechts-NGOs. Auf der Grundlage dieser und weiterer Daten sollen schließlich in sechs einzelnen qualitativen in-depth Fallstudien in einem interpretativen process-tracing kausalanalytische Erklärungen für Normverletzungen identifiziert, wirkmächtige Diskurse und handlungsanleitende Narrative aufgedeckt werden.

 

Relevante Publikationen:

Badri, Farhood 2013: Alles relativ?! Menschenrechte und Religionsfreiheit im Spannungsfeld relativistischer und universalistischer Begründungen, in: Erwägen - Wissen - Ethik, 24: 2, 175-177.

Badri, Farhood/Breitmeier, Helmut 2014: Der transnationale interreligiöse Dialog und die Einhaltung der globalen Norm der Religionsfreiheit, in: Werkner, Ines-Jaqueline/Oliver Hidalgo (Hrsg.): Religionen – Global Player in der Internationalen Politik?, Wiesbaden, 57-85. [peer reviewed]