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Sicherheitspolitik als res publica? - Die Kontroverse um die Streitkräfte-Doktrinen ‚AirLand Battle’ und ,Follow-On-Forces Attack’ in der Bundesrepublik Deutschland 1983-1986 (Dissertationsprojekt)

Verfasser: Christian Herrmann

Betreuer: Prof. Dr. Helmut Breitmeier

In Bearbeitung

 

Die Arbeit rekurriert auf die Kontroverse um die operativen Doktrinen der Vereinigten Staaten beziehungsweise der NATO und versucht die Frage zu beantworten, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen soziale Bewegungen in der Lage sind, Kontroversen auf dem Policy-Feld Sicherheitspolitik zu beeinflussen. Beide Doktrinen forderten im Falle eines militärischen Konflikts mit dem Warschauer Pakt ein offensives Vorgehen der westlichen Streitkräfte auch unter Einschluss taktischer atomarer und chemischer Waffen. Aus diesen für ein demokratisches Gemeinwesen hochgradig problematischen Parametern entwickelte sich eine gesellschaftliche Kontroverse, die nach der Diskussion um den Nachrüstungsbeschluss einen weiteren Höhepunkt gesellschaftlicher Einflussnahme in der Sicherheitspolitik darstellte. Insbesondere das Policy-Feld Sicherheitspolitik war und ist ein besonderes Refugium der Exekutive. Kontroversen auf diesem Policy-Feld, insbesondere unter Einbezug gesellschaftlicher Akteure, sind ein Desiderat. Umso wichtiger scheint eine Betrachtung der notwendigen und hinreichenden Bedingungen der Möglichkeiten gesellschaftlicher Einflussnahme auf diesem Policy-Feld. Damit soll die Arbeit einen Beitrag dazu leisten, Wege aufzuzeigen, wie auch die Sicherheitspolitik gesellschaftlich eingehegt werden kann.