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HMWK-Projekt: Migrantischer Feminismus in der Deutschen Frauenbewegung (1985-2000)

Migrantischer Feminismus in der Deutschen Frauenbewegung (1985-2000)

 

Beantragung im Rahmen der HMWK Forschungsschwerpunkts „Dimensionen der Kategorie Geschlecht - Frauen- und Geschlechterforschung in Hessen“

 

Unseres Projekt zielt darauf ab, neue Zugänge zu der Geschichte der Frauenbewegung in Deutschland, insbesondere zwischen den Jahren von 1985 bis 2000, zu eröffnen. Durch eine Fokussierung auf den migrantischen Feminismus in Deutschland soll die Geschichtsschreibung der Frauenbewegung in diesem Sinne vertieft, vervollständigt und gestaltend entwickelt werden. Das Forschungsprojekt geht diese Lücke an und bezieht sich dazu auf Encarnacíon Gutierrez Rodriguez (z. B. 1993, 1999 a, b, c, 2010) wegweisende Arbeiten zu migrantischer Feminismus in der deutschen Frauenbewegung sowie der erweiterndenPrämisse aus Pinar Tuzcus kürzlich veröffentlichtem Buch "Ich bin eine Kanackin: Decolonizing Popfeminism" (2017). Tuzcu behauptet, dass die Literatur über die deutsche Frauenbewegung den Zeitraum zwischen dem Ende der 1980er bis zur Mitte der 2000er Jahre als „stille Periode“ der Bewegung beschreibt. Dies geschieht, obwohl in dieser Zeit, insbesondere zwischen 1985 und 2000 Migrant*innen, Schwarze, Juden und Queer / feministische Aktivist*innen, Intellektuelle, Akademiker*innen und Künstler*innen sehr aktiv waren. In dieser Zeit wurden in diesem Rahmen Konferenzen organisiert, Bücher publiziert, politische Gruppen gegründet und Statements veröffentlicht, welche Fragen von Rassismus, Antisemitismus, Geschlecht, Alter und Sexualität im Kontext von Flucht, Migration und Diaspora verhandelten. In diesem Zusammenhang wurden bereits erste Analysen und theoretische Überlegungen zum Zusammenkommen von Unterdrückungsverhältnisse, welches heute in der Geschlechterforschung unter dem Begriff Intersektionalität verhandelt wird, erzeugt. Inwieweit diese Aktivitäten, Debatten und Erkundungen die Geschichte der Frauenbewegung und die Theorie- und Methodenbildung in der deutschen Frauen- und Geschlechterforschung geprägt hat, steht im Zentrum dieses Forschungsprojekt. Diese Geschichte aufzuspüren, zu rekonstruieren, ihre Debatten, Analysen, theoretische und methodische Beiträge festzuhalten und systematisch einzuordnen, stellt daher das Anliegen dieses Forschungsprojekts. 

 

Das Forschungsprojekt wird von folgenden Fragen angeleitet: Wäre die Zeit zwischen 1985- 2000 nicht so ‚still’ sondern als eine der wichtigsten Zeiten für die deutsche Frauenbewegung anerkannt, wie würde die Geschichte der deutschen Frauenbewegung aus einer transkulturellen Perspektive erzählt werden? Wie würde eine solche Intervention in die Erzählung der Vergangenheit die gegenwärtige und zukünftige Erzählung der Frauenbewegung in Deutschland neu bestimmen? Was sagt uns diese besondere Auslöschung über die Politik der Geschichtsschreibung?Und schließlich, was wäre der passendste soziologische Ansatz, um auf solche Abwesenheit zu reagieren?