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„Das ILO-Zwangsarbeitsverbot in der globalisierten Wirtschaft: Zu den Grenzen der Wirksamkeit einer Norm“,

Verfasserin: Julia Drubel

Betreuer: Prof. Dr. Helmut Breitmeier

 

In der Dissertationsschrift wurde die Forschungsfrage beantwortet, warum Staaten die Norm zum Verbot von Zwangsarbeit nicht oder nur unzureichend verwirklichen. Weltweit arbeiten 16 Millionen Menschen in privatwirtschaftlichen Zwangsarbeitsverhältnissen. Diese anhaltend hohe Zahl legt die Vermutung nahe, dass die Nichteinhaltung relevanter Instrumente der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verbreitet und teilweise schwerwiegend ist.

Es konnte gezeigt werden, dass die Nichtverwirklichung des Zwangsarbeitsverbots in komplexen normativen Konstellationen begründet liegt, die sich als fehlerhafte Übersetzung normativer Gehalte in Gesetzestexte, als Normkonkurrenzen und Normkoproduktionen manifestieren. Sie entfalten Wirkung über Kontestationsprozesse und Ressourcenallokationen. Empirisch befasste sich die Dissertation mit dem Arbeitsrechtsregime der ILO, der globalen politischen Ökonomie von Zwangsarbeit und normativer Lokalisierungsprozesse. Dazu wurden transnationale Arbeitsmärkte im Kontext globaler Unternehmensstrategien (Offshoring, Outsourcing) und globaler (Im)mobilitäten (Migration, Investitionen und die dazugehörigen Raumpolitiken) untersucht. Diese wurden für die Region Zentralasien detailliert herausgearbeitet. Theoretisch ist die Arbeit in der Normenforschung der Internationalen Beziehungen und Ansätzen der Globalen Politischen Ökonomie anzusiedeln.