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Die Entstehung und Grenzen des Wasser-Energie-Ernährung-Nexus in der Entwicklungszusammenarbeit

Verfasserin: Katrin Strobehn M.Sc.

Betreuer: Prof. Dr. Helmut Breitmeier

 

 

Zunehmende Klimaschwankungen, Hitzewellen und noch längere Dürreperioden stellen viele Länder vor die Herausforderung, die Verfügbarkeit von Wasser, Nahrung und Energie zu sichern. Auch Bodendegradation, Bevölkerungswachstum, Verstädterung und ein ineffizientes Management natürlicher Ressourcen haben einen starken Einfluss auf die Verfügbarkeit und Qualität dieser Ressourcen, was die Notwendigkeit adäquater Governance- und Managementmechanismen verdeutlicht. Im Vorfeld der Rio+20-Konferenz im Jahr 2012 fand im November 2011 in Bonn eine internationale Konferenz zum Thema "The Water, Energy and Food Security Nexus - Solutions for the Green Economy" statt, die das zunehmende Interesse an Nexus-Ansätzen im Bereich Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit deutlich machte. Diese wechselseitige Verflechtung verschiedener Sektoren wurde auch durch die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen im Jahr 2015 hervorgehoben, indem auf die Notwendigkeit einer verbesserten Koordination und Politikkohärenz über verschiedene Sektoren, Regionen und Staaten hinweg hingewiesen wurde. In der internationalen Entwicklungszusammenarbeit spielen Verbesserungen im Wasser-, Energie- und Agrarsektor seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle. So befasst sich die internationale Entwicklungszusammenarbeit mit verschiedenen Zwecken und Herausforderungen im Zusammenhang mit Wasser, u.a. Wasser für Grundbedürfnisse, die Nahrungsmittel- und Energieproduktion, durch Wasser übertragene Krankheiten, Umweltverschmutzung und Wasserzugang als Treiber von Konflikten und Migration. Darüber hinaus werden auch wasserbezogene Naturgefahren wie z.B. Dürren und Überschwemmungen berücksichtigt, mit denen lokale Gemeinschaften je nach Grad ihrer Verwundbarkeit und Exposition unterschiedlich konfrontiert sind. Daher gewinnt die Integration von Wasser-Energie-Ernährung Nexus-Ansätzen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit eine hohe Relevanz, um negative Auswirkungen sektorspezifischer Projekte auf andere Sektoren und Konflikte abzumildern bzw. zu verhindern und Zusammenarbeit zu fördern. Vor diesem Hintergrund zielt das Dissertationsprojekt darauf ab, die Entstehung und die Grenzen von Wasser-Energie-Ernährung Nexus-Ansätzen als Teil von Nachhaltigkeitskonzepten ausgewählter Akteure in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zu analysieren, indem das Verständnis, die kritische Reflexion und die divergierenden Wahrnehmungen bzw. unterschiedlichen Umsetzungsansätze von wasser-, ernährungs- und/oder energiebezogenen Projekten/ Strategien sowie von Projekten, die sich explizit auf den Wasser-Energie-Ernährung-Nexus fokussieren, untersucht werden. Das Dissertationsprojekt berücksichtigt dabei Theorien der internationalen Beziehungen mit einem möglichen Schwerpunkt auf kritischer Normenforschung und Regimekomplexen.