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Artikelaktionen

Thomas Linpinsel

Thomas Linpinsel

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Adresse

Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Soziologie

Professur für Kultursoziologie

Karl-Glöckner-Str. 21E, Raum 012c
35394 Gießen

Kontakt
☎ 0641 99-23226
Sprechzeiten

Vita

Vita

Seit 2017 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Kultursoziologie am Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität Gießen und seit 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zwischen 2011 und 2015 Lehrbeauftragter am Lehrstuhl Soziologische Theorie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 2004 bis 2011 Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie in Aachen und Jena.

Arbeitsgebiete

Arbeitsgebiete

Theorien der radikalen Demokratie

Gesellschaftstheorie

Theorien der Moderne und Postmoderne

Wissenssoziologie und Philosophie der Gesellschaftswissenschaften

Reallabor

Publikationen

Publikationen
  • Linpinsel, Thomas (2017): Widerspenstige Kulturkritik. Oder: Das Projekt einer postmarxistischen Gesellschaftskritik, in: Kultursoziologie 1 | 2017.
  • Linpinsel, Thomas (2018): Von der Politischen Differenz zur Soziologie der Gleichheit? Eine Skizze mit Jacques Rancière; in: Linpinsel, Thomas und Il-Tschung Lim (Hrsg.): Gleichheit, Politik und Polizei: Jacques Rancière und die Sozialwissenschaften, Wiesbaden: Springer VS, S. 187–215.
  • Linpinsel, Thomas (2018): Destabilisierungen: Wissen, Wissenschaft und Politik bei Rancière in Zeiten der postfaktischen Herausforderung; in: Kulturrevolution Zeitschrift für angewandte Diskurstheorie Nr. 75, 2|2018.
  • Linpinsel, Thomas (2020): Die Politik des Wissens. Vom Klassenkampf in der Theorie zur Praxis des demokratischen Schreibens. In: Gebhardt, Mareike (Hrsg.): Staatskritik und Radikaldemokratie. Das Denken Jacques Rancières, Baden-Baden: Nomos, S. 47-68.

 

Herausgeberschaften:

  • Linpinsel, Thomas und Il-Tschung Lim (Hrsg.): Gleichheit, Politik und Polizei: Jacques Rancière und die Sozialwissenschaften, Wiesbaden: Springer VS, 2018.
  • Martin, Susanne/Thomas Linpinsel (Hrsg.): Angst. Gesellschafts- und kulturwissenschaftliche Perspektiven. Wiesbaden: Springer-VS,

Dissertationsprojekt

Dissertationsprojekt

Dissertationsprojekt: Zur Politik des Wissens in der spätmodernen Wissen(schaft)sgesellschaft

Von: Thomas Linpinsel

 

Im Begriff des Postfaktischen spiegelt sich unsere Gegenwart. Die Realität selbst ist in den spätmodernen Gesellschaften zum Gegenstand des politischen Streits avanciert. In dieser Entwicklung deutet sich der Verfall des konsensfähigen Weltbildes der Moderne an. Ich werde in meiner Dissertation diese Krisendiagnose spätmoderner Gesellschaften zum Anlass nehmen, die Politik des Wissens in der Wissensgesellschaft zu analysieren und im Kontext der zeitgenössischen radikaldemokratischen politischen Theorien die Frage nach den demokratischen Auswirkungen dieser Politik stellen. Meine Arbeitshypothese ist, dass eine Demokratisierung der Politik des Wissens möglich ist und sich diese Idee als Fundament einer spätmodernen kritischen Gesellschaftstheorie ausarbeiten lässt.

Dazu werde ich in einem ersten Schritt die sozialwissenschaftlichen Zeitdiagnosen der Wissensgesellschaft analysieren und deren Grundgedanken vergleichend gegenüberstellen. Trotz der gemeinsamen Annahme, dass sich in spätmodernen Gesellschaften eine Tendenz zur Expansion des Wissens in unterschiedliche gesellschaftliche Teilsysteme abzeichnet, aufgrund derer eine Definition als Wissensgesellschaft sinnvoll operationalisiert werden kann, unterscheiden sich die einzelnen Theorien zum Zeil erheblich voneinander. Ich werde diese Unterschiede auf zwei wesentliche Dichotomien reduzieren. So kann die Entstehung der Wissensgesellschaft als pfadabhängige evolutionäre gesellschaftliche Anpassung auf den immer größer werdenden Einfluss der wissensbasierten Technologie auf moderne Gesellschaften beschrieben werden, oder die Wissensgesellschaft wird als ein politisches Projekt im Zuge der Krise der Regierbarkeit in der klassischen Industriegesellschaft verstanden. Auch in der Frage zum demokratischen Potential der Wissensgesellschaften stehen sich mit der Hypothese einer technokratischen Demokratiegefährdung und der Idee einer wissensbasierten Demokratisierung der Demokratie zwei gegensätzliche Standpunkte gegenüber. 

An dieser Stelle werde ich unter Einbezug der jüngeren radikaldemokratischen Theorien erörtern, welchen Einfluss die Politik des Wissens auf die Demokratie hat. Dazu werde ich die radikaldemokratischen Theorien zunächst als Politische Theorien der Wissensgesellschaft rekonstruieren und zeigen, dass diese Theorien, ohne es explizit zu erwähnen, als politische Reflexion auf die Transformation in die Wissensgesellschaft gelesen werden können. 

Im letzten Teil werde ich anhand der Idee der Bildung in der Wissensgesellschaft die zeitdiagnostischen Ansätze der Wissensgesellschaft und die politischen Theorien der Radikaldemokratie zu einem Entwurf einer kritischen Gesellschaftstheorie der spätmodernen Wissensgesellschaft zusammenfassen. Kern dieser kritischen Gesellschaftstheorie der Wissensgesellschaft wird die Idee einer Demokratisierung des Wissens sein.