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Kurzbeschreibung Triumphband

triplici invectus triumpho – der römische Triumph in augusteischer Zeit

Der römische Triumph ist ein zentraler Ort der römischen Selbstauslegung, der Inszenierung individueller und kollektiver Macht sowie der Formierung des kollektiven Gedächtnisses der römischen Gesellschaft. Die Forschung hat sich dabei in jüngerer Zeit intensiv mit den Verhältnissen der Republik und mit dem Triumph als Medium nobilitärer Selbstdarstellung und Konkurrenz beschäftigt.

Der geplante Band sucht demgegenüber eine doppelte Akzentverschiebung. Diese ergibt sich zum einen daraus, daß der zeitliche Fokus auf die augusteische Epoche gelegt wird, die auf dem Feld der Inszenierung und Instrumentalisierung des Triumphes einen fundamentalen Einschnitt darstellt und einen vielfältigen Perspektiv­wechsel zur Folge hat. Zum anderen soll verstärkt die Repräsentation und Kommemoration des Triumphes, aber auch eine mögliche Konterkarierung und Transformation dieses Motivs in unterschiedlichen Medien in den Blick genommen werden.

Aus diesem Ansatz ergeben sich die folgenden drei Rubriken, in denen das Phänomen des Triumphes in augusteischer Zeit näher beleuchtet werden soll:

I. Triumph als politisches Ritual

In augusteischer Zeit wird zum einen wird die Zahl der Triumphe in drastischer Weise reduziert, zum anderen wird der Triumph zunehmend durch den Princeps monopolisiert. Komplementär dazu gewinnen in diesem Horizont andere Rituale an Bedeutung (supplicatio etc.). Als komplementäres Transformationsphänomen wird man auch die Perpetuierung triumphaler Elemente zu sehen haben. Dies gilt nicht nur für die triumphatorische Selbstins­zenierung des Princeps in unterschiedlichen Medien (Titulatur, Münzen, Statuen), sondern auch auf der Ebene der konzeptionellen Gestaltung des Machtanspruchs des Princeps und des römischen Volkes. Hier läßt sich ein vergleichbarer Perspektivwechsel von der Betonung des einzelnen Sieges hin zur habituellen Sieghaftigkeit beobachten.

II. Triumph im Bild

Diesen Entwicklungen entspricht die prominente Bedeutung des Triumphes in der zeitgenös­sischen visuellen Kunst, in der sich ein in unterschiedlichen Medien ausgetragener Diskurs zu diesem Thema beobachten läßt. Hier wäre zum einen an die Triumphmonumente wie Bögen, Stiftungen und Historienreliefs zu denken und zum anderen an die Rolle des Triumphes als Motiv in Kunstwerken, die nicht primär als bildliche Memoria von Triumph und Sieg entstanden sind, bzw. an Kunstwerke, in denen Triumph ein Motiv, aber nicht das Oberthema darstellt.

III. Triumph im Text

In analoger Weise findet in der zeitgenössischen Literatur eine intensive Be­schäfti­gung mit unterschiedlichen Facetten des Triumphes statt. Dies gilt sowohl für Texte, die in einem situ­ativen Zusammenhang mit realen oder imaginierten Triumphen stehen, als auch für sol­che, in denen Sieghaftigkeit in allgemeinerer Form thematisiert wird. In beiden Fällen lassen sich je­doch vielfältige Inszenierungen und Funktionalisierungen von triumphaler Metaphorik und trium­phalen Wahrnehmungsgewohnheiten beobachten, die sich zudem eng mit anderen litera­rischen Traditionen verbinden können (z.B. pindarische Epinikien, Aretalogie, Aitiologie).