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DFG-Projekt: Historischer Kommentar zur 'Rhetorik' des Aristoteles

Förderzeitraum 2017 - 2021 | Fördersumme 300.675 Euro

Ziel des Projekts ist, erstmals einen historischen Kommentar zur aristotelischen ‚Rhetorik‘ anzufertigen. Dieser beschränkt sich nicht auf die Interpretation der im Text enthaltenen historischen Allusionen, sondern strebt danach, sämtliche Einstellungen und Positionen, die der Autor referiert, in ihrem historischen Kontext zu situieren. Dabei geht es nicht darum, in positivistischer Manier zwischen objektivierbaren und nichtobjektivierbaren Elementen zu differenzieren, sondern um die kulturelle Verortung der Gesamtheit der Aussagen. Die Wahl des Formats ‚Kommentar‘ empfiehlt sich aufgrund der Tatsache, dass jene Aussagen hinsichtlich ihres sachlichen Gehalts, ihrer formalen Gestalt wie auch ihrer politischen, sozialen und kulturellen Prägung erheblich divergieren und sich so einer vorschnellen Synthetisierung entziehen. Das gewählte Format erlaubt es, eine dezidierte Einzelstellenanalyse mit systematischen Betrachtungen zum Erkenntnisgegenstand zu konnektieren. Dies entspricht zudem den Bedürfnissen der avisierten Nutzerinnen und Nutzer, die sich unmittelbaren Support bei der Arbeit an einzelnen Textstellen wünschen. Ganz besonders gilt dies für Historikerinnen und Historiker, die nicht selten eine eklektische Rezeption betreiben, indem sie den Text im Rahmen von Recherchen zu unterschiedlichen Themen der politischen Geschichte, Sozial- oder Mentalitätsgeschichte in den Blick nehmen.

Der Kommentar wird explizit bei den betreffenden Forschungsbedarfen der verschiedenen Disziplinen, die in rezenten Studien artikuliert wurden, ansetzen sowie darüber hinaus Perspektiven für künftige Fragestellungen entwickeln und auch hierzu Informationen bereitstellen. Der aktuelle Bedarf betrifft zuvorderst den Komplex der sozialen Werte sowie der Rechtsnormen und deren Bezug zu den zeitgenössischen Poleis. Als künftige Forschungsfelder deuten sich bereits an: die Auswertung des Textes als Quelle für die historische Emotionsforschung, für die rhetorische Performanz wie auch die stärker interdisziplinär betriebene Analyse der rhetorischen Argumentation des Aristoteles, etwa im Hinblick auf Interferenzen von inhaltlichen und formalen Aspekten und deren zeitgeschichtliche Kontextualisierung.