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Artikelaktionen

van Laak, Jeannette, Dr.

28314 | Jeannette.vanLaak@geschichte.uni-giessen.de | Lehrbeauftragte

Dr. Jeannette van Laak

Dr. Jeannette van Laak
Historisches Institut, Didaktik der Geschichte

Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus D Raum 105

[Sprechzeiten / aktuelle Mitteilungen]

Tel: 0049-641-99-28314

Jeannette.vanLaak@geschichte.uni-giessen.de

auch:
Historisches Institut, Neuere Geschichte


Inhalt: Biographie | Forschungsschwerpunkte | Forschungsprojekt | Veröffentlichungen | Aufsätze | Lehrveranstaltungen

Biographie

Seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der JLU Gießen
2008 – 2012 Mitarbeiterin am Lehrstuhl der Didaktik der Geschichte am Historischen Institut der JLU Gießen
2006 -2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Mitarbeit am DFG-Projekt "Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression. Kulturkampf in der Provinz der späten DDR" sowie an einem Bericht für das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit über „Die soziale Lage von SED-Opfern in Thüringen“ am Jenaer Zentrum für empirische Sozial- und Kulturforschung e.V.
2004 Wissenschaftliche Bearbeiterin des Forschungsprojektes "Art detective. Konspirative Wohnungen des MfS in Erfurt" am Lehrstuhl für empirische Sozialforschung am Institut für Soziologie
2003 Zweites Staatsexamen
2001 Promotion am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität
1990-1995 Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaften in Erfurt und Jena, Abschluss mit dem Ersten Staatsexamen und Magistra Artium.
1997-2000 Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn
1995-1996 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität (Prof. Dr. Lutz Niethammer).

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Forschungsschwerpunkte

  • Lager im 20. Jahrhundert
  • Dissidenz im 20. Jahrhundert
  • Deutsche Zeitgeschichte und ihre Vermittlung
  • Gedenkstättenpädagogik

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Forschungsprojekt

"Das Notaufnahmelager Gießen. Eine deutsche Institutionen- und Beziehungsgeschichte zwischen 1946 und 1990"

Das Notaufnahmelager Gießen wurde 1946 zunächst als Flüchtlingslager gegründet und dann vom Land Hessen als Regierungsdurchgangslager betrieben. Nach dem Mauerbau wurde es die Anlaufstelle für Flüchtlinge aus der DDR und bestand bis zum 1. Juli 1990 als Einrichtung des Bundes. Insgesamt 4,5 Millionen Menschen flüchteten zwischen 1946 und 1989 aus der sowjetischen Besatzungszone und DDR, etwa ein Drittel von ihnen verschlug es nach Gießen. Hier beantragten sie die Aufnahme in ein anderes politisches System, in eine andere gesellschaftliche Ordnung oder auch nur in bessere wirtschaftliche Verhältnisse. Im Notaufnahmelager wurden die Motive der Flucht- und Übersiedlung überprüft, um potentielle Gegner des politischen Systems und der gesellschaftlichen Ordnung abzuwehren. Während das Lager für die Bundesrepublik damit vor allem Kontrollfunktionen besaß, bildete es für Hunderttausende von DDR-Bürgern die Pforte in den anderen deutschen Staat.

Mit der Geschichte des Notaufnahmelagers Gießen wird der Entwicklungsprozess eines Flüchtlingslagers von einer provisorischen Institution mit Schleusenfunktion zu einer bundesweit bedeutsamen "Erstaufnahmestelle für DDR-Bürger" nachgezeichnet, die für DDR-Bürger sogar zu einem "Sehnsuchtsort" avancierte. Neben der Institutionengeschichte gilt es, zeitgenössische wie rückblickende Erfahrungen von Personen einzubeziehen, die direkt oder indirekt mit dem Lager verbunden waren. Deshalb werden lebensgeschichtliche Interviews mit Flüchtlingen und Übersiedlern, mit Mitarbeitern des Lagers sowie mit Vertreter der Gießener Bevölkerung geführt und ausgewertet. Damit kann an einem bedeutsamen Fallbeispiel präzisiert werden, wie die Existenz eines Nachkriegslagers das Bild einer Stadt prägte, wie es die in und mit ihr lebenden Menschen beeinflusste und welchen alltags- und erfahrungsgeschichtlichen Wandlungen diese individuell vollzogenen deutsch-deutschen Wiedervereinigungen über mehr als vier Jahrzehnte hinweg unterlagen.

 

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Veröffentlichungen

  • Die Aktivisten der ersten Stunde. Die Antifa in der Sowjetischen Besatzungszone. (Böhlau)Köln/Weimar/Wien 2002.
  • Verdacht: Untergrundtätigkeit. Eine Erfurter Umweltgruppe und die Staatssicherheit. (Hain)Rudolstadt 2001.

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Aufsätze

  • Das Notaufnahmelager Gießen, erschienen beim deutschlandarchiv online http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/vanlaak20130331/
  • Die Geschichte des Notaufnahmelager in Gießen zwischen 1946 und 1961. In: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins Gießen, 97. Band, Gießen 2012, S. 305 -318.
  • Historische Diskurse in Historischen Jugendromanen. Eine exemplarische Analyse zu den Romanen Die verlorenen Schuhe und Ringel, Rangel, Rosen. In: Norman Ächtler, Monika Rox-Helmer: Zwischen Schweigen und Schreiben. Interdisziplinäre Perspektiven auf zeitgeschichtliche Jugendromane von Kirsten Boie und Gina Mayer (= Literarisches Leben heute, 3), Frankfurt 2013, S. 85-102.
  • Historisches Lernen zum Mauerbau am Beispiel des Notaufnahmelagers Gießen. Erschienen bei LaG-Magazin vom 14. November 2012 (10/12), http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/10841
  • "Bühne der Dissidenz. Kulturpolitische Konflikte in Provinzhauptstadt Gera in den 1980er Jahren", in: Lutz Niethammer u. a. (Hg.), Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression (Schriftenreihe der BStU Berlin, im Erscheinen)
  • "Zeitgeschichte in kommerziellen Printmedien am Beispiel des Stern", in: Susanne Popp u.a. (Hg.), Zeitgeschichte - Medien - Historische Bildung. Beihefte zur Geschichte der Geschichtsdidaktik, Göttingen 2010, S. 93-108
  • "Zur SED-Kulturpolitik in den 1980er Jahren. Das Beispiel der Bezirkshauptstadt Gera", in: Deutschland-Archiv, Heft 1 (2009), S. 50-59
  • "Zur sozialen Lage der SED-Opfer. Ergebnisse repräsentativer und lebensge-schichtlicher Befragungen", in: Zur sozialen Lage der Opfer des SED-Regimes in Thüringen. Dokumentation zum Kongress des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit am 17. Dezember 2008 in Erfurt, Erfurt 2009, S. 35-40 (zusammen mit Agnes Arp und Ronald Gebauer)
  • "Erinnerungen der Macht. Erinnerungen an die Macht. SED-Funktionäre im autobiografischen Rückblick", in: Deutschland-Archiv, Heft 6 (2008), S. 1060-1067 (zusammen mit Annette Leo)
  • "Zur sozialen Lage der SED-Opfer", in: Zur sozialen Lage der SED-Opfer in Thüringen. Forschungsbericht im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt 2008, S. 67-114 (zusammen mit Agnes Arp, Marcel Fischer und Ronald Gebauer)
  • "Gepäckstücke" im Rahmen der Lesung "Israel - Zwischen Erinnerung und Zukunft" Lesung zu den 11. Literaturtage Thüringens auf der Burg Ranis 2008, (CD-ROM)
  • "Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression. Ein Kulturkonflikt in den achtziger Jahren in der Provinz der DDR - eine Projektskizze", in: Jens Giesecke (Hg.): Studien zum Herrschaftsalltag in der DDR (=Analysen und Dokumente. Wissenschaftliche Reihe der BStU, Bd. 30), Göttingen 2007, S. 347- 356 (zusammen mit Agnes Arp und Matthias Braun)
  • "Orte des Verrats. Zur Nutzung konspirativer Wohnungen bei der Überwachung Andersdenkender durch das MfS in Erfurt in den 1980er Jahren", in: Heinrich Best u.a. (Hg.): Geheime Trefforte des MfS in Erfurt, Erfurt 2006, S. 52-106
  • "Umweltschutz und Staatssicherheit in der Provinz", in: Heiner Timmermann (Hg): Die DDR zwischen Mauerbau und Mauerfall, Frankfurt/Main u.a. 2002, S. 139-150

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Lehrveranstaltungen